Begossene Pudel

Der Schwarzenbeker Kinder- und Jugendbeirat veranstaltet drei Planspiele, geleitet von professionellen Moderatoren, in denen jeweils 30 Teilnehmer, aus logistischen Gründen nach Schularten getrennt, die Stadtpolitik in Schwarzenbek simulieren sollen und man kann für die Kids nur hoffen, dass „Spiel und Spaß“ bei einem solchen Experiment tatsächlich nicht zu kurz kommen. Wenn man sich nur die letzte Stadtverordnetenversammlung anschaut, will man den Jugendlichen nicht wünschen, das etwa nachspielen zu sollen. Aber natürlich muss man die bestehenden Strukturen ausloten, will man überhaupt verstehen, was dort aus welchem Grund und auf welche Art und Weise abläuft. Wollen nur hoffen, dass die Jugendlichen für sich nicht den Schluss ziehen, solchem Treiben auch künftig fortzubleiben. Der SKJB als Veranstalter der Planspiele erwartet natürlich das Gegenteil. Die Jugendlichen sollen an den Entscheidungsprozessen, die sie betreffen, auch beteiligt werden: „Dazu müssen sie nach unserem Verständnis dazu befähigt werden, wie Politik und Verwaltung in einer Kommune funktionieren“, erklären Maike Schäfer und Melf Johannsen vom SKJB.

Mehr von diesem Beitrag lesen

„Wir werden immer respektierter“

Nachdem ich selbst von meinem erklärten Fan Nr. 1 als Kinderhasser geoutet wurde, muss ich mich wohl in Zukunft ein wenig zurückhalten, was die Berichterstattung über den Schwarzenbeker Kinder- und Jugendbeirat (SKJB) angeht. Ob nun etwa deswegen am 19.04. die terminliche Überschneidung mit dem Bauausschuss geschah, damit ich nicht auftauche, wage ich dennoch zu bezweifeln. Außerdem war es mir vergönnt, wenigstens eine Stunde beim SKJB zu sein und in dieser kurzen Zeit haben die Jugendlichen und Jungerwachsenen nicht nur eine Menge Programm abgespult, sondern mich auch das eine oder andere Mal beeindruckt, Gott sei Dank nicht nur positiv. Der SKJB müsste sich ernsthaft fragen, ob er alles richtig machen kann, wenn die Erwachsenen ihn ausschließlich lobten.

Mehr von diesem Beitrag lesen