Ehrenkodex

Die gute Nachricht vorneweg: Die Feuerwehr Schwarzenbek liest den blackbekblog. Die schlechte Seite der Medaille: Sie steht ihm nicht für Informationen zur Verfügung. Der Wehrführer findet zwar Zeit für die Lektüre und auch für Mails an die Redaktion, aber darin beschäftigt er sich nicht etwa mit den vielen, seit über einem Monat unbeantworteten Fragen, sondern verwahrt sich z.B. gegen den Vorwurf der Lüge. Vermutlich hat er doch nicht so viel Zeit – oder liest nicht genau genug – denn der Vorwurf wurde hier nicht erhoben. Der blackbekblog hatte vielmehr die Frage gestellt, wie die folgende – jetzt auch noch einmal ggü. dem blackbekblog wiederholte – Aussage des Wehrführers einzuordnen ist:

„Die Drehleiter konnte mit dem Defekt am Korb aus Sicherheitsgründen nicht in Grove eingesetzt werden.“

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Wenn das Selbstbestimmungsrecht vergewaltigt wird

Die gelegentlichen Leserinnen und Leser dieses Blogs kennen das. Ebenso unvermittelt wie die zutiefst subjektive Berichterstattung dieses Mediums bisweilen endet, setzt sie auch wieder ein. Verlass ist auf diese Art Journalismus nicht. Man darf sie also nie als gegeben, getrost aber als geschenkt annehmen. Wer hingegen zuverlässige Reportage wünscht, greift seit jeher zu den Erzeugnissen des Springer-Verlags. Bislang dachte ich, die Bergedorfer Zeitung gehörte, anders als die Lübecker Nachrichten, nicht zu Friedes Reich. [Nachtrag: Stimmt nicht! Die LN gehören zur Verlagsgesellschaft Madsack. Siehe unter Kommentare!] Wenn ich heute allerdings sehe, dass beide Blätter mit den selben Artikeln des selbstverständlich einzigartigen Timo Jann aufmachen, dann kommen mir Zweifel. Solche sind Herrn Jann offenbar fremd. Geradezu begeistert unkritisch berichtet er, wie ihm geheißen.

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Meinung macht Zeitung

Links: Die nackte Wahrheit

Nicht nur an ihren Taten, auch an Worten mag man sie erkennen. Wenn zum Beispiel die Lübecker Nachrichten heute über die Ermittlungen gegen den nächsten Polizeichef berichten, – dieses Mal ist es nach dem Geesthachter Henry Holst der Lauenburger Gerd Grundmann – dann heißt es dort, auch dieser wäre „von Kollegen angeschwärzt“ worden, mindestens stünden Kollegen „im Verdacht“. Nun bin ich der letzte, der etwas gegen pointiert vorgetragene Meinungen hat. Aber sollten diese nicht dem Meinungsteil, dem Kommentar vorbehalten bleiben? Okay, der Artikel ist namentlich gekennzeichnet und gibt insofern auch nur die Meinung des Timo Jann bekannt, aber machen wir uns doch nichts vor: Die Leserinnen und Leser unterstellen redaktionelle Prüfung und überparteiliche, sachliche Information. Und da bringt eine solche Wortwahl den oder die verdächtigten Anschwärzer in Misskredit, denn so etwas tut man nicht, das wissen wir seit Kindertagen: Petzen gilt als hinterrücks und feige und verdächtig ist nun ‚mal verdächtig.

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