Wer’s glaubte, wurde Seelig

Don Quijotte und Sancho Pansa?

Ich bin trotzdem die Größte!

Die Schwarzenbeker Bürgermeisterin hatte vor ihrer Wahl Mitte 2014 versprochen, Sie habe die besseren Lösungen und Rezepte bereits fertig in der Tasche, könne ohne Zeitverzögerung direkt nach Ihrer Wahl tätig werden und dem damaligen Bürgermeister Frank Ruppert sofort zur Seite stehen. Bezeichnenderweise tat sie das also in ihrem Amt als Kämmerin noch nicht, enthielt ihrem Dienstvorgesetzten vielmehr die besseren Rezepte vor und konnte wohl deshalb prahlen, dass nur durch sie die Stadt schuldenfrei werden könne. Seltsamerweise reklamierte sie dann Rupperts Scheinerfolge doch für sich selbst und wies diese prahlerisch und bis heute nachzulesen als ihre eigenen aus:

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Wie kurz sind die Beine der Kämmerin?

Um diese Werbeanzeige aus der Lauenburger Online Zeitung geht es: Carstensen ist nur eine Handpuppe des profilneurotischenBürgervorstehers, die anderen Parteien nur nützliche Idioten und der blackbekblogger ist wahlweise der (Un-)Geist, der über allem schwebt oder das höhere Wesen, das alles denkt und lenkt. Letzteres ist ja gar keine Karikatur, sondern schlicht Tatsache.

Um diese Werbeanzeige aus der Lauenburger Online Zeitung geht es: Carstensen ist nur eine Handpuppe des profilneurotischenBürgervorstehers, die anderen Parteien nur nützliche Idioten und der blackbekblogger ist wahlweise der (Un-)Geist, der über allem schwebt oder das höhere Wesen, das alles denkt und lenkt. Letzteres wäre natürlich gar keine Karikatur, sondern schlicht Tatsache.

„Können Sie diesen Sachverhalt noch einmal aufklären?“, fragte Redakteur Jan Schubert in der Bergedorfer Zeitung vom Dienstag nach der Stichwahl die Wahlsiegerin und tat dabei so, als ginge es hierbei um die ebenso redundante, wie müßige Aufklärung eines längst geklärten Umstandes. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Und der Klärungsbedarf besteht nach dem Interview sogar dringlicher, als zuvor. Denn Ute Borchers-Seelig bestand nun darauf, mit der Karikatur nichts zu tun zu haben: „Ich habe diese Karikatur weder in Auftrag gegeben, noch annonciert.“ Interessanterweise wurde die Thematik bis zu diesem Tag ausschließlich im blackbekblog problematisiert. Neben dieser Anzeige hat es diverse Tiefschläge aus dem Lager der Kämmerin gegeben. Besonderer Tiefpunkt war wohl der Vorwurf der Verleumdung, einer mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bewehrten Straftat, den Borchers-Seelig erhob, jedoch weder konkretisierte, noch gar belegte. Dazu vom blackbekblog befragt, lehnte die zur Wahrheit verpflichtete Beamtin jede Stellungnahme ab.

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Irren ist amtlich?

Hier mal klicken, dann kommt man dahin

Hier mal klicken, dann kommt man dahin

Nun sind sie also schon hochgeladen, die geheimen Zahlen der nicht-öffentlichen Klausurtagung des Finanzausschusses, und es verhält sich genau so, wie der blackbekblog prophezeite. An den Zahlen ist nichts geheimnisvolles, sie sind bis auf wenige Ausnahmen nicht einmal neu. Und der Stellvertreter der Kämmerin hatte es betont: Die Zahlen blieben positiv, es käme nur auf den Blickwinkel des Betrachters an. Genau diese Wortwahl hatte man im Finanzausschuss ja bereits gefunden: Schwarzenbek ist positiv verschuldet. Es bleibt dabei: Diejenigen, die in der Pressekonferenz vom 6. Juni keinen Skandal sahen, weil sie die Zahlen bereits damals nicht verstanden, werden jetzt erst recht keinen erkennen. Wir wollen uns daher in einer kleinen Reihe zunächst einmal den Zahlen zuwenden und dem Umstand, dass die Kämmerin mit diesen verteufelten kleinen Biestern so manches mal ihr Tun hat.

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Tut uns leid, Schwarzenbek ist ja doch pleite

Jetzt ist der Wahlkampf vorbei, jetzt ist die Lage wieder schlecht

Wie sagt man nichts mit möglichst vielen Worten? (Frank Schmeil, CDU)

Wie sagt man nichts mit möglichst vielen Worten? (Frank Schmeil, CDU)

Was hatte sie nicht getönt im Wahlkampf und mit ihren bisherigen Erfolgen angegeben: Kassenkredit zurückgeführt, Rezepte und Lösungen bereits in der Tasche, nur durch sie könne Schwarzenbek schuldenfrei werden. Und als dennoch kaum einer mehr an ihren Sieg glaubte, blies ihr Stellvertreter ins Horn, versammelte kurz vor Torschluss die Presse und verkündete quasi das Ende der Konsolidierung: Schwarzenbek ginge es super, die Kassenkredite würden nicht mehr gebraucht, Unternehmen wären die Menge nach Schwarzenbek gezogen und zahlten zusammen mit den schon ansässigen Firmen so viel Gewerbesteuer wie noch nie. Und nun? Upps, stimmt alles gar nicht? Die weiße Fahne wolle man zwar nicht gleich hissen, aber so rosig wie es dargestellt wurde, sei die Lage beileibe nicht, verkündete der Finanzausschussvorsitzende nach gestriger Klausurtagung.

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Die Mutter der Hilflosigkeit

Oh weia, das habe ich alles geschrieben?

Oh weia, das soll ich alles versprochen haben?

Kaum einen Tag ist sie gewählt und schon offenbart sich nicht nur das ganze Wahlkampfgetöse als heiße Luft, sondern zeigt sich auch das tiefe Missverständnis der neuen Bürgermeisterkämmerin vom Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung. Dem falschen Eindruck, den Sie bei den Wählerinnen erzeugte, als bestimme die Bürgermeisterin quasi die Richtlinien wie die Kanzlerin es für das Kabinett tut, unterliegt sie offenbar selbst. „Auf Kurs“ wolle sie die Politik bringen, führt die selbsternannte Süßwasserkapitänin im heutigen Interview der Bergedorfer Zeitung aus. Trotz ihrer gegenteiligen Angaben im Wahlkampf hat sie aber ganz offensichtlich nicht den blassesten Schimmer, welcher das sein könnte. Vielmehr zeigt sich ihre komplette Hilflosigkeit in ihrem sinnigerweise erst jetzt veröffentlichten Masterplan: Einen runden Tisch, die Mutter aller Hilflosigkeit, will sie einberufen und verkündet das als „Strategie“.

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Kämmerin beerbt ihren Stellvertreter

Ubs, das muss ich jetzt auch mit Leben füllen?

Ubs, das muss ich jetzt auch mit Leben füllen?

Das war wohl, was man eine faustdicke Überraschung nennt. Ute Borchers-Seelig gewann zum nicht geringen Entsetzen der überwiegenden Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Schwarzenbek. Selbst die Mienen der angereisten, lokalen Politprominenz sprachen Bände. Damit hatte so recht niemand gerechnet, selbst die Kämmerin hatte das nicht wirklich erwartet, wie sie gegenüber der Presse einräumte. Ihre Masche der unabhängigen Kandidatin – in Wahrheit ist jetzt niemand von der Politik abhängiger als sie – die sich einer „Front“ (Bergedorfer Zeitung) aller Parteien und angeblichen Schlammschlacht derselben erwehren musste, hat ganz offensichtlich gezogen. Die Wahlhilfe von Amts wegen, als der amtierende Bürgermeister gut eine Woche vor der Stichwahl der Kämmerin auf einer Pressekonferenz erlaubte, sich mit vermeintlich großartigen Haushaltszahlen als Architektin der Konsolidierung zu präsentieren, dürfte ein Übriges getan haben.

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Schmutziges Finale

Kämmerin bezichtigt ihren Konkurrenten der Verleumdung

Hier ringt die Kämmerin offenbar gerade um die Zustimmung zur Fairness

Hier ringt die Kämmerin offenbar gerade um die Zustimmung zur Fairness

Das Versprechen eines fairen Wahlkampfes musste Ute Borchers-Seelig ihrem Konkurrenten um das Amt des Bürgermeisters „abringen“ lässt sie sich im heutigen Interview der Bergedorfer Zeitung vernehmen, ganz so, als sei Christian Carstensen nur mühsam davon zu überzeugen gewesen. Sie geht aber noch viel weiter. „Erschreckend“ empfinde sie den von Carstensen und seinem Team geführten Wahlkampf und das könnte man nachvollziehen, wenn sie ihren folgenden Vorwurf wenigstens an einem einzigen Beispiel belegte: „Verleumdungen und Anschuldigungen“ verbreite und unterstütze Christian Carstensen und das ist nun wirklich nicht mehr Wahlkampf, sondern der Vorwurf einer Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft wird. Folgerichtig stellt Ute Borchers-Seelig dann auch die Seriosität des Gegenkandidaten in Frage.

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