Zeitung lesen!

Der blackbekblog hat in der Vergangenheit nie angestanden, um auch die kommunale Presse mit Hingabe zu kritisieren, nämlich immer dann, wenn Meinung und Bericht nicht sauber getrennt oder letzterer derart verzerrte, dass die Wirklichkeit nicht mehr erkennbar war. Nun wäre ich ja der letzte, der etwas gegen Meinung hätte, allerdings muss man dann entweder – so wie der blackbekblog das ausführlich tut! – die Gegenseite wenigstens zu Wort kommen lassen, oder eben keinen Zweifel daran lassen, dass es sich um MEINUNG und eben nicht um BERICHT handelt. Ganz besonders hinterfotzig wird es doch, wenn eine klare Tendenz als vermeintlich vollständige und distanzierte Berichterstattung getarnt wird. Wenn Sie sich aber bitte heute sowohl die Lübecker Nachrichten, als auch die Lauenburgische Landeszeitung kaufen wollen, werden Sie zwei hervorragende Exemplare journalistischer Arbeit vorfinden. Dabei kann nicht verwundern, dass beide Redakteure auch eine Meinung haben, das lässt sich bei klugen Köpfen selten verhindern, aber das ist auch völlig in Ordnung, wenn Bericht und Meinung getrennt werden, wie das heute in beiden Zeitungen löblich der Fall ist. Auch die Berichte selbst, hie von Marcus Jürgensen und hüben von Martin Stein sind exzellent. Das ist nicht bei allen Redakteuren so. Und diejenigen (also fast alle von uns), die eben nicht bei den Sitzungen anwesend sind, dürfen ja wohl den Anspruch haben, diese so dargestellt zu bekommen, wie sie auch wirklich waren. Das ist heute der Fall und beiden Redakteuren gebührt Anerkennung, das auf relativ kleinem Raum ohne Verzerrung und im Grunde vollständig verdichtet zu haben. Nun müssen die Zeitungen aber auch verkauft werden und wenn die Informationen auf diese Weise gebracht werden, dann sind sie den Kaufpreis auch wert!

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„Tendenziöse, selektive Berichterstattung“

Der musste auf manche Presseartikler keine Rücksicht nehmen, weil er genügend andere als Verbündete hatte. Das kann nicht jeder von sich behaupten.

Geben Sie es ruhig zu: Solche Töne überraschen Sie hier nicht wirklich. In der politischen Auseinandersetzung kommen sie allerdings nicht ganz so häufig vor und dass eine Partei derart gegen die Presse holzt, kannte man eigentlich auch nur zu Franz-Josef Strauss’ Zeiten. Der konnte sich in Bayern seiner Sache sicher sein und daher waren die Ausfälle gegen die „linke Kampfpresse“ eher die Regel, denn eine Seltenheit. Dass nun aber in Schwarzenbek jemand in dieser Weise auf die Lauenburgische Landeszeitung einschlägt, geschieht der zwar grundsätzlich recht, stellt aber doch ein erhebliches Wagnis dar. Schlimm genug, dass man so etwas denken muss, wo Journalisten doch gehalten sind, ohne Ansehen der Person wahrheitsgemäß und distanziert zu berichten. Tatsächlich läuft das aber anders und ist auch täglich  zu beobachten.

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So geht es nicht: blackbekblog tötet Delfs

Noch bevor die letzte Sitzung des Finanzausschusses am 23. August richtig begonnen hatte, wurde sie auch schon unterbrochen. Der büroleitende Beamte hatte mit sorgenvollem Gesicht darum gebeten, weil er zuvor eine Mitteilung für die Mitglieder des Ausschusses hatte, die man kurz besprechen müsse. Das Ganze geschah dann im Rahmen der nicht-öffentlichen Beratung über den Beschluss über die nicht-öffentlichen Sitzungsteile und zog sich derart in die Länge, dass die in den Flur gebetenen Gäste zu murren begannen und sich fragten, warum man diese Debatte nicht an das Ende der Sitzung legen konnte. Irgendwann war das Warten aber vorbei, doch wer jetzt erwartete, ein kurzes Statement zu erhalten, worum es denn gegangen sei, sah sich getäuscht. Kosmetisch war das alles andere als geschickt, aber diese Stadt lernt das wohl nicht mehr, wie man Vertrauen gewinnt oder verliert.

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Jetzt brennt der Baum

Jetzt sollten dringend die Umstände objektiviert werden: Welche Wahrheit stimmt denn nun?

Bevor in Schwarzenbek die Legendenbildung und etwa eine Lagerbildung einsetzt, die auch vor gegenseitigen Verunglimpfungen nicht Halt macht, sollte man allen Beteiligten Mäßigung empfehlen. Insbesondere die Lauenburgische Landeszeitung ist aus meiner Sicht aufzufordern, nicht etwa unkritisch und einseitig die Position der Feuerwehr zu forcieren und so zu tun, als ob die handelnden Politikerinnen sich nun etwa unverantwortlich verhalten hätten („Sicherheit für Geld geopfert“). Das Gegenteil ist der Fall. Torsten Bettin mag man seinen erbosten Kommentar in der Online-Ausgabe der LL nachsehen, aber auch er sollte bei den Tatsachen bleiben und auch er war entweder nicht in der nicht-öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses anwesend oder sollte tunlichst darüber schweigen. Ich halte es für unerträglich, wenn jetzt erneut mit der Schwarzenbeker Semi-Öffentlichkeit gearbeitet wird. Also wird jetzt entweder das Protokoll der nicht-öffentlichen Sitzung vom 19. Juni veröffentlicht oder wir halten uns alle nur an die bekannten Fakten. Wir wissen nicht, was im Hauptausschuss vorgetragen wurde. Aber im Bau- und Finanzausschuss war die Öffentlichkeit dabei.

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Torloses Unentschieden

Das soll Fußball sein?

Ich gebe zu, es ist bisweilen schwer, in Schwarzenbek am Ball zu bleiben. Mitunter (ja, es gibt auch noch andere Worte für ‚zwischenzeitlich’) wechselt die Spielrichtung, dann spielen Auswechselspieler ein völlig anderes System oder es werden während des Spieles die Regeln geändert. Aber eines ist auch beim herzogtümlichen Absteiger nicht anders: Eine Vorlage sollte in ein Tor verwandelt werden. Stefan Huhndorf, einer der Sportfreunde von der Lauenburgischen Landeszeitung, hatte jetzt sogar einen Elfmeter vor den Füßen bzw. den schreibenden Händen – und vergab kläglich.

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