In 施瓦岑贝克 wird ab sofort zivilisiert gekillt?

Statt barbarisch wie dereinst bei uns...

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, wenn heute die Tochter des Ratzebürgermeisters in der Bergedorfer Zeitung zitiert wird, dass sie sich „alles nicht so groß und nicht so zivilisiert vorgestellt“ hatte. Nun mag man einer 16-jährigen die Naivität verzeihen, aber wie steht es mit den erwachsenen Teilnehmern der China-Reise? Soll man auch denen die Bereitwilligkeit nachsehen, mit der man sich von der Größe und dem Glanz der Potemkinschen Dörfer hat blenden lassen? Wäre nicht wenigstens der Journalist aufgerufen gewesen, hinter die Fassaden zu schauen und aufzudecken, dass es in China alles andere als zivilisiert und demokratisch zugeht?

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Lange Nasen in China

Hat nichts damit zu tun, sieht aber cool aus

Wenn Sie bislang nicht wussten, wohin mit den lästigen Menschenrechten, hat der Bürgermeister von Ratzeburg (Rainer Voss) jetzt eine prima Kopfschmerztablette für Sie: Ab damit in den Hinterkopf! Da habe er sie „stets“, versicherte der aufgeschlossene Humanist jetzt der Bergedorfer Zeitung und da sind sie wohl auch sicher untergebracht. Auch für den aufrechten Schwarzenbeker Wirtschaftsförderer Andreas Thiede hört spätestens bei diesem Thema die Freundschaft auf. „Bei offiziellen Terminen tabu“, habe er dafür „im privaten Kreis …  mit chinesischen Unternehmern sehr offen gesprochen“. Mehr von diesem Beitrag lesen

Stadtverordnung nur entbehrlicher Luxus: teuer und überflüssig

In letzter Zeit kann ich denken und schreiben, was ich will, es kommt immer noch toller. Gestern zitierte ich an dieser Stelle Reiner Buck, wonach Verwaltungen gerne auch mal Lokalredakteure zum Essen einladen. Heute lese ich in großer Aufmachung auf dem Titelblatt der Bergedorfer Zeitung, dass deren Herr Jürgensen mit zur Reisegruppe in den von ihm so genannten „Tigerstaat“ China gehört. Dessen „dynamische Wirtschaftsentwicklung“ sieht übrigens so aus, lieber Herr Jürgensen, dass es ca. 15 % der Bevölkerung leidlich passabel gehen dürfte. Die Reichen und Superreichen sind genauso häufig wie hier und der Rest ist arm bis bettelarm. Der Übergang vom Schwellen- zum Dtitte-Welt-Land ist dabei fließend, nur leider in die falsche Richtung. Schauen Sie sich gerne einmal das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen an! Mehr von diesem Beitrag lesen

Chinesisches Demokratieverständnis?

 

Auszug aus dem Gelben Blatt

Manchmal sind Randnotizen interessanter, als die Schlagzeilen. So lese ich zum Beispiel in des Bürgermeisters Verlautbarungen im aktuellen Gelben Blatt, dass Schwarzenbek, die „einzige Stadt in Schleswig-Holstein ist, die eine chinesische Partnerstadt“ hat. Hoppla, denke ich, wann ist das denn geschehen? Ich erinnere zwar dunkel (weil ungern), wie wir im vergangenen Jahr die chinesischen Schranzen in teuren Hotels außerhalb der Stadt unterbrachten und im Amtsrichterhaus unsere Unterwürfigkeit demonstrierten, aber mehr als eine Absichtserklärung war das nicht. In der Bergedorfer Zeitung vom 26.08.2010 fand ich allerdings eine Nachricht, wonach „während der Schleswig-Holstein-Woche im deutschen Expo-Pavillon nicht nur die Städtepartnerschaft mit Haimen offiziell besiegelt werden soll“.

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Wessen Freund wollen wir sein?

Der Hofbericht aus erster Hand

Spätestens seit Dienstag dieser Woche, als der Bürgermeister im Gelben Blatt erneut  von „unseren chinesischen Partnern“, ja, von unseren „Freunden“ schwafelte und sich bei allen bedankte, die beim Ar… ähm, Antichambrieren helfen, war ich fest entschlossen, mich am 26.11. nach fast einem Jahr Pause doch wieder in die Einwohnerfragestunde zu wagen. Zuletzt hatte mich der Bürgervorsteher im Dezember 2009 zum zweiten Mal in Folge mehrfach rüde unterbrochen und in einer Weise abgekanzelt, die eher an den Volksgerichtshof als an eine aufgeklärte Demokratie erinnerte, so dass ich mich diesem  Wüterich nicht mehr aussetzen wollte. Wenn aber nun auch noch die ganze politische Mischpoke unter Führung des angeblich weitblickenden Bürgermeisters vollkommen unkritisch von „unseren chinesischen Freunden“ faselt, dann will ich es doch riskieren und diesen Folterknechtsfreunden den Menschenrechtsreport von amnesty international unter die Nase reiben, wonach sich das Unrechtsregime Chinas durch folgende Freundlichkeiten auszeichnet: Mehr von diesem Beitrag lesen

Fernost in Nordost

Nachdem die Bergedorfer Zeitung die Online-Artikel hin und wieder nicht zum Kommentieren freigibt und Leserbriefe auch nur sehr selektiv abdruckt, antworte ich dem Lokalredakteur ersatzweise hier:

Wie wäre das: Einen Tag Recherche statt Paste & Copy aus Rupperts Pressemappe?

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