Soap Opera: „Wie blöde muss man sein“

Die neue Erfolgs-Soap aus Schwarzenbek?

Nachdem sich zum Nachtragshaushalt selbst so recht niemand mehr äußern wollte, leitete der „sichtlich überforderte“ (Lübecker Nachrichten) Versammlungsleiter zu den Anträgen über, die man leider nirgendwo vorher nachlesen konnte und die daher an und für sich allesamt Dringlichkeitsanträge waren, über deren Zulassung man überhaupt erst einmal hätte abstimmen lassen müssen. Vermutlich ist die Geschäftsordnung aber nur ein Muster ohne Wert, denn eigentlich müssen Anträge 15 Tage vor der Sitzung eingereicht oder mit Zweidrittelmehrheit als Dringlichkeitsanträge zugelassen werden. Wenn ich das richtig sehe, war aber nicht einmal der Nachtragshaushalt 15 Tage vor der Sitzung verfügbar, denn die entsprechende Finanzausschusssitzung erfolgte überhaupt erst 13 Tage vorher. Die Niederschrift dieser Ausschusssitzung ist bis heute nicht verfügbar. Kann es also sein, dass schon wieder einmal eine Abstimmung über den Haushalt gar nicht rechtskräftig geworden ist? „Herr Haack, übernehmen Sie“, wird später einmal die Soap-Opera heißen, die über die regelmäßigen Schwarzenbeker Lachnummern gedreht werden wird. He, ist das nicht überhaupt eine Idee? Sollen wir den Blog mal als Drehbuch den Fernsehsendern anbieten? Ich meine, für andere könnte das doch lustig sein, denn deren Geld ist es ja nicht und Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

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Der Puppenspieler

Das geplante Moldenhauer-Mahnmal im Stadtpark?

Selbstverständlich war Meister Gepetto anwesend, als seine Lieblingspuppe den Spielkameraden zum letzten Mal eine lange Nase drehen durfte. Wer weiß schon, ob nicht auch ihm selbst am kommenden Dienstag der letzte Auftritt als Hauptausschussvorsitzender bevorsteht, denn mit etwas Glück wird die FWS den Ausschuss übernehmen und dann wird zwischen den Buddies Delfs und Moldenhauer zu entscheiden sein, wer von beiden künftig den Finanzausschuss leiten wird. Allerdings spielt es wohl kaum eine Rolle, denn wie ich gestern beobachten durfte, ist der scheidende Vorsitzende auch im Ausschuss lediglich ungezogen, uninformiert und polternd und bei Bedarf gibt Herr Delfs aus dem Zuschauerbereich entsprechende Regieanweisungen. Nach dem ca. 70-minütigen Trauerspiel des öffentlichen Teils des Finanzausschusses vom gestrigen 5. Mai konnte ich jedenfalls nur noch mit dem Kopf schütteln, was Herrn Moldenhauer lediglich zu dem unpassenden Kommentar veranlasste, dass „dort hinten schon wieder jemand mit dem Kopf schüttelt und alles besser weiß“. Auf die Unverschämtheit angesprochen hatte er allerdings nicht einmal den Mumm, dazu auch zu stehen. Da säßen ja noch mehrere, er habe mich gar nicht gemeint, ich müsse mich nicht immer angesprochen fühlen. Wen er gemeint hatte und warum er glaubte, trotz seines Skandalhaushaltes noch immer auftrumpfen zu dürfen, muss ebenso offen bleiben, wie die Frage, wer mit mit dem gemurmelten ‚Arschloch‘ gemeint war, welches am Besuchertisch abschließend zu hören war.

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