Nur wer wenig begehrt, hängt von wenigem ab

Ganz so dunkel war es in der Ecke nicht, aber die Kandidatin blieb doch lange unsichtbar

Ganz so dunkel war es in der Ecke nicht, aber die Kandidatin blieb doch lange unsichtbar

Aus der „unabhängigen Bürgermeisterin“ wurde am gestrigen Abend eine einsame Kandidatin. Wie eine Verliererin saß Ute Borchers-Seelig lange abseits des Rampenlichtes im Rathaus Schwarzenbek. Vom ersten Wahlkreis an, dessen Ergebnis gegen 19:00 Uhr auf die Leinwand projiziert wurde, führte Christian Carstensen das Tableau an und verteidigte seinen Vorsprung von letztlich 4,2% auch bis zum Schluss. Im Gegensatz zu Heike Wladow, die ein für sie enttäuschendes Ergebnis von 16,9% erzielte, und Jan Piossek, der auf 13,3% der Stimmen kam, erreichte Borchers-Seelig jedoch deutlich mit 32,8% der Stimmen die Stichwahl am 15. Juni 2014.

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Jan Piossek: Außenseiter oder Geheimfavorit?

Als vor 6 Jahren Helge von Appen zur Bürgermeisterwahl gegen den Amtsinhaber antrat, hatte Frank Ruppert sowohl einen Amtsbonus, als auch einen entsprechenden -malus. Der Bonus bestand wohl kaum in seiner erfolgreichen Amtsführung, die sorgte eher für den Malus. Sonst hätte der komplett unerfahrene und unbeleckte Herausforderer wohl kaum ein gutes Drittel der Stimmen für sich verbuchen können. Nein, der Bonus bestand natürlich darin, dass Ruppert alle Vorgänge, Zahlen, handelnden Personen, getroffene und anstehende Entscheidungen aus dem Effeff kannte. Von Appen konnte eigentlich nur für seinen runden Tisch werben, an dem er möglichst viele Honoratioren beteiligen wollte. Das überraschende, sehr achtbare Ergebnis des Herausforderers basierte also vermutlich eher auf dem Malus des Bürgermeisters, als auf dem Vertrauen in von Appens Fähigkeiten. Das ist der Bonus und gleichzeitig auch Malus aller Bewerber, die man noch nicht in diesem oder verwandten Ämtern beurteilen kann. Und so ähnlich geht es Jan Piossek. Der kann nur über Persönlichkeit und Charisma punkten. Ob das Vertrauen gerechtfertigt ist, kann man erst hinterher beurteilen.

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B.auauau.schuss – …nach Digbek

Halten Sie es für sinnvoll, die vorhandenen gemieteten DSL-Leitungen gegen eigene Lichtwellenleitungen auszutauschen, wenn die Zugkanäle bereits vorhanden sind und der städtische Bauhof die 24-aderigen Glasfaserkabel ziehen kann, so dass lediglich die Aufspleißarbeiten fremdbezogen werden müssen und  dadurch die vorhandenen Server im Bauhof, in zwei Schulen und im Holzhaus gegen virtuelle Server im Rathaus ersetzt werden können, was insgesamt die Performance deutlich erhöht?

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