Omertà

„Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden“ sagt ein sizilianisches Sprichwort und wenn man sich so anschaut, wie lang der eine oder andere bereits in der Stadtverordnetenversammlung hockt, dann scheint das Sprichwort auch hierzulande nicht ganz falsch zu sein. Und auch das Gesetz des Schweigens, die Omertà, ist offenbar in Schwarzenbek so gängig, dass wir nach dem Ausscheiden Delfzijls aus der Verbrüderungsriege vielleicht Palermo ansprechen sollten.

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Kennen Sie „bod“? Das ist eine Abkürzung für „book on demand“ was soviel wie „Buch auf Anforderung“ heißt. Es bedeutet, dass ein Autor, der für seine Texte keinen Verlag findet, sich selbst herausgibt. Im Eigenverlag sozusagen, nur dass das heute via Internet viel einfacher und preiswerter geht als früher. Die neueste Variante dieser Geschäftsidee heißt „nod“: newspaper on demand. Dabei geht es darum, dass z.B. eine Stadtverwaltung, der kein Mensch ihre Geschichten abkauft, sich entsprechende Zeitungsartikel verschafft. Der Name ist dabei gleichzeitig Programm: ‚to nod‘ bedeutet auf deutsch bekanntlich soviel wie nicken,  als Substantiv ’nod‘ steht es für das Nicken, aber auch für den Wink (mit dem Zaunpfahl?). Über die Kosten kann ich nichts sagen, bislang wird das nicht offiziell angeboten. Aber es scheint mir zukunftsfähig, denn das Vertrauen der Deutschen in die Politiker mag noch so am Boden liegen, den Medien glauben die Leute fast alles.

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