Ein ergebnisorientierter Beamter weniger

Hans-Jürgen Stribrny verlässt nach fast 37 Jahren das Schwarzenbeker Rathaus

Hans-Jürgen Stribrny verlässt nach fast 37 Jahren das Schwarzenbeker Rathaus

Über 36 Jahre hat Hans-Jürgen Stribrny als Verwaltungsangestellter die Schwarzenbeker Geschicke begleitet und bisweilen nicht unwesentlich gestaltet. Hauptsächlich als Leiter des Ordnungsamtes war er jedoch auch in vielen anderen Bereichen tätig, als guter Beamter eben an der Stelle, an der man ihn einsetzte. Nun geht er in Pension und die Bergedorfer Zeitung widmet ihm einen langen Artikel und würdigt auf diese Art sicher angemessen seine Tätigkeit. Doch es wäre nicht die Bergedorfer Zeitung, wenn sich darin nicht auch ein Fitzelchen sachfremde Politikmache versteckte, und es wäre nicht der blackbekblog, wenn er es nicht aufspießte. In Sachen Holzhaus Nordost, bekanntlich eine Einrichtung der Stadtjugendpflege Schwarzenbek in der Cesenaticostraße, erlebte Stribrny seinen „beruflichen Tiefpunkt“, als es „heftige Kritik aus den Reihen der Politik“ gegeben habe. Ersteres ein Zitat von Stribrny, letzteres eine Wertung der Zeitung.

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Ein(e) Rose für die SPD

Heinz-Werner Rose wechselt von der FWS zur SPD

Heinz-Werner Rose wechselt von der FWS zur SPD

Die Selbstzerstörung der FWS hatte sich bereits angekündigt und ist auch hier im blackbekblog im Zuge der Bürgermeisterwahl angesprochen worden. Am 24. Februar hatte deren ehemaliger Vorsitzender Heinz-Werner Rose noch eine vielbeachtete, hervorragend besuchte und weithin gelobte Veranstaltung mit den vier Kandidaten in der Alten Meierei organisiert. Jedoch war er dort bereits von seinen eigenen Leuten desavouiert worden. Die FWS hatte sich zuvor darauf verständigt, erst am 28. Februar intern abzustimmen und dann gegebenenfalls auf eine/n Kandidaten/in festzulegen. Für die Veranstaltung selbst hatte man sich strikte Neutralität auf die Fahnen geschrieben, die dann jedoch von Einzelnen am Vorstandstisch demonstrativ durch auffälligen Applaus und entsprechende Interviews in der Presse konterkariert wurde. Hierbei fielen besonders die später auch im Wahlkampfteam prominent mitarbeitenden Jörn Kranacher und Margrit Jennrich auf. Nach der Sitzung vom 28.02. legte Rose fast zwangsläufig alle Ämter nieder. Die FWS hatte zuvor mit deutlichem Ergebnis dafür votiert, sich eben nicht festlegen zu wollen, was dann offenbar von einigen Mitgliedern insbesondere dem Vorsitzenden zur Last gelegt wurde.

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Die Mutter der Hilflosigkeit

Oh weia, das habe ich alles geschrieben?

Oh weia, das soll ich alles versprochen haben?

Kaum einen Tag ist sie gewählt und schon offenbart sich nicht nur das ganze Wahlkampfgetöse als heiße Luft, sondern zeigt sich auch das tiefe Missverständnis der neuen Bürgermeisterkämmerin vom Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung. Dem falschen Eindruck, den Sie bei den Wählerinnen erzeugte, als bestimme die Bürgermeisterin quasi die Richtlinien wie die Kanzlerin es für das Kabinett tut, unterliegt sie offenbar selbst. „Auf Kurs“ wolle sie die Politik bringen, führt die selbsternannte Süßwasserkapitänin im heutigen Interview der Bergedorfer Zeitung aus. Trotz ihrer gegenteiligen Angaben im Wahlkampf hat sie aber ganz offensichtlich nicht den blassesten Schimmer, welcher das sein könnte. Vielmehr zeigt sich ihre komplette Hilflosigkeit in ihrem sinnigerweise erst jetzt veröffentlichten Masterplan: Einen runden Tisch, die Mutter aller Hilflosigkeit, will sie einberufen und verkündet das als „Strategie“.

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40 Fakten…

41An der Mobilisierung wird es wohl gelegen haben. 2.322 Wählerinnen hatten Christian Carstensen am 25. Mai ihre Stimme gegeben und mit dieser Zahl hätte er gestern knapp gewonnen.. Ute Borchers-Seelig hatte im ersten Durchgang 2.056 Stimmen und damit fast 250 Stimmen weniger erhalten. Diese Zahl konnte sie jedoch zur Stichwahl fast komplett aufholen, während Carstensen Stimmen verloren gingen. Klar, die Wahlbeteiligung war deutlich geringer, fast 2.000 Bürgerinnen weniger sind zur Wahl gegangen. Und das müssen mehrheitlich Carstensen-Wähler gewesen sein, die dann offenbar die Wahl als bereits gelaufen angesehen haben. Was für ein Irrtum!

Kämmerin beerbt ihren Stellvertreter

Ubs, das muss ich jetzt auch mit Leben füllen?

Ubs, das muss ich jetzt auch mit Leben füllen?

Das war wohl, was man eine faustdicke Überraschung nennt. Ute Borchers-Seelig gewann zum nicht geringen Entsetzen der überwiegenden Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Schwarzenbek. Selbst die Mienen der angereisten, lokalen Politprominenz sprachen Bände. Damit hatte so recht niemand gerechnet, selbst die Kämmerin hatte das nicht wirklich erwartet, wie sie gegenüber der Presse einräumte. Ihre Masche der unabhängigen Kandidatin – in Wahrheit ist jetzt niemand von der Politik abhängiger als sie – die sich einer „Front“ (Bergedorfer Zeitung) aller Parteien und angeblichen Schlammschlacht derselben erwehren musste, hat ganz offensichtlich gezogen. Die Wahlhilfe von Amts wegen, als der amtierende Bürgermeister gut eine Woche vor der Stichwahl der Kämmerin auf einer Pressekonferenz erlaubte, sich mit vermeintlich großartigen Haushaltszahlen als Architektin der Konsolidierung zu präsentieren, dürfte ein Übriges getan haben.

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40 Fakten…

Endergebnis

40 Fakten…

39Die Finanzen bleiben „Chefsache“, verspricht die Kandidatin. Das kann man auf zwei Arten deuten:

  1. Sie waren auch bisher Chefsache, dann sind die von ihr reklamierten Erfolge in Wahrheit die ihres Stellvertreters (vulgo: Bürgermeister).
  2. Sie will Kämmerin bleiben, nur eben mit dem Dienstgrad und dem Gehalt und der späteren Pension einer Bürgermeisterin.