Die Wasserprediger

Heinrich Heine

„Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.“

aus „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine

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„Angst vor den jungen Leuten?“

Auf diesen Vorgang bezieht sich der Leserbrief

In der Bergedorfer Zeitung vom 20.12.2010 findet sich ein Leserbrief, der sich mit der jüngsten Austrittswelle aus der Schwarzenbeker CDU und der Reaktion des Herrn Innenminister Schlie befasst. Am 16.12. hatte es einen Artikel in der Bergedorfer gegeben, in dem Klaus Schlie zitiert wird, wie er in gewohnt polternder Art über die Austritte und deren unterstellte Drahtzieher Jennrich und Kranacher herzog. Ich meine, Selbstkritik ist für den Mann ja ohnehin ein Fremdwort, aber ich hatte auch bereits hier in diesem Blog das verquere Rechts- und Demokratieverständnis des Innenministers gegeißelt. Herr Schlie erinnert mich fatal an die SED-Bonzen, denen angesichts von Kritik auch nicht mehr einfiel, als den dümmsten Kartoffelgesichtern aus der schläfrig-holsteinischen Provinz. Hätten Letztere gekonnt, was Erstere in Machtmissbrauch verbrachen, hätten sie sicher mehr getan, als dumpf zu blöken: „Wems nicht passt, kann ja nach drüben gehen.“

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Der unanständige Innenminister

Manchmal ist es besser dumm da zu stehen als den Mund aufzumachen und alle Zweifel zu zerstreuen

Das ist mir ein schöner Herkules! Nachdem ich die Aufgabe, die CDU Schwarzenbek zu befrieden, bereits hier kurz erwähnt hatte, konnte man nicht erst im gestrigen Gelben Blatt lesen, wie wenig gewitzt der Herr Innenminister die Aufgabe löste. Anstatt den überfälligen Generationenwechsel einzuleiten und eine Mediation durchzuführen, um die inhaltlichen Probleme zu lösen, setzte man lediglich eine Arbeitsgruppe ein, um einen neuen Vorstand zu erkiesen. Dabei hatte der offensichtlich einer gewissen Form von Altersstarrsinn anheimfallende Fraktionsvorsitzende und heimliche Herrscher Hans-Joachim Delfs mehr als einmal erkennen lassen, wie wenig bis gar kein Gespür für eigene Versäumnisse ihm zueignet. Er habe damit nun gar nichts zu tun, an ihm läge es am allerwenigsten und auch dagegen könne er nichts bewirken. Die Rolle der bösen Hexe in dem schlechten Schauspiel war verteilt und auch Herr Delfs machte alle Verantwortung an Frau Jennrich fest.

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Augias ist ein Dreck dagegen

 

Ganz recht, ‚Alleinstellungsmerkmal‘ bedeutet natürlich auch, dass die Chinesen in der Menschenrechtsfrage auf sich allein gestellt sind.

Am vergangenen Mittwoch war nun also auch noch Torsten Geerdts in der chinesischen Außenhandelsdependance Schwarzenberg-Cen-Baker, um den ungeheuerlichen Erfolg der Nachfolger Marco Polos abzufeiern. Torsten wer? Ach, den kennen Sie nicht? Genau deshalb war er ja nun auch gestern in der Bergedorfer Zeitung und ist heute in den Lübecker Nachrichten zu bestaunen. Und Herr Ruppert grinst sich eins, denn auf diese Weise ist auch er täglich mit seinen 50 Millionen Arbeitsplätzen im Gespräch. Es kommt schon gar nicht mehr darauf an, ob oder wie viele von denen wirklich zustande kommen, die Botschaft ist vermutlich in den Schädeln drin. Bestimmt finden sich aber auch noch ein paar Provinzpolitiker zum Gratulieren und „der Investor“ soll ja auch schon nächste Woche kommen. Dann stehen wieder 1.000 Arbeitsplätze in der Zeitung und so läppert sich das eben. Mehr von diesem Beitrag lesen