Verwalten, verwässern, vergessen

Teil 2

Ein wiederkehrender Tagesordnungspunkt im Haupt- und Planungsausschuss ist der Bericht der Bürgermeisterin über den Durchführungsstand von Beschlüssen. Hierbei ist von überragender Bedeutung, dass insbesondere die Ausschussmitglieder, aber natürlich auch alle Stadtverordneten, auf die Vollständigkeit dieser Berichte achten und auch selbst eine Art Wiedervorlage einrichten. Für die Außenstehenden ist es sehr schwer, den Überblick zu behalten. Wenn also die Bürgermeisterin, wie am vergangenen Dienstag geschehen, auf die Niederschriften der letzten Sitzungen und auf die darin befindlichen „drei und zwei Beschlüsse“ verweist und alsdann ausführt, hinsichtlich der Arbeiten am Rathaus befinde sich der Vorgang „in Bearbeitung“ und die Bebauungspläne 3 und 55 würden heute in der Sitzung behandelt, dann kann auch der unbefangenste Zuhörer zwei und drei zusammenzählen. Die mit den Niederschriften vertrauten BürgerInnen wissen von sechs Beschlüssen und einem bezüglich des Rathauses zurückgestellten Beschluss. Hierzu wurde die Verwaltung am 14.06. aufgefordert, zuvor eine Raumbedarfsanalyse vorzulegen. Daran wird also offenbar gearbeitet.

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