Engelchens Höllenfahrt

Eine Polemik von Rupert Talia

Wenn Sie keine Polemiken mögen, schon gar keine märchenhaft-alptraumartigen, dann sollten Sie jetzt vielleicht nicht weiterlesen. Aus meiner Sicht aber hat die derzeitige deutsche Regierung – mitsamt ihrer nur noch so genannten „Opposition“ – jeden Bogen über das Zerreißen hinaus überspannt. Die Ohnmacht, das nur mit ansehen zu können beziehungsweise sogar zu müssen, verschärft die eigene Sprache. Das ist sicher hilflose, dennoch aber durchaus notwendige Hygiene, da man am fortwährenden Hinunterschlucken des Zorns sonst schlicht zu ersticken droht. Also dann – auf zur Höllenfahrt:

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Anosognosie

Sicher ist der Titel für die allermeisten ein Zungenbrecher: A-noso-gnosie. Dabei steht er nur für „fehlende Krankheitseinsicht“. Der medizinische Begriff stammt aus dem Griechischen: A – nicht; nosos – Krankheit; gnosis – Erkennen. Das Nichterkennen-Können der eigenen Krankheit. Ein berühmter Patient war angeblich (laut F.A.Z.) Jacques Chirac. Aber vielleicht hat sich der Gerichtsgutachter auch geirrt, das soll gerade in solchen Fällen (Vorwurf des Nepotismus) immer mal wieder vorkommen. Und dass die Anosognosie inzwischen gar ein „medizinischer Modebegriff“ sei, dürfte wohl ausschließlich der blühenden Phantasie des FAZ-Feuilletonisten geschuldet sein, zumal dieser gleich ganz Frankreich unter den Verdacht der Erkrankung stellt.

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