„Wer Unrecht duldet, verstärkt es“

Trotz Megafon nicht zu hören

„Friedlich und ruhig“ sei es laut dem Sonntags-Kurier am vergangenen Sonnabend in Büchen zugegangen, als eine kleine Guppe von 15 Rechtsextremisten ihre angemeldete und genehmigte Kundgebung auf dem Bürgerplatz abhalten wollte. Beides kann man so nicht bestätigen. Auf dem Platz selbst verhinderte zwar eine halbe Hundertschaft Polizisten, dass die beiden Seiten sich zu nahe kamen. Doch am Bahnhof wurden die Neonazis offenbar von einem Schwarzen Block abgefangen, ebenfalls wohl etwa 15 in Schwarz gekleideten Schlägern, die nicht lange fackelten, sondern gleich zuschlugen.Mindestens einer der unter NPD-Flagge anreisenden Gruppe wurde dabei nicht unerheblich verletzt. Der Einsatzleiter der Polizei musste bestätigen, dass die Gewalt eindeutig nicht von den Nazis ausging. Gewalttätig wurden die rund 250 Gegendemonstranten nicht, teilweise aggressiv und sogar feindselig waren sie hingegen schon und alles andere als ruhig. Kaum, dass einer der braunen Agitatoren zum Megaphon griff, hob ein Ohren betäubendes Spektakel aus Rasseln, Ratschen, Trillerpfeifen und Gejohle an, so dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen konnte, geschweige denn die Kundgebung der völkischen Verirrten.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Kein Fußbreit den Faschisten!

Büchen ruft auf!

Wenn man der Lauenburger Online Zeitung glauben darf – und ich habe keinen Grund, das nicht zu tun – dann ruft der Bürgermeister von Büchen und mit ihm seine Gemeinde dazu auf, am morgigen Sonnabend um 11:30 Uhr zum Büchener Marktplatz zu kommen, um „Präsenz gegen demokratiefeindliche Bündnisse und Aktionen“ zu zeigen. Die Gemeinde hat offenbar Kenntnis erhalten, dass eine „rechtsextremistische Gruppierung beabsichtigt, am kommenden Sonnabend, den 18. Juni, ab 11.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Bürgerplatz vor dem Bürgerhaus in Büchen zu veranstalten“. Nun ist also Einsatz gefragt, selbst wenn sich das Ganze hinterher als Luftblase erweisen sollte. Denn natürlich hat es das in der Vergangenheit schon öfter gegeben, dass sich Hunderte von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aufmachten und am Ende waren gar keine oder nur ein paar versprengte Nazis da.

Mehr von diesem Beitrag lesen