Wackeldackel, Schlafmützen und Nappel

Wenn der als Bundesaußenministerdarsteller bezeichnet wird, ist alles in Ordnung, aber wehe, es trifft einen selbst!

Jetzt ist es raus. Die Bergedorfer Zeitung hat sich offenbar auf journalistische Tugenden besonnen und bei den Schwarzenbeker Kommunalpolitikern nachgefragt, warum die so beharrlich, man könnte auch sagen ängstlich auf meine Fragen hin schweigen. Oder man hat natürlich nur gemutmaßt, dass es „vielleicht auch“ daran liege, dass ich sie „regelmäßig“ als Wackeldackel, Nappel oder Schlafmützen bezeichne. Aber auch wenn man nur spekulierte, dann kann das schon gut sein, denn auch der bekennende Leser und frühere Bürgervorsteher Eckhard Gerber meinte am Freitag zu mir, dass ich die Grenzen zur Beleidigung inzwischen hin und wieder überträte. Das will ich natürlich nicht. Ich will hier niemanden persönlich beleidigen. Und es geht ja auch nie um die Personen, sondern ausschließlich um deren politisches Handeln. Und da gebe ich zwei Dinge zu bedenken: Zum einen muss, wer sich in den öffentlichen Fokus stellt, auch damit leben, wenn sein Handeln und seine Aussagen wenig schmeichelhaft kommentiert werden. Zum anderen hätte es ohne das Huhn kein Ei gegeben. Will sagen: Die Politiker/innen haben auch schon nicht geantwortet, bevor ich sie mit Orden und Ehrenzeichen bedachte. Letzteres entschuldigte natürlich keine Beleidigung. Wenn sich also jemand auf den Schlips getreten fühlte, möge er oder sie sich doch bitte melden. Ich sage noch einmal, dass ich nicht anstünde, mich für eine persönliche Kränkung auch zu entschuldigen.

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