„Das entspricht nicht der Tatsache.“ Tatsächlich?

Nicht erst die Kandidatenrunde am vorvergangenen Freitag im Gymnasium hat gezeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen davon sind, was man die Bewerberinnen um das Bürgermeisterinnenamt fragen sollte, und was eher nicht. Der blackbekblogger durfte zwei hoch unterschiedliche Erfahrungen machen: Bei der Fragerunde im Rathaus brandete bei der Frage nach der Haushaltslage und damit der Erfüllbarkeit von Wahlversprechen Applaus auf. Als wenige Tage später derselbe Fragesteller nach der Personalpolitik der Kämmerin fragte – mithin einem Thema, mit dem sie selbst zu punkten gedenkt – erhielt er erneut keine Antwort und wurde sogar ausgepfiffen, als er die anderen Kandidatinnen danach fragte.

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Kein Mittel gegen die Feigheit?

oder: Wie das Tonikum Schlie den Mäuschen Muskeln macht

Der Erfinder des vermeintlichen Zaubertranks: Miraculix Schlie

Der größte Vorwurf, den man den beiden großen Fraktionen in Schwarzenbek machen muss, besteht meiner Ansicht nach nicht in der vollständigen Ruinierung des Haushalts. Es handelt sich um Feierabendpolitiker, denen einerseits kaum oder gar kein Druck aus der eigenen Basis gemacht wird, und andererseits ein Verwaltungschef vorturnt, der es äußerst geschickt versteht, sowohl die Eitelkeiten, als auch die Unzulänglichkeiten der Menschen für seine Zwecke einzusetzen. Frank Ruppert weiß sehr genau, wie man auf dem Klavier zu spielen hat, um die Kommunalpolitiker zu seinen Verbündeten zu machen, zumindest diejenigen, die er auf seiner Seite benötigt. Die anderen sind relativ häufig ziemlich böse auf ihn und wenn man genau hinschaut, merkt man, dass da auch ein Hauch verschmähter Liebe mitspielt. Leider macht die Schwarzenbeker Politik dadurch nicht nur einen verschwörerischen Eindruck.

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„Haushaltskonsolidierung ist nicht alles“

Möchte die FWS öffnen und ihr Programm als "lebendes Dokument" gestalten: Heinz-Werner Rose

Ein lebendes Dokument sollte das Programm der FWS sein, fand deren Vorsitzender Heinz-Werner Rose und lud zur öffentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag in Schröders Hotel. Trotz gleichzeitiger Konkurrenzveranstaltung in Form einer Tagung des Fördervereines für die Verbrüderung erschienen mehr interessierte Bürgerinnen und Bürger als Mitglieder der FWS, um an der Fortschreibung des Programms der Freien Wählergemeinschaft mitzuwirken. Alles andere als die Beteiligung Externer sei „geistige Inzucht“, ermutigte Rose zur Teilnahme ohne Denk- und Redeverbote. Davon machten die Gäste dann auch so reichlich Gebrauch, dass der Vorsitzende bisweilen Mühe hatte, seinem vorbereiteten Konzept zu folgen. Die Besucher ließen sich zwar immer wieder einfangen, aber mitunter konnte man schon den Eindruck gewinnen, als würde sein Erfolg dem Chef der FWS ein wenig Angst machen.

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