„Lügen sollte man nicht!“

Konrad Freiberg, langjähriger ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, hat in den letzten Tagen und Wochen auch in Schwarzenbek von sich reden gemacht. Auf den von ihm initiierten Stammtischen der SPD hat er zuletzt vor 50 Zuhörern mit seiner Kritik an den unveränderten Aufwandsentschädigungen, der aus seiner Sicht mangelhaften Transparenz und dem Stillstand innerhalb des Ortsvereins die Partei- und Fraktionsspitze herausgefordert. Jetzt kam es zum Bruch. Die Ortsvereinsvorsitzende kündigte ihren vollständigen Rückzug an, während die Fraktionsspitze sich zwar abwartend, aber nicht minder distanziert zeigte. Die vor kaum einer Woche von Susanne Nowacki im Gelben Blatt geäußerte Erwartung, dass es einen spannenden Herbst für Schwarzenbek und die SPD geben könnte, hat sich schneller als gedacht bewahrheitet. Grund genug für den blackbekblog, sich mit Konrad Freiberg zu unterhalten. Lesen Sie heute den ersten Teil, in dem der Sozialdemokrat auch auf die jüngsten Vorwürfe eingeht.

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Zur Situation der SPD – Eine Pressemitteilung

Pressemitteilungen und Presseerklärungen sind seit jeher ein Instrument, um die eigene Position möglichst ungeprüft und unwidersprochen unter die Leute zu bringen. Nicht umsonst gehen die Medien für gewöhnlich sehr vorsichtig damit um und veröffentlichen diese meist nur in gekürzter und interpretierter, mindestens kommentierter Form. Kleinere Oppositionsparteien und erst recht die außerparlamentarische Opposition wissen davon ein Lied zu singen. Das soll hier aber beileibe keine Kritik an dieser Praxis sein. Einerseits ist kritische Distanz geboten, andererseits kann nicht jede Pressemitteilung Auftrag für umfangreiche Recherchen bedeuten. Wenn sich der blackbekblog heute dazu entschließt, eine Pressemitteilung vom späten Nachmittag im Wortlaut zu veröffentlichen, dann geschieht das aus zwei Gründen.

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Der heiße Herbst hat schon begonnen

Wer heute morgen die Bergedorfer Zeitung aufschlägt und sich bis zu den Niederungen der Schwarzenbeker Kommunalpolitik durchliest, findet dort einen „Scherbenberg“, vor dem die SPD ausweislich des Artikels eines Duzfreundes der SPD-Spitze steht. Die „Vorsitzende will nicht mehr“ untertitelt Stefan Huhndorf und es kann keinen Zweifel an den Motiven geben. „Da kommt einer“, wird der Bauausschussvorsitzende Nils Hilger gleich zu Beginn zitiert, „weiß alles besser und redet nicht mit den handelnden Politikern“. Gemeint ist der Ur-Sozialdemokrat Konrad Freiberg, der seit einiger Zeit seinen Ruhestand in Schwarzenbek verbringt und offenbar langen Anlauf nahm, um am politischen Geschehen im Ortsverein der SPD teilzuhaben. Solches entwickelte sich wohl schwerer als gedacht, denn anscheinend wollte man nicht ihm reden. Aus Kreisen der SPD ist zu hören, dass sich der Ortsverein ohnehin seit fast zwei Jahren nicht versammelte, sieht man einmal von einem PR-Abend anlässlich der letzten Landtagswahl ab. Insofern sollte man das Hilger-Zitat vielleicht etwas modifizieren: „Da sind drei, wissen alles besser und reden nicht mit den anderen GenossInnen“.

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Parole Stammtisch?

Seit Jahren mehren sich die Klagen über das hoheitliche Gehabe der Verwaltung und die Wagenburgmentalität der Selbstverwaltung in Schwarzenbek. Kaum gewählt, scheint man jede Versprechung des Wahlkampfes in den Wind zu schlagen, entscheidet nur noch in Hinterzimmern und ignoriert den Wählerwillen ebenso konsequent wie beharrlich. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich die Zähne daran ausgebissen und nicht selten wurden Mitbürger auch noch verhöhnt und diskriminiert, um deren allfällige Kritik zu diskreditieren. Und das mit Erfolg. Auch die ansässige Presse übernimmt in aller Regel ungeprüft die Verlautbarungen der herrschenden Parteien und des Bürgermeisters und unterschlägt ebenso regelmäßig die Kritik. Von eigener Recherche und kritischer Nachfrage scheint man eher weniger zu halten und es ist ein trauriger Aspekt der Schwarzenbeker Presselandschaft, dass ausgerechnet das Anzeigenblättchen am verlässlichsten berichtet und die erforderliche Distanz wahrt. Das war beileibe nicht immer so und liegt selbstverständlich in der Person der Berichtenden begründet.

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Ende der Schonfrist

Der Adhoc-Publikumserfolg des Stammtisches dürfte nicht zuletzt in der Prominenz seines Veranstalters begründet liegen.

Schon in der nächsten Sitzung“, schreibt Stefan Huhndorf am Donnerstag in seiner den beiden großen Fraktionen durchaus zugeneigten Postille am vergangenen Donnerstag, „will (..) Helge Harms ein Konzept vorlegen, wie bei den Sitzungsgeldern gekürzt werden könnte“. Solches tat er offenbar auf dem von Konrad Freiberg initiierten SPD-Stammtisch kund und dieses „schon“ überrascht schon, denn erst im nachfolgenden Satz schiene es berechtigt: „Das Papier hat er schon vor einiger Zeit ausgearbeitet“.  Ja, hat er wohl schon (man kennt es ja noch nicht, also darf man da schon noch Zweifel haben), aber auch dieses „schon“ ist eigentlich fehl am Platz, denn auf solches Konzept warten wir alle schon sehr lange. Wir wollen uns trotz des medialen – und nicht unberechtigten – Glanzes des wie Phönix aus der sozialdemokratischen Asche aufsteigenden Freiberg nicht nur vor Augen halten, dass eine Schwalbe nicht schon einen Sommer macht, sondern auch, dass die FDP und in ihrem Gefolge dann auch die FWS schon sehr viel länger fordern, dass die Verschonung der Diäten vor dem (all-)gemeinen Rotstift endlich ein Ende haben muss. Es war die rotschwarze Koalition, die dem beharrlich einen Riegel vorsetzte und die nicht nachstehende grüne Geldgeilheit macht die Gouache in Schwarzenbek schon seit deren Fraktionskaperung komplett.

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Ist die SPD Schwarzenbek käuflich?

Was böse Zungen schon lange lästerten, wurde jetzt zur traurigen Gewissheit: Die Sozialdemokratie in Schwarzenbek bietet sich zum Verkauf an. Viele hatten sich bereits gewundert, wie es überhaupt angehen kann, dass man trotz des Aufstiegs zur stärksten Fraktion den verschwenderischen Steuermann Delfs noch immer am Ruder lassen wollte. Wie es der politische Pleitier allerdings vermochte, den  Kaufpreis aufzubringen, bleibt ein Rätsel. Vermutlich waren die Genossen sehr billig zu bekommen. Vielleicht hat man aber auch nur die oberen Zehntausend erworben, im Falle der städtischen Sozis sind das drei. Das erklärte auch, warum der den Machterhalt einleitende Antrag persönlich eingebracht wurde und nicht von der Fraktion.

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