Nach bestem Wissen und Gewissen

Ist als Backpfeifengesicht natürlich auch bestens geeignet: Schlie

Schröders Ärger (siehe gestrigen Artikel) war verständlich. Der Francke’sche Anwurf war nicht nur unappetitlich, sondern auch unverschämt. Wer öffentlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf den Innenminister einprügelt, weil der die Frechheit besitzt, die Notopfer zulasten aller Steuerzahler zugunsten verschwenderischer Bankrotteure mit Einsparzwängen zu kombinieren, gleichzeitig aber nicht auf einen einzigen Cent der üppigen Aufwandsentschädigungen verzichten möchte, hat politisch zu weit abgewirtschaftet, um noch Moral- oder sonstige Predigten zu halten. Wie pflegt der Bürgervorsteher zu sagen: Danke, Frau Francke? Ja, genau, vielen Dank, aber bitte nehmen Sie wieder Platz! Man kann es wirklich nicht mehr hören. Außer Ihnen selbst und Ihren schwarzen Kungelbrüdern glaubt der Kamarilla der Kassierer in dieser Frage kein Mensch mehr. Aber müssen wir Mitleid mit Schröder und der FWS haben?

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Grundsätzlich keine Sorgen

Die aktuelle Ausgabe des Gelben Blattes

Die einzig verbliebene kritische Stimme im kommunalen Blätterwald gehört Susanne Nowacki. Dabei ist es ein Treppenwitz, dass die freie Journalistin vorwiegend im Gelben Blatt, also im Schwarzenbeker Anzeiger zu lesen ist, einem Werbeblättchen, welches nicht einmal dem Presserecht unterliegt (korrigiert dank eines Hinweises eines aufmerksamen Lesers. Danke, Herr Kuehn!). Und doch findet man dort noch die informativsten Berichte, es sei denn, Politik oder Verwaltung hätten gerade ihrem Herold eine Exklusivinformation gesteckt. Denn darüber müssen wir uns im Klaren sein, dass die Bergedorfer Zeitung den Anspruch aufgegeben hat, eine unabhängige, distanzierte oder gar kritische Stimme zu sein. Da helfen auch die angeblichen Mahnungen des Redakteurs Huhndorf an die Stadtverordneten nicht. Die wirken eher wie eine Feige in einem Blatt, welches sich wie zum aktuellen Beispiel in Sachen Kiefaber instrumentalisieren lässt. Die angebliche Kündigung des Investors wurde genutzt, um die Kirche auf Kurs zu bringen und nun steht „von Schwierigkeiten mit der Bank“ in diesem Brief, der nun auch zur Mail mutierte, gar nichts drin, „widerspricht Bürgermeister Ruppert anderslautenden Gerüchten“. So steht es im gestrigen Schwarzenbeker Anzeiger zu lesen.

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Wie definiert man Durchwursteln?

Nach "Der König von St. Pauli" nun "Der Kaiser von China"?

Dem Gelben Blatt wäre in seiner Kritik am Fragesteller Borchelt vorbehaltlos zuzustimmen, wenn die Vorgänge um die Gründung der Schwarzenbek Marketing GmbH ansonsten unverdächtig wären. Wenn Herr Ruppert die Stadtvertretung im Vorwege darüber informiert hätte,

  • um was für eine Firma es sich handelt,
  • warum es vorteilhaft ist, die Aufgaben auszugliedern,
  • welche Vollmachten der Geschäftsführer haben soll und warum,
  • welche Chancen und welche Risiken bestehen.

Wenn man nach so einer Information lediglich einen Formfehler begangen hätte, dann wäre die Kritik tatsächlich unangemessen, vielleicht sogar beleidigend und anmaßend, ganz sicher pharisäerhaft. Wie die Dinge aber liegen, verhält man sich eher so, wie Dieter Wedel sich die organisierte Kriminalität vorstellt.

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Schwarzenbek 21 – Bürger 1. und 2. Klasse

Schwarzenbek 21?

Vor gut 14 Tagen erschien dieser Artikel in den Lübecker Nachrichten und beschäftigte sich durchaus wohlwollend mit dem Protest des Schwarzenbeker Bürgervereins gegen die Lärmbelästigung durch die Bahn bzw. den nicht ausreichenden Lärmschutz. Die Redakteurin zog eine Parallele zu den immerhin seit über 70 Wochen anhaltenden Protest der Stuttgarter Bevölkerung gegen die Versenkung ihres Hauptbahnhofes. „Überall im Kreis“, so führt Frau Geercken aus, „stehen Bürger auf, nehmen Beschlüsse ihrer Stadt und Beeinträchtigungen ihrer Wohnverhältnisse nicht mehr widerspruchslos hin“. Und es ist ja wahr. Es scheint tatsächlich so, als nähme der „Druck der Straße“ (Helmut Kohl) zu und daran sind nicht zuletzt die neuen Medien nicht schuldlos. Es ist heute etwas schwerer geworden, Doktorarbeiten zu fälschen oder Firmen mit öffentlichen Geldern ohne die erforderlichen Beschlüsse zu gründen. Noch scheint es mir allerdings so, als reichten die Proteste alleine eben nicht aus, solange nicht auch die konventionellen Medien darüber berichten. Und die gehen doch sehr selektiv mit den Bürgerprotesten um. Auch dabei scheint es einen Igitt-Faktor zu geben, so wie wir ihn letztens aus der FDP bezüglich des Außenministerdarstellers erlebten.

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Stille Post

Sehen Sie, Herr Ruppert? Der glaubt mir einfach nicht!

Was immer Sie die Stadt schon fragen wollten, aber nie zu fragen wagten bzw. längst aus Frust zu fragen aufgegeben haben, fragen Sie bitte diesen Blog! Denn es ist fürwahr erstaunlich: Was mündliche oder schriftliche Fragen braver Bürgerinnen und Bürger an die Verwaltung und Selbstverwaltung nicht fertig bringen, erreichen die Schmutzkampagnen des querulatorischen Schwarzsehblogs inzwischen mit unheimlicher Regelmäßigkeit. Kaum sudelt der Blogbetreiber und schwadroniert in überbordender Paranoia über die mafiösen Strukturen, geheimen Absprachen und ungesetzlichen Missetaten der soliden und dem Wohle der Stadt verpflichteten stillen Helden der Schwarzenbeker Infrastruktur, lesen nicht nur die Verwalter und Politike, sondern auch die Journalisten mit. Dann wird verlässlich in der nächst erreichbaren Ausgabe des täglichen Bergedorfer Pressedienstes für kommunale Selbstdarstellung und/oder des wöchentlichen Gelben Herolds ein ebenso schöner, wie wahrhaftiger Bericht lanciert, der wie zufällig besonderes Augenmerk auf die wichtigsten Kritikpunkte legt. Nachdem in den vergangenen Tagen die schmutzige Wäsche des  Blogs sogar in die Lübecker Nachrichten geschleudert wurde, erscheint nun heute im Dienstbaren Blatt ein Persilschein für  die Stadtmarketing GmbH.

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