Schwarzenberg Baker, oder wie der Chinese sagt 施瓦岑贝克

Die einzige Städtepartnerschaft in ganz Deutschland ohne entsprechenden politischen Beschluss?

„Nicht kaputt reden lassen“ möchte sich der Bürgermeister, laut dem Artikel in den Lübecker Nachrichten über den kuriosen SPD-Stammtisch, unter anderem die vermeintliche Tatsache, dass Schwarzenbek die erste Stadt in Deutschland mit einer chinesischen Städtepartnerschaft sei. Na ja, den Artikel hat Silke Geercken geschrieben und insofern muss man sich nicht wundern, dass das unkommentiert wiedergegeben wird. Wobei ich den Bürgermeister in Schutz nehmen will: Die erste Stadt in Deutschland hat er sicher nicht gemeint, sondern sich sehr wahrscheinlich mit Schleswig-Holstein zufriedengegeben. Aber richtiger wird es dadurch natürlich nicht, denn tatsächlich hat Schwarzenbek keine Städtepartnerschaft mit Haimen und es wird nun Zeit, das endlich auch offiziell anzuerkennen und dem dummen Spuk ein Ende zu bereiten.

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Beschlossen und nur noch zu verkünden?

Der deutschsprachigen Ausgabe des Schwarzenberg Cen Baker Daily ist zu entnehmen, dass der Große Vorsitzende Ruppert heute „der Presse die Ergebnisse dieser Reise“ mitteilen möchte. Das wird besonders den mitgenommenen Pressesprecher Embedded Jorgensen freuen, endlich erfahren zu dürfen, worum es überhaupt ging.  Sollten an diesem Termin zufällig auch Pressevertreter teilnehmen, könnten diese ganz abseits von moraltheoretischen Exkursen und wirtschaftlichen Visionen zur Abwechslung auch einmal die politischen Begleitumstände beleuchten: Mehr von diesem Beitrag lesen

In 施瓦岑贝克 wird ab sofort zivilisiert gekillt?

Statt barbarisch wie dereinst bei uns...

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, wenn heute die Tochter des Ratzebürgermeisters in der Bergedorfer Zeitung zitiert wird, dass sie sich „alles nicht so groß und nicht so zivilisiert vorgestellt“ hatte. Nun mag man einer 16-jährigen die Naivität verzeihen, aber wie steht es mit den erwachsenen Teilnehmern der China-Reise? Soll man auch denen die Bereitwilligkeit nachsehen, mit der man sich von der Größe und dem Glanz der Potemkinschen Dörfer hat blenden lassen? Wäre nicht wenigstens der Journalist aufgerufen gewesen, hinter die Fassaden zu schauen und aufzudecken, dass es in China alles andere als zivilisiert und demokratisch zugeht?

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Life On Mars

Vom Mars könnte der kleine Moritz Jürgensen nicht beeindruckter sein. So ungefähr alles in China hat gigantische Ausmaße und wie wir alle wissen, zählt auch nur die Größe. Ein wenig erstaunt bin ich, wenn ich heute wie zum Gegenbeweis meiner Statements nicht nur von tollen Reformen in China lese. So wurden nach Angaben eines Professors Hong Wang die Sozialsysteme renoviert und ein Arbeitsschutzgesetz erlassen, welches jedem Chinesen einen Mindestlohn von 1.000 Yuan zuweise. Die Wochenarbeitszeit sei auf 40 Stunden reduziert und eine gesetzliche Krankenversicherung eingeführt worden.

Moderne Pfefferkuchenhäuser

 

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Chinesisches Demokratieverständnis?

 

Auszug aus dem Gelben Blatt

Manchmal sind Randnotizen interessanter, als die Schlagzeilen. So lese ich zum Beispiel in des Bürgermeisters Verlautbarungen im aktuellen Gelben Blatt, dass Schwarzenbek, die „einzige Stadt in Schleswig-Holstein ist, die eine chinesische Partnerstadt“ hat. Hoppla, denke ich, wann ist das denn geschehen? Ich erinnere zwar dunkel (weil ungern), wie wir im vergangenen Jahr die chinesischen Schranzen in teuren Hotels außerhalb der Stadt unterbrachten und im Amtsrichterhaus unsere Unterwürfigkeit demonstrierten, aber mehr als eine Absichtserklärung war das nicht. In der Bergedorfer Zeitung vom 26.08.2010 fand ich allerdings eine Nachricht, wonach „während der Schleswig-Holstein-Woche im deutschen Expo-Pavillon nicht nur die Städtepartnerschaft mit Haimen offiziell besiegelt werden soll“.

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