Harndrang und Erfolgsdruck

Viele Verantwortliche bedeutet letztlich kein Verantwortlicher

Am nächsten Morgen hoffe sie bereits ein Schreiben vorzufinden, zeigte sich die Bürgermeisterin in der Einwohnerversammlung vom vorvergangenenen Donnerstag zuversichtlich, was die Lösung der Frage des Fahrkartenverkaufs am Bahnhof angeht. Die Situation sei schwierig, weil so viele Stellen innerhalb des Deutsche-Bahn-Konzerns zustimmen müssten. Nachdem sie aber „sofort die Bahn angerufen“ habe, als sie hörte, der Verkauf sei eingestellt worden, sollte diese „unzufriedenstellende“ Situation doch bald behoben sein. Wer nun am vergangenen Donnerstag die Homestory des Hofberichterstatters Huhndorf las, stolperte über die exakt gleiche Formulierung „wegen der unterschiedlichen Besitzverhältnisse innerhalb des Konzerns“ und wurde erneut von der Bürgermeisterin auf den nächsten Freitag vertröstet. Dann habe sie angeblich „ein Gespräch mit allen Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG für den Bahnhof“.

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Als wäre man dabei gewesen

„Die Firmen sind beauftragt, zum Jahresende soll alles fertig sein.

In der Bergedorfer Zeitung findet sich heute ein Artikel von Stefan Huhndorf, in dem diese „Verkündung“ des Vorsitzenden des Haupt- und Planungsausschusses Hans-Joachim Delfs in einer Weise zitiert wird, als wäre der berichtende Stefan Huhndorf bei der Sitzung anwesend gewesen. Das war er nicht. Vermutlich hat Huhndorf also vor- oder hinterher mit Delfs gesprochen. Im Ausschuss klang Herr Delfs nämlich anders (nachdem er zunächst vergeblich Herrn Hinzmann animieren wollte, diese Mitteilung zu verkünden):

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Muss der Pleitegeier zwingend ein Banause sein?

Richtet sich der Ausschussvorsitzende zu sehr nach der Verwaltung?

Als hätte der eine vom anderen abgeschrieben, titelte erst Marc von Kopylow in den Lübecker Nachrichten mit „Schwarzenbek feiert Jübiläum mit Wasser und Brot“ und legte Stefan Huhndorf später in der Bergedorfer Zeitung mit „Schlichtes Fest mit Wasser und Brot“ entsprechend nach. Beide beziehen sich auf den Tagesordnungspunkt 11 des Sozial- und Kulturausschusses vom 23. August 2011. Dort war eine festliche Begehung in diesem Rahmen vorgesehen, wobei sich schnell herausstellte, dass die Einladung der verschwisterten Bürgermeister noch gar nicht erfolgt war und dieser Posten problemlos von der Liste genommen werden konnte, auch wenn der Ausschussvorsitzende Heitmann in der ihm eigenen bescheidenen Art zu Beginn der Debatte den Bürgermeister fragte, ob man denn noch etwas ändern könne. „Sie sind der Souverän!“, wollte man ihm ohnehin mehrfach während dieser Sitzung zurufen. Aber leider mangelt es zu vielen örtlichen PolitikerInnen an Selbstbewusstsein gegenüber der offenbar noch immer als Obrigkeit empfundenen Verwaltung. Leider kompensieren das einige mit Geringschätzung der parteilosen BürgerInnen, wobei damit aber ausdrücklich nicht Herr Heitmann gemeint ist.

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Semipermeable Membran

Kritisierte Kostenverschleierung, stimmte aber dafür...

Die Teilnehmer des Hauptausschusses vom vergangenen Dienstag erschöpften sich zwar ein wenig bei dem Thema Brüggemannsche Koppel, der Ausschuss selbst jedoch nicht. Selbstverständlich gab es noch weitere Tagesordnungspunkte, aber die fleißigen Schreiberlein müssen sich halt jedes Mal entscheiden, was von Interesse ist und was eher nicht. Die Älteren unter den Lesern werden sich mit Grauen an die blackbekblog’schen Berichte kompletter Stadtverordnetenversammlungen erinnern. Das Lesen von Telefonbüchern dürfte spannender sein. Was soll man also groß schreiben davon, dass die Maßnahme einer neuen KiTa in Schwarzenbek im Förderungs-Ranking auf Platz 9 der Landesmittel- und Platz 11 der Kreismittellliste eingestuft wurde und der Landrat am 01.06. zugesagt hat, über eine Ausnahme vom Kreditaufnahmeverbot nachzudenken und in Kürze zu entscheiden? Oder dass einstimmig beschlossen wurde, der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) beizutreten? Ist es mehr als einen Satz wert, dass bei Letzterem der pseudogrüne Schirmacher zwar anmahnte, dass darin doch mehr Kosten verborgen wären, als die im Beschluss genannten 700 bzw. 950€ jährlich, aber dann doch dafür stimmte, obwohl das bestätigt wurde, die Höhe der Kosten aber unbekannt blieb?

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Seine Gnaden Frank von Swarte Beke

Le Schwarzenbek, c'est moi!

Wieviel grünen Tee muss man trinken, um in einen Höhenrausch zu geraten? Anders als mit Drogeneinfluss lässt sich das ungeheuerliche Benehmen des grün angestrichenen Verwaltungschefs von Schwarzenbek nicht mehr erklären. Vielleicht ist er aber auch vor Schmerzen wahnsinnig geworden, denn der tägliche Anblick des von ihm angerichteten Schulden-Grand-Canyons kann auch die stärksten Gemüter erzittern lassen. Allerdings war ja aber auch nicht zu erwarten, dass der überhebliche Bürgermeister seine Art des Umganges mit den gewählten Repräsentanten der Schwarzenbeker Einwohner verändern würde. Großkotz, Hochmut und Heimlichtuerei haben uns schließlich auch in den Abgrund geführt. Wie konnte man erwarten, dass der Louie von der schwarzen Beke trotz aller anderslautenden Lippenbekenntnisse tatsächlich etwas Demut gelernt hätte?

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Torloses Unentschieden

Das soll Fußball sein?

Ich gebe zu, es ist bisweilen schwer, in Schwarzenbek am Ball zu bleiben. Mitunter (ja, es gibt auch noch andere Worte für ‚zwischenzeitlich’) wechselt die Spielrichtung, dann spielen Auswechselspieler ein völlig anderes System oder es werden während des Spieles die Regeln geändert. Aber eines ist auch beim herzogtümlichen Absteiger nicht anders: Eine Vorlage sollte in ein Tor verwandelt werden. Stefan Huhndorf, einer der Sportfreunde von der Lauenburgischen Landeszeitung, hatte jetzt sogar einen Elfmeter vor den Füßen bzw. den schreibenden Händen – und vergab kläglich.

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Kleiner Mann – ganz doof

Endlich war mal wieder etwas zum Lachen in der Zeitung! Die „kleinen Parteien“ in der Schwarzenbeker Wackeldackelversammlung haben sich zusammengetan, um endlich etwas Großes zu bewirken. Nun will man „mehr Einfluss im Parlament“ bekommen! Und daher haben Eberhardt Schröder, Helmut Stolze und Matthias Schirmacher sich zusammengerauft und stellen eine waghalsige, eine verblüffende, eine geradezu revolutionäre Forderung, über die man in Schwarzenbek bestimmt noch lange lachen würde, wenn es nicht so abgrundtief traurig wäre:

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