„So etwas tut man nicht“

„Wir fangen nicht bei Null an, aber die Wähler der ausgeschiedenen Kandidatinnen sind jetzt wieder auf der Suche.“

Christian Carstensen, angetreten als Kandidat der SPD und FDP im Bürgermeisterwahlkampf in Schwarzenbek, freute sich am vergangenen Freitag über die zusätzliche Unterstützung durch die CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Deren Kandidatin war mit 16,9% am Wahlabend ebenso ausgeschieden, wie der unabhängige Kandidat Jan Piossek mit achtbaren 13,3%. In der Stichwahl am 15. Juni wird es jetzt zwischen der amtierenden Kämmerin Ute Borchers-Seelig und Christian Carstensen um die Entscheidung gehen und laut Carstensen „eine ganz neue Geschichte“ zu erzählen sein. Man könne jetzt nicht einfach die 17%, die Heike Wladow gewählt hätten, rechnerisch bei ihm dazu zählen und die Sache als gelaufen ansehen. Daher wolle er auch – nun mit Unterstützung aller politischen Parteien – die letzten 14 Tage nutzen, um unter anderem deutlich zu machen, dass noch einmal gewählt werden muss. Er wünscht sich eine ähnlich hohe Wahlbeteiligung, damit der/die neue Bürgermeister/in auf eine möglichst große Basis setzen kann.

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Einer für alle, alle für einen

Genießt jetzt den Rückhalt aller Parteien: Christian Carstensen

Genießt jetzt den Rückhalt aller Parteien: Christian Carstensen

Dass sich CDU und die Grünen nach dem Ausscheiden ihrer Kandidatin Heike Wladow in der Stichwahl am 15.06.2014 hinter Christian Carstensen als Kandidaten stellen würden, wurde bereits am Wahlabend am vergangenen Sonntag von beiden ausgesprochen. Die Lübecker Nachrichten erschienen daher erst gar nicht zu der für Freitag um 15:30 Uhr anberaumten Pressekonferenz, sondern beschieden sich mit dem Abdruck der dünnen Erklärung. Dabei reicht die Tatsache, dass sich nun alle politischen Parteien hinter einem externen Kandidaten versammeln und sich nicht eine einzige Fraktion für die Kandidatin aus dem Rathaus ausspricht, schon für eine kleine Sensation aus. Was dann aber alles zur Sprache kam, müsste der Kämmerin und ihren Unterstützern jedoch deutlich machen, wie sehr man nicht nur auf das falsche Pferd setzte, sondern auch wie erheblich man sich im Wahlkampf vergaloppierte.

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bAUAusschuss – Von Dirtbek…

Eine Woche Vorbereitung auf Themen, in denen man nicht unbedingt zuhause ist,  erscheint knapper als es ist. Niemand erwartet von den Mitgliedern des Bauausschusses Experten in allen Aspekten der Tagesordnung zu werden. Aber muss man nicht erwarten dürfen, dass man sich wenigstens ein paar Gedanken macht und Fragen überlegt? Warum meldet man sich sonst in einen Ausschuss? Ich will den braven Stadtverordneten und bürgerlichen Mitgliedern nicht zu nahe treten und sie mögen sich ja auch redlich bemühen, aber mich erschreckte das schon, wie leicht so ein Ausschuss zu (ver)leiten ist. Am vergangenen Donnerstag konnte man jedenfalls in 2 Akten miterleben, wie hilflos so ein Ausschuss sein kann, sei es nun mit oder ohne Fragen. In dem heutigen Artikel geht es um den ersten Akt dieses Trauerspiels.

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