Kein Mittel gegen die Feigheit?

oder: Wie das Tonikum Schlie den Mäuschen Muskeln macht

Der Erfinder des vermeintlichen Zaubertranks: Miraculix Schlie

Der größte Vorwurf, den man den beiden großen Fraktionen in Schwarzenbek machen muss, besteht meiner Ansicht nach nicht in der vollständigen Ruinierung des Haushalts. Es handelt sich um Feierabendpolitiker, denen einerseits kaum oder gar kein Druck aus der eigenen Basis gemacht wird, und andererseits ein Verwaltungschef vorturnt, der es äußerst geschickt versteht, sowohl die Eitelkeiten, als auch die Unzulänglichkeiten der Menschen für seine Zwecke einzusetzen. Frank Ruppert weiß sehr genau, wie man auf dem Klavier zu spielen hat, um die Kommunalpolitiker zu seinen Verbündeten zu machen, zumindest diejenigen, die er auf seiner Seite benötigt. Die anderen sind relativ häufig ziemlich böse auf ihn und wenn man genau hinschaut, merkt man, dass da auch ein Hauch verschmähter Liebe mitspielt. Leider macht die Schwarzenbeker Politik dadurch nicht nur einen verschwörerischen Eindruck.

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Die Frage, das unbekannte Wesen

Brachte die Politiker mit einfachen Fragen ins Schwitzen: Barbara Schicke

Wir erinnern uns, dass zwei Elternvertreterinnen an die Stadtverordneten appelliert hatten, die Entscheidung über die Zusammenlegung der beiden Grundschulen nichts übers Knie zu brechen und schon gar nicht ohne Beteiligung der schulischen Gremien entscheiden zu wollen. Die schwarzrote Koalition, in der sich so manche Teilnehmer schon gar nicht mehr unterscheiden können, hatte dann beschwichtigt und den Eindruck erweckt, als sei das alles noch gar nicht spruchreif. Aber hatte man nicht klar geäußert, dass man den Absprung Groves fürchtete und dass die dann anstehenden Zahlungen das  Schwarzenbeker Stadtsäckel noch weiter ruinierten? War nicht deutlich geworden, dass die ruinöse Politik der vergangenen Jahre uns immer gnadenloser zwingt, Entscheidungen ausschließlich aus finanziellen Gesichtspunkten zu treffen? Die Lehrerin Barbara Schicke hatte allerdings zu Recht gefragt, ob die Zusammenlegung das Scheitern des Schulverbandes überhaupt sicher und dauerhaft verhindern könne. Würde sie Antwort erhalten?

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Versetzung erscheint gefährdet

„Was in der Presse stand, sollte da noch nicht stehen“, leitete Josefin Francke, die heimliche Fraktionschefin der Sozialdemokraten, die an einen Zirkus erinnernde Einwohnerfragestunde vor der Stadtverordnetenversammlung am gestrigen Freitag ein. Selbstverständlich freue man sich über das rege Interesse der besuchenden Eltern, aber die Gespräche im Schulverband wären doch erst einmal ein Gedankenaustausch darüber gewesen, ob die Kinder des Grundschulteils der Gemeinschaftsschule einen „Besitzerwechsel“ verkrafteten. „Ja“, meinte Frau Francke, denn „die kriegen das ja gar nicht mit“. Das Schulgebäude bleibe in der Breslauer Straße und die Gleichwertigkeit der Verbandsschule mit der Gemeinschaftsschule sei gegeben. Außerdem möge man doch bitte bedenken, dass die Gemeinde Grove mit dem Austritt aus dem Schulverband gedroht habe und wenn das einträte, „dann gehen die anderen auch“. Das würde dann teuer für Schwarzenbek werden, denn wer geht, muss ausgezahlt werden. Mehr von diesem Beitrag lesen

Unvermögen

Wappentier des Stadtjugendrings: Wolfi

Wie berichtet, wurde in der letzten Stadtverordnetenversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Grundstücksgeschäft getätigt bzw. beschlossen. Kaum waren die letzten verbliebenen Zuhörer hinaus gebeten und die Türen geschlossen, öffneten sie sich auch schon wieder. Offenbar im Schnellstverfahren wurde das Geschäft beschlossen. Der Bürgervorsteher verkündete den zwei oder drei letzten Interessierten, dass mal eben ein Grundstück von 750 m² Größe zum Schnäppchenpreis von 31.500 € gekauft wurde. Herr Beckmann brummelte etwas von Wegenutzungsrechten, weswegen das gekauft werden musste. Ich war müde, Frau Nowacki vom Gelben Blatt murmelte nur noch so etwas wie „Für so was ist Geld da…“, und man verabschiedete sich in die Nacht. Nicht öffentlich ist eben nicht öffentlich und Nachfragen sind ohnehin unzulässig. Mittlerweile liegt die Niederschrift der Sitzung vor und dort heißt es:

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Das verflixte siebte Jahr

Ich lebe jetzt seit 13 Jahren in Schwarzenbek und genau so lange hatte ich Kinder an fünf verschiedenen Schulen unter 8 verschiedenen Schulleitern. Meine Familie erlebte zusammengenommen über 60 Schuljahre und lernte dabei die Arbeitsweise von Hunderten von Lehrerinnen und Lehrern kennen. Daran muss ich immer denken, wenn Lehrkräfte stoßseufzen, dass auch Ahnungslose (vulgo: Schüler und Eltern) in Schule hinein quatschen. Mehr von diesem Beitrag lesen