„Wir werden immer respektierter“

Nachdem ich selbst von meinem erklärten Fan Nr. 1 als Kinderhasser geoutet wurde, muss ich mich wohl in Zukunft ein wenig zurückhalten, was die Berichterstattung über den Schwarzenbeker Kinder- und Jugendbeirat (SKJB) angeht. Ob nun etwa deswegen am 19.04. die terminliche Überschneidung mit dem Bauausschuss geschah, damit ich nicht auftauche, wage ich dennoch zu bezweifeln. Außerdem war es mir vergönnt, wenigstens eine Stunde beim SKJB zu sein und in dieser kurzen Zeit haben die Jugendlichen und Jungerwachsenen nicht nur eine Menge Programm abgespult, sondern mich auch das eine oder andere Mal beeindruckt, Gott sei Dank nicht nur positiv. Der SKJB müsste sich ernsthaft fragen, ob er alles richtig machen kann, wenn die Erwachsenen ihn ausschließlich lobten.

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„Vielleicht muss ich den Innenminister verklagen“

Der Vorsitzende des SKJB: Melf Johannsen

Am 21. April fand auf dem Schwarzenbeker Ritter-Wulff-Platz neben dem obligatorischen Wochenmarkt und dem unvermeidlichen Wahlkampf eine landesweite Aktion der Jugendförderung des Kreises statt. Unter der Überschrift „Platz da!“ sollten Jugendliche sich und ihrem Anliegen nach Teilhabe Aufmerksamkeit verschaffen. Bei dieser Gelegenheit führte der Vorsitzende des Schwarzenbeker Kinder- und Jugendbeirat ein Interview mit dem Bürgermeister. Melf Johannsen überzeugte dabei mit kurzen, prägnanten Fragen und scheute auch vor unangenehmen Themen nicht zurück. Der sichtlich gut gelaunte Bürgermeister machte eine sportliche Figur und zeigte sich aufgeräumt und auskunftsfreudig, auch hinsichtlich der heute anstehenden Landtagswahl. Ein Grund mehr, das Interview in voller Länge zu veröffentlichen. Dabei möge man aber beachten, dass es sich nicht um eine autorisierte Veröffentlichung handelt, das heißt dem deutlich geringeren Anspruch an das gesprochene vor dem geschriebenen Wort ist Rechnung zu tragen. Allerdings kannte der Bürgermeister die Fragen und daher ist die unautorisierte Wiedergabe sicher vertretbar.

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Katzenjammer Kids

Hans und Fritz, die "Katzenjammer Kids"

Der Freude über den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, den Jugendtreff sofort umziehen zu lassen, folgte in der gestrigen Sitzung des Schwarzenbeker Kinder- und Jugendbeirates unter Leitung von Femke Johannsen schon bald ein ernüchternder Kater. Der Stadtjugendpfleger Norbert Lütjens eröffnete den desillusionierten „Kids“, dass der auf 250.000€ gedeckelte Etat mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal für alle gewünschten und  erforderlichen baulichen Veränderungen ausreichen werde. Auch der als Besucher anwesende Finanzausschussvorsitzende Helge Harms (SPD) konnte den Jugendlichen keinerlei Hoffnungen auf weitere Gelder machen. Er sehe „keinen Hoffnungsstreifen“, sei vielmehr „froh, wenn der Bürgermeister die 250.000€ zusammen bekommt“, aber auch daran machte er vorsorglich ein Fragezeichen.

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Jugend forsch

Vier nette junge Menschen vom SKJB stellten sich am 23. August  2011 in der Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses vor und wurden natürlich mit höflichem Applaus bedacht. Wenn sie nur früher gewusst hätten, dass sie sich mit ein paar Worten vorstellen sollten, wären sie auch vollzählig aufgetreten. Dass sie es nicht wussten, zeigt für meine Begriffe auch bereits, dass man in der Öffentlichkeit zwar tunlichst freundlich tut, ansonsten aber gut und gerne auf dieses Gremium verzichten könnte. Die Kraft, zur Not auch öffentlich zu unpopulären Maßnahmen und Entscheidungen zu stehen, spreche ich den politischen Gruppierungen dieser Stadt aber ohnehin ab.

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4. Akt: Das Oberste Wesen

[Finale der Farce über die HAPL-Männer]

Alle sind so dumm und ich bin der Chef

Herr Delfs war aber noch weiter gefordert. Denn Heyer-Borchelt meldete sich noch einmal zu Wort und bestätigte zur 3. Delfschen Nichtalternative, das sehe sie natürlich genau so. Aber „wenn wir Beratungsbedarf haben“ und es doch allen angeblich vorrangig um die Jugendlichen gehe, „dann können wir doch eine weitere Stadtverordnetenversammlung einberufen und die unter einer Stunde halten, so dass keine Sitzungsgelder fällig werden. Man muss doch Prioritäten setzen!“ Was nun, Herr Delfs? Na, den alten Fuchs sollte man nicht unterschätzen: „Selbstverständlich könnten wir vertagen“, entgegnete der und lieferte sofort einen weiteren Beweis schamloser Rabulistik und Polemik, indem er warnte: „Es wäre aber doch fatal, wenn in einer solch wichtigen Frage eine Zufallsmehrheit entstünde, die keiner wolle.“ Man bedenke doch bitte, dass sich die Stadtverordneten auf den Sitzungsplan eingestellt und ihre Termine danach geplant hätten. Putzig ist nur, dass die reichlich spontane Anberaumung einer Sonderversammlung am 28.09.2011 zur Feierstunde der sich zum 50. Mal jährenden Europapreisverleihung unbeanstandet blieb. Noch putziger, dass er sich nicht vorstellen kann, dass man fair miteinander umgeht, obwohl er angeblich unterstellt, dass „keiner“ eine Zufallsmehrheit wolle. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Vorbeirat

Logo des Schwarzenbeker Kinder- und Jugendbeirats

Nach § 47 f der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein sind Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise zu beteiligen. Auch wenn ein Verstoß gegen diese Regelung – man ist versucht zu sagen: wie üblich – keinerlei rechtliche Konsequenzen hat, so kann es natürlich lästig werden, wenn einem z.B. ständig die Kommunalaufsicht ermahnte oder gar – Gott behüte! – in der Presse zu lesen wäre, man kümmerte sich nicht anständig um die lieben Kleinen, die Heranwachsenden, unsere Zukunft! Alten, Ausländern, Asozialen, allen dürfen sie vor den Koffer machen, aber wehe, sie vergreifen sich an Tieren und/oder Kindern! Was also tun, wenn ich jemanden beteiligen muss, den ich eigentlich gar nicht beteiligen will? Denn seien wir ehrlich: Wenn es irgend ginge, würden diejenigen, die einmal in die Stadtvertretung gewählt wurden, die Wahlen danach am liebsten abschaffen. Demokratie ist ungeheuer angesagt, wenn und solange man nicht an den Schalthebeln sitzt, danach ist sie einfach nur lästig!.

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