In trockenen Tüchern?

Da fehlt doch was!

„Über Geld, das man nicht hat, kann man auch nicht befinden“, hatte die Haushaltsexpertin und Ortsvereinsvorsitzende der SPD den Vorsitzenden des Kinder- und Jugendbeirates belehrt, noch bevor der Anfang Dezember 2010 beantragen konnte, den Verkaufserlös aus dem wie immer so gut wie unterzeichneten Kiefaberkaufaberkeinvertrag für den Umzug des Jugendtreffs zu verwenden. Ungewöhnlich gut unterrichtete Kreise wussten auch damals bereits, dass die Politik eigentlich seit Jahrzehnten nichts anderes tut, aber Nobelpreisträger sind rar gesät und insofern sollte man nicht zu strenge Maßstäbe anlegen. Dass man nun aber – auch mit der Stimme von Frau Francke – über genau diesen nichtexistenten Verkaufserlös verfügte, hätte auffallen können. Drei Mal musste zum Beispiel Herr Schröder in der Sitzung vom vergangenen Freitag den Bürgermeister fragen: „Ist die Finanzierung tatsächlich und rechtlich gesichert?“, bevor der Angesprochene antwortete, die Höhe der Kostenpositionen nicht zusichern zu können. Aus heutiger Sicht ergebe sich nach der Rechnung der Verwaltung aber sogar ein Plus von 32.000€, da dem Verkaufserlös von 350.000€ lediglich Kosten von 312.000€ gegenüberstünden. Ich fürchte, die Frage bezog sich eher auf die Sportart Fuß ohne Ball, sprich: Finanzierung ohne Geld (Verkaufserlös), aber ich mag mich täuschen. Übrigens stimmte auch der frühere Finanzverweser Moldenhauer für den Umzug, der „aus heutiger Sicht“ 42.000€ mehr kostet, als er jemals dafür zu zahlen bereit war.

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