Viel Gegackere, wenig Eier

Im Gelben Blatt vom gestrigen Dienstag ist endlich auch einmal in der Presse vom „unwilligen Umgang mit Fragestellern“ zu lesen. Überhaupt ist diese Ausgabe sehr zu empfehlen und Susanne Nowacki profiliert sich einmal mehr als kritische Stimme und das – nota bene! – in einem Anzeigenblatt. Á la bonne heure! Diese Unwilligkeit bekamen neben den Elternvertreterinnen auch zwei erprobte Verwaltungskritiker zu spüren, die allerdings bereits ein zu dickes Fell besitzen dürften, als dass sie das noch sonderlich kratzte. Besser wird es dadurch natürlich nicht.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Grenzen des Wachstums

Wir fanden nur 58, aber es gibt sicher noch andere Anbieter

Von Klaus Kamm wurde am 15. Februar ein interessanter Leserbrief in den Lübecker Nachrichten veröffentlicht. Darin bezieht sich der engagierte Schwarzenbeker auf die nicht enden wollende Ausweisung immer neuer Wohngebiete in der Stadt: „Obwohl zurzeit in Schwarzenbek und seinem unmittelbaren Einzugsgebiet über 65 Häuser im Internet privat zum Verkauf angeboten werden“, schreibt Kamm, „wird vom Haupt- und Planungsausschuss bereits wieder eine Änderung (…) für ein weiteres Neubaugebiet in Auftrag gegeben“ und das trotz „den bereits ausgewiesenen Neubaugebieten: Wohnpark Sachsenwald, Im Strange, Brüggemannstraße, Sachsenwaldring (altes Hallenbadgelände), Möllner Straße linke Seite Mühlenkamp.“ Neben der Unverständlichkeit solchen Tuns bemängelt Kamm auch und vor allem, dass die politische Entscheidung „sicher wieder hinter verschlossenen Türen fallen“ wird, „da es sich um eine Grundstücksangelegenheit handelt“. Man fragt sich tatsächlich, was die Stadtverordneten sich dabei denken, solche für die Einwohner doch zentralen Themen immer wieder einsam zu entscheiden. Wundern kann man sich darüber jedoch spätestens nicht mehr, seit man deutlich gemacht hatte, die Bevölkerung nicht einmal dann beteiligen zu wollen, wenn Schwarzenbek sein Gesicht verändern würde (Stichwort chinesisches Handelszentrum).

Mehr von diesem Beitrag lesen

Soap Opera: „Wie blöde muss man sein“

Die neue Erfolgs-Soap aus Schwarzenbek?

Nachdem sich zum Nachtragshaushalt selbst so recht niemand mehr äußern wollte, leitete der „sichtlich überforderte“ (Lübecker Nachrichten) Versammlungsleiter zu den Anträgen über, die man leider nirgendwo vorher nachlesen konnte und die daher an und für sich allesamt Dringlichkeitsanträge waren, über deren Zulassung man überhaupt erst einmal hätte abstimmen lassen müssen. Vermutlich ist die Geschäftsordnung aber nur ein Muster ohne Wert, denn eigentlich müssen Anträge 15 Tage vor der Sitzung eingereicht oder mit Zweidrittelmehrheit als Dringlichkeitsanträge zugelassen werden. Wenn ich das richtig sehe, war aber nicht einmal der Nachtragshaushalt 15 Tage vor der Sitzung verfügbar, denn die entsprechende Finanzausschusssitzung erfolgte überhaupt erst 13 Tage vorher. Die Niederschrift dieser Ausschusssitzung ist bis heute nicht verfügbar. Kann es also sein, dass schon wieder einmal eine Abstimmung über den Haushalt gar nicht rechtskräftig geworden ist? „Herr Haack, übernehmen Sie“, wird später einmal die Soap-Opera heißen, die über die regelmäßigen Schwarzenbeker Lachnummern gedreht werden wird. He, ist das nicht überhaupt eine Idee? Sollen wir den Blog mal als Drehbuch den Fernsehsendern anbieten? Ich meine, für andere könnte das doch lustig sein, denn deren Geld ist es ja nicht und Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Puppenspieler

Das geplante Moldenhauer-Mahnmal im Stadtpark?

Selbstverständlich war Meister Gepetto anwesend, als seine Lieblingspuppe den Spielkameraden zum letzten Mal eine lange Nase drehen durfte. Wer weiß schon, ob nicht auch ihm selbst am kommenden Dienstag der letzte Auftritt als Hauptausschussvorsitzender bevorsteht, denn mit etwas Glück wird die FWS den Ausschuss übernehmen und dann wird zwischen den Buddies Delfs und Moldenhauer zu entscheiden sein, wer von beiden künftig den Finanzausschuss leiten wird. Allerdings spielt es wohl kaum eine Rolle, denn wie ich gestern beobachten durfte, ist der scheidende Vorsitzende auch im Ausschuss lediglich ungezogen, uninformiert und polternd und bei Bedarf gibt Herr Delfs aus dem Zuschauerbereich entsprechende Regieanweisungen. Nach dem ca. 70-minütigen Trauerspiel des öffentlichen Teils des Finanzausschusses vom gestrigen 5. Mai konnte ich jedenfalls nur noch mit dem Kopf schütteln, was Herrn Moldenhauer lediglich zu dem unpassenden Kommentar veranlasste, dass „dort hinten schon wieder jemand mit dem Kopf schüttelt und alles besser weiß“. Auf die Unverschämtheit angesprochen hatte er allerdings nicht einmal den Mumm, dazu auch zu stehen. Da säßen ja noch mehrere, er habe mich gar nicht gemeint, ich müsse mich nicht immer angesprochen fühlen. Wen er gemeint hatte und warum er glaubte, trotz seines Skandalhaushaltes noch immer auftrumpfen zu dürfen, muss ebenso offen bleiben, wie die Frage, wer mit mit dem gemurmelten ‚Arschloch‘ gemeint war, welches am Besuchertisch abschließend zu hören war.

Mehr von diesem Beitrag lesen