Der unanständige Innenminister

Manchmal ist es besser dumm da zu stehen als den Mund aufzumachen und alle Zweifel zu zerstreuen

Das ist mir ein schöner Herkules! Nachdem ich die Aufgabe, die CDU Schwarzenbek zu befrieden, bereits hier kurz erwähnt hatte, konnte man nicht erst im gestrigen Gelben Blatt lesen, wie wenig gewitzt der Herr Innenminister die Aufgabe löste. Anstatt den überfälligen Generationenwechsel einzuleiten und eine Mediation durchzuführen, um die inhaltlichen Probleme zu lösen, setzte man lediglich eine Arbeitsgruppe ein, um einen neuen Vorstand zu erkiesen. Dabei hatte der offensichtlich einer gewissen Form von Altersstarrsinn anheimfallende Fraktionsvorsitzende und heimliche Herrscher Hans-Joachim Delfs mehr als einmal erkennen lassen, wie wenig bis gar kein Gespür für eigene Versäumnisse ihm zueignet. Er habe damit nun gar nichts zu tun, an ihm läge es am allerwenigsten und auch dagegen könne er nichts bewirken. Die Rolle der bösen Hexe in dem schlechten Schauspiel war verteilt und auch Herr Delfs machte alle Verantwortung an Frau Jennrich fest.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Wackeldackel, Schlafmützen und Nappel

Wenn der als Bundesaußenministerdarsteller bezeichnet wird, ist alles in Ordnung, aber wehe, es trifft einen selbst!

Jetzt ist es raus. Die Bergedorfer Zeitung hat sich offenbar auf journalistische Tugenden besonnen und bei den Schwarzenbeker Kommunalpolitikern nachgefragt, warum die so beharrlich, man könnte auch sagen ängstlich auf meine Fragen hin schweigen. Oder man hat natürlich nur gemutmaßt, dass es „vielleicht auch“ daran liege, dass ich sie „regelmäßig“ als Wackeldackel, Nappel oder Schlafmützen bezeichne. Aber auch wenn man nur spekulierte, dann kann das schon gut sein, denn auch der bekennende Leser und frühere Bürgervorsteher Eckhard Gerber meinte am Freitag zu mir, dass ich die Grenzen zur Beleidigung inzwischen hin und wieder überträte. Das will ich natürlich nicht. Ich will hier niemanden persönlich beleidigen. Und es geht ja auch nie um die Personen, sondern ausschließlich um deren politisches Handeln. Und da gebe ich zwei Dinge zu bedenken: Zum einen muss, wer sich in den öffentlichen Fokus stellt, auch damit leben, wenn sein Handeln und seine Aussagen wenig schmeichelhaft kommentiert werden. Zum anderen hätte es ohne das Huhn kein Ei gegeben. Will sagen: Die Politiker/innen haben auch schon nicht geantwortet, bevor ich sie mit Orden und Ehrenzeichen bedachte. Letzteres entschuldigte natürlich keine Beleidigung. Wenn sich also jemand auf den Schlips getreten fühlte, möge er oder sie sich doch bitte melden. Ich sage noch einmal, dass ich nicht anstünde, mich für eine persönliche Kränkung auch zu entschuldigen.

Mehr von diesem Beitrag lesen

CDU verpasst 5-%-Hürde!

Nun ist es entschieden. Wenn am kommenden Sonntag Kommunalwahl wäre, dann hieße es für Herrn Delfs: Ich muss leider draußen bleiben! Mit 2,8 % der Stimmen verfehlte die CDU deutlich die 5-Prozent-Hürde und wäre künftig nicht mehr mit dabei, wenn in den Hinterzimmern der Macht ordentlich gemauschelt würde. Eindeutiger Wahlgewinner: Das Bündnis Unabhängiger Bürger, mit 22.2 % zwar gleichauf mit der SPD, aber von den 2 aus Frust geborenen Mandaten wäre man auf 7 Mandate hochgeschnellt. Ihr Ergebnis halten konnte die SPD, was ein echter Wermutstropfen ist. Schließlich ist es der SPD zu verdanken, dass sich so gut wie niemals etwas an der Alleinherrschaft des Herrn Delfs änderte und fast ist es ein wenig ungerecht, wenn der ganz allein die Suppe auslöffeln müsste.

Mehr von diesem Beitrag lesen

L’etat, c’est nous!

Das Knöpfchen muss man schon drücken möchten!

Ich wollte es nicht glauben, als ich heute Morgen die Lübecker Nachrichten aufschlug. Anstatt wenigstens abzuwarten und ein wenig zu taktieren, kann es die SPD-Chefin in Schwarzenbek gar nicht abwarten, ihren Treuebund mit Hans-Joachim Delfs zu erneuern. Es sei halt nicht ihre Art, auf am Boden liegende noch einzutreten, versucht sie, ihre mangelnde Courage zu kaschieren. Dabei muss sie ihn gar nicht treten, sondern nur das tun, was Herr Delfs sogar nach seiner krachenden Wahlschlappe in 2008 tat: Festzustellen, dass man die Mehrheitsfraktion anführt und daher den Vorsitz im Hauptausschuss für sich zu reklamieren. Solches tut nur der nicht, der gar nicht selbst gestalten will. Wer aber nicht an die Macht will, gehört nicht in die Politik, Frau Francke, und tun sie bloß nicht so, als wüssten Sie das nicht ganz genau.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Diebe im Parlament?

Qua definitionem Delfs nun auch noch ein Dieb?

„Zwei Leute haben gestohlen“, zitieren die Lübecker Nachrichten den Vorsitzenden der ehemaligen Mehrheitsfraktion, Hans-Joachim Delfs von der CDU, in der Schwarzenbeker Stadtverordnetenversammlung. Das entspreche nicht dem Wählerwillen, meint er weiter, aber gleichzeitig versichert er, dass er mit der Entwicklung rein gar nichts zu tun hätte und ohnehin alles weiterginge wie bisher. Letzteres steht wohl tatsächlich zu befürchten, denn woher sollte die saft- und kraftlose SPD auf einmal den Elan und Mut nehmen, um endlich die Mehrheitsverhältnisse zu nutzen und das Wahlergebnis von 2008 umzusetzen? Die weitere Zersplitterung des Parlamentes mit dem jetzt durch die zwei CDU-Abweichler Margret Jennrich und Jörn Kranacher gegründeten Bündnis Unabhängiger Bürger spricht nicht zwangsläufig für eine Verschiebung der Machtverhältnisse, denn die beiden haben schon zuvor „bei vielen Entscheidungen … gegen die CDU gestimmt“, wie Delfs zutreffend zitiert wird.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Begnadetes Selbstbewusstsein

Hans-Joachim Delfs

…oder kompletter Realitätsverlust? Ob er mit sechs oder acht Stadtverordneten in Schwarzenbek auch weiterhin macht, was er will, ist Hans-Joachim Delfs egal. Er bleibt entspannt, selbst wenn die Stadtverordneten Jennrich und Kranacher jetzt eine eigene Fraktion begründeten, so wie  das gestrige Gelbe Blatt vermutet. Seit der Wahl 2008, seit er nicht mehr die Mehrheit im Hause hat, müsse er ohnehin wechselnde Mehrheiten suchen, also spiele es keine Rolle. Ich fürchte, der Mann hat recht und die Nummer mit den wechselnden Mehrheiten hat die heimliche Fraktionsvorsitzende der SPD direkt nach der Wahl verkündet, damit war man sich vor zwei Jahren schon sehr einig.

Mehr von diesem Beitrag lesen