Mit Versagern zufrieden?

Halb voll oder halb leer?

Sie kennen das: Optimisten bezeichnen das Glas als halb voll, Pessimisten als halb leer. Ansichtssache, mag man meinen, doch empfand ich die Frage schon immer als viel zu kurz gesprungen. Die Betrachtung kann doch nur hinsichtlich der Entwicklung erfolgen: Wurde das Glas halb gefüllt oder halb geleert? Für solche halben Sachen ist der seit gefühlten Äonen für das Schwarzenbeker Glas verantwortliche Mehrheitsführer ohne Mehrheit, der schwarze Oligarch von roten Gnaden, Hans-Joachim Delfs offenbar nicht zu haben. Bekanntlich leerte er das Glas, das Schwarzenbeker Stadtsäckel nicht nur, sondern verpfändete auch noch die Füllungen der kommenden 20 Jahre. Aber, und da kennt der begnadete Schönfärber nichts, selbst diesem, einen Saufaus zur zweifelhaften Ehre gereichenden Durst, gewinnt er Zufriedenheit ab: „Mit dem Erreichten“, so stand es in der Oster-LN zu lesen, sei man zufrieden.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Konditionierter Reflex

Unbedingt süß: Knut

Als bedingte Reflexe werden reflexartige Reaktionsweisen genannt, die nicht angeboren sind, sondern erlernt wurden. Sie werden auch als erworbene Reflexe bezeichnet. Einigen wird das berühmte Hunde-Experiment des russischen Wissenschaftlers Pawlow geläufig sein: Dabei wurde Hunden immer dann, wenn sie Futter vorgesetzt bekamen, zugleich ein Glockenton zu Gehör gebracht. Nach einiger Zeit begannen die Hunde, Verdauungssekrete auch dann zu produzieren, wenn sie nur den Glockenton hörten. Der Glockenton hatte bei den Hunden die gleiche Auslöserfunktion übernommen wie das Futter selbst; eine Art von Lernen, die man als Klassische Konditionierung bezeichnet. Unbedingte oder angeborene Reflexe sind dahingegen entweder bereits mit Geburt eines Lebewesens voll ausgebildet oder entwickeln sich im Verlaufe seiner Entwicklung bis zur Geschlechtsreife. Typisch für derartig biologisch angelegte Reaktionsweisen ist es, dass jedes Individuum einer Art identische Reaktionen zeigt. Dieser kleine Ausflug nach Wikipedia soll uns einstimmen auf die kleine Geschichte eines Zeitungsartikels und seiner Folge.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Freund und Helfer

Hier findet sich der Bericht

In diesem Artikel berichten die Lübecker Nachrichten von dem gestrigen schweren Verkehrsunfall auf der B 207 bei Dassendorf. Gegen 7:30 Uhr kam es offenbar im Zusammenhang mit einem missglückten  Überholmanöver zu einer Kollision von drei Fahrzeugen. Die vermutliche Unfallverursacherin wurde dabei schwer verletzt und konnte nur mithilfe der Feuerwehr aus ihrem Auto befreit werden. Obgleich ich unmittelbar dahinter als zweiter oder dritter an der Unfallstelle war, habe ich selbst den Hergang nicht gesehen, was mich zunächst einmal erschreckt, wie unaufmerksam ich wohl fahren muss. Wie dem auch sei, mein Sohn sah den beteiligten Fiat Doblo noch auf den Fahrradweg kippen. Den Crash selbst hat auch er nicht gesehen. Erst als ich anhalten musste und der Vorausfahrende aus seinem Fahrzeug sprang, um zu helfen, realisierte ich, dass der Unfall gerade erst geschehen sein musste.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Wie stumm kann man sein?

Nicht alle folgen blind dem Hirten!

Wie kommt es bloß, dass die einen Schwarzenbeker Politiker ohne vorliegende Jahresabschlüsse, Vorberichte, Finanzplanungen etc. Haushalte beschließen können, während andere das bemängeln und deswegen ihre Stimme für das doch eigentlich Unvermeidliche verweigern? Sind nicht die einen ebensolche Amateure, wie die anderen? Und sind nicht auch die Redakteure von den Lübecker Nachrichten recht eigentlich Laien, zumindest was haushaltsrechtliche Fragen angeht? Oder glauben Sie, dass Herr Marohn in den letzten Wochen ein Crash-Fernstudium in Verwaltungsrecht durchgezogen hat, um einen Artikel schreiben zu können, wie er am Samstag in seiner Zeitung erschien?

Mehr von diesem Beitrag lesen

Meinung macht Zeitung

Links: Die nackte Wahrheit

Nicht nur an ihren Taten, auch an Worten mag man sie erkennen. Wenn zum Beispiel die Lübecker Nachrichten heute über die Ermittlungen gegen den nächsten Polizeichef berichten, – dieses Mal ist es nach dem Geesthachter Henry Holst der Lauenburger Gerd Grundmann – dann heißt es dort, auch dieser wäre „von Kollegen angeschwärzt“ worden, mindestens stünden Kollegen „im Verdacht“. Nun bin ich der letzte, der etwas gegen pointiert vorgetragene Meinungen hat. Aber sollten diese nicht dem Meinungsteil, dem Kommentar vorbehalten bleiben? Okay, der Artikel ist namentlich gekennzeichnet und gibt insofern auch nur die Meinung des Timo Jann bekannt, aber machen wir uns doch nichts vor: Die Leserinnen und Leser unterstellen redaktionelle Prüfung und überparteiliche, sachliche Information. Und da bringt eine solche Wortwahl den oder die verdächtigten Anschwärzer in Misskredit, denn so etwas tut man nicht, das wissen wir seit Kindertagen: Petzen gilt als hinterrücks und feige und verdächtig ist nun ‚mal verdächtig.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Nächste Abfuhr: morgen früh

Ich lese gerade in den Lübecker Nachrichten eine Eilmeldung, die es in sich haben könnte, wenn sich denn herausstellte, dass der berühmt-berüchtigte Herr Haack von der Kommunalaufsicht das Problem genau so beurteilt, wie der Kreissprecher:

„Der Beschluss zum Schwarzenbeker Haushalt muss möglicherweise wiederholt werden. Grund ist, dass der Vorbericht zur Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Freitag nicht fertig war. Und ohne diesen ist das Zahlenwerk nicht komplett.“

Mehr von diesem Beitrag lesen

Rien ne va plus

Schaut nur, sogar meine Ohren habe ich verkauft!

3. Teil des Berichtes zur Stadtverordnetenversammlung

TOP 17: Haushalt 2011
Wir kommen nun zum eigentlichen Sinn und Zweck der Veranstaltung, nämlich der Verabschiedung des Haushalts 2011. Das ist etwas, worauf man sich immer wieder freuen kann, denn es gilbt wohl keinen selbstgefälligeren, bräsigeren Stadtverordneten als den Vorsitzenden des Finanzausschusses und dass nicht nur ich den gefressen habe, werden Sie gleich merken. Aber zunächst war die Bühne der „Mighty Mouse“ Moldenhauer überlassen. Und der schwadronierte dann in gewohnt jovialem Ton los und erneut vergaß er nicht, mich auf der Zuschauertribüne anzusprechen. Da stehe ich immer besonders drauf: Während der Einwohnerfragestunde redet keiner dieser Feiglinge mit mir, aber auf der Kanzel werden sie mutig. Mehr von diesem Beitrag lesen