Fraglos viele Fragen

Die Öffentlichkeit sieht immer nur die Fassade

Im Bauausschuss sei das Konzept ja bereits vorgestellt worden, ließ sich der Stadtjugendpfleger gestern im Sozial- und Kulturausschuss bitten, noch einmal über den Umzug des Jugendtreffs zu berichten. Nun war der Tagesordnungspunkt dankenswerterweise vom nicht-öffentlichen in den öffentlichen Teil verschoben worden, die Öffentlichkeit blieb im Grunde aber weiter außen vor. Denn wenn auch den Stadtverordneten (und anderen bürgerlichen Mitgliedern?) die Pläne bekannt sein mögen, der Öffentlichkeit blieben sie verborgen. Die schließt man gekonnt eben auch aus, wenn man Tagesordnungspunkte ohne hinreichenden Grund erst einmal als nicht-öffentlich deklariert. Dann bleiben die Unterlagen auch geheim, wenn man anschließend so tut, als dürften die Steuerzahler auch einmal sehen, was sie finanzieren. Nun will man Herrn Lütjens ja gerne glauben, dass der Umzug keine Luxusveranstaltung sei und man sich keinen Palast baue, aber überzeugen würde man sich davon auch gerne. 250.000€ für verschiedene Durchbrüche im Erdgeschoss und einen Tanzboden in der 2. Etage klingen zunächst einmal üppig bemessen. Und wenn man bedenkt, dass weitere 100.000€ so gut wie sicher in das „Projekt“ fließen sollen, dann sind Zweifel angebracht, ob man hier mit den günstigsten Partnern arbeitet.

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