Wer ist der Schwarze Peter?

In Bedrängnis: die Kirche

Entgegen anderslautenden Berichten hat der Patronatsvertreter der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Schwarzenbek, Herr Eberhard Schröder, den potentiellen Projektentwickler Frank Kiefaber aus Hamburg nicht beschuldigt, ihn verleumdet zu haben. Er fühle sich durch Aussagen dieses Herrn verleumdet, hatte Schröder auf der Gemeindeversammlung statuiert und das ist ein feiner, aber wesentlicher Unterschied. Daran, dass Herr Kiefaber getrickst hat, um sich die Zustimmung zur Eintragung der Baulast zum Nachteil der Kirche zu erreichen, kann wohl kein vernünftiger Zweifel bestehen. Wen die Aussage in dem Brief des Kiefaber, die sich auf Äußerungen von Stadtvertretern aus dem Dunstkreis der Kirche bezieht, tatsächlich verleumdet, muss hingegen offen bleiben. Natürlich ist es unappetitlich von Herrn Kiefaber, darüber zu spekulieren, wer wie abstimmt. Dass Teile der FWS eher gegen das Projekt sind, ist dabei auch nicht überraschend. Frau Jennrich dürfte am Ende des Tages aber wohl tatsächlich gegen das Projekt stimmen und das dürfte dann weniger der Solidarität mit ihrem Mann, als vielmehr dem genauen Einblick in das Geschäftsgebaren dieses Verhandlungspartners geschuldet sein. Herr Jennrich, als stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands hat hingegen klar geäußert und wurde von seinem Vorsitzenden darin bestätigt, dass der Vorstand sogar grundsätzlich bereit war, auf die Forderung des Projektentwicklers einzugehen und die 3 Meter Abstand, die er eigentlich einzuhalten hat, zu ihren Lasten in das Grundbuch zu nehmen!

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Vom Tricksen, Verleumden und Erschleichen

Wurde sehr deutlich: E. Schröder

Zum Verdruss manchen Gemeinde-, aber auch Kirchenvorstandsmitglieds geriet die gestrige Gemeindeversammlung nach dem Jahresbericht des Vorstandsvorsitzenden Schöer zu einer Pressekonferenz und zunehmend auch zu einer Generalabrechnung mit den vermeintlichen Praktiken des bis gestern evtl. noch möglichen Investors Frank Kiefaber. Nachdem Pastor Schöer mir am Dienstag einen Interviewtermin für Mittwoch Abend zugesagt hatte, erhielt ich am Mittwoch diese Pressemitteilung und die Absage des Interviewtermins. Gerne könne ich mich aber am Donnerstag um 20 Uhr zur Vorstandssitzung einfinden und dort meine Fragen stellen. Da war mein Erstaunen natürlich groß, als ich feststellen musste, dass es sich um eine Gemeindeversammlung handelte und insofern Pressefragen in diesem Rahmen gar nicht vorgesehen waren. Insofern fragte ich also als Gemeindemitglied und berichte heute von den Antworten. Mir ist bewusst, dass ich spätestens an dieser Stelle den Status als neutraler Beobachter verletze, wenn ich selbst zur Nachricht werde, über die ich anschließend berichte, aber ich halte es ausnahmsweise wie Doc Emmet Brown in „Zurück in die Zukunft“, als er entgegen seiner eigenen Predigten eben doch in das Raum-Zeit-Kontinuum eingriff: „Pfeif drauf!“

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Gepokert, genötigt und gewonnen

Das war der Kirche anscheinend doch zu viel. Die veröffentlichte Meinung ging in die gewünschte Richtung, stellte den frommen als den bösen Nachbarn dar, der auf seiner Grenzmauer bestand, weshalb der wichtigste Investor Schwarzenbeks abgesprungen sei. Ob nun noch mehr Kirchenaustritte als in der Vergangenheit drohten oder Pastor Schöer ein fortdauerndes Imageproblem sah, kann ich leider nur spekulieren, denn nicht alle akkreditierten Medien waren zu dem gemeinsamen Pressegespräch eingeladen worden. Jedenfalls ist man nach drei Jahren plötzlich und unvermutet umgefallen und will nun doch die Grenzbebauung gestatten. Festzustellen bleibt, dass die Rechte der Kirche erheblich verletzt wurden. Üblicherweise wird ja auch und gerade in Schwarzenbek darauf geachtet, dass bauliche Aspekte nicht-öffentlich behandelt werden und das hat ja auch seinen guten Grund. Hier schien man nun aber eine Ausnahme zu machen und es hat ja auch funktioniert: Der Nachbar sah sich durch öffentlichen Druck genötigt, der Grenzbebauung zuzustimmen, auf sein Recht zu verzichten. Wie es aussieht, wird die Kirche die Stadt auch nicht etwa auf Schadensersatz in Anspruch nehmen. Die PR-Fotos mit Bürgermeister Ruppert und Pastor Andreas Schöer in den Lübecker Nachrichten und der Bergedorfer Zeitung sind der Kirche eventuell Entschädigung genug.

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Kuckuck! Schwarzenbek kommt unter den Hammer!

Blieb blass, während der Schatten aus der Vergangenheit übermächtig erscheint: Helge Harms

Wer es bislang nur ahnte, insgeheim fürchtete oder mutwillig verdrängte, kommt seit der heutigen Sitzung des Finanzausschusses nicht mehr an der traurigen Realität vorbei: Schwarzenbek ist so verschuldet wie nur was und auch die letzten Hoffnungen scheinen jetzt zu platzen. So kündigte Frau Francke von der SPD bereits im öffentlichen Teil an, dass man ruhig auch offen über Markt 8 und Jugendtreff reden dürfte, wenn doch ohnehin morgen in der Zeitung stehen wird, dass das Geschäft nicht mehr zustande kommt, weil einer der Vertragspartner nicht mehr will. Am Ende des öffentlichen Teils verschwand sie dann eilig mit Herrn Huhndorf von der Bergedorfer Zeitung, wurde aber dummerweise von den anderen Pressevertretern gestellt und musste nun auch diesen ein paar Brosamen gönnen. Danach hat Herr Kiefaber offenbar Herrn Ruppert angeschrieben und das Ende seines Interesses verkündet. Nach Franckes Einschätzung habe der Investor die Nase vom Gebaren der Kirche voll gehabt. Auch Herr Delfs war ja in den letzten Sitzungen erstaunlich deutlich und kritisch gegenüber der Kirche geworden. Nach den Worten eines Kirchenvorstandsmitglieds war in dem jüngsten Schreiben lediglich eine Zusammenfassung längst bekannter Positionen erfolgt, aber die Rolle des Buhmanns ist jetzt verteilt. Die Kirche ist schuld an der Misere.

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In trockenen Tüchern?

Da fehlt doch was!

„Über Geld, das man nicht hat, kann man auch nicht befinden“, hatte die Haushaltsexpertin und Ortsvereinsvorsitzende der SPD den Vorsitzenden des Kinder- und Jugendbeirates belehrt, noch bevor der Anfang Dezember 2010 beantragen konnte, den Verkaufserlös aus dem wie immer so gut wie unterzeichneten Kiefaberkaufaberkeinvertrag für den Umzug des Jugendtreffs zu verwenden. Ungewöhnlich gut unterrichtete Kreise wussten auch damals bereits, dass die Politik eigentlich seit Jahrzehnten nichts anderes tut, aber Nobelpreisträger sind rar gesät und insofern sollte man nicht zu strenge Maßstäbe anlegen. Dass man nun aber – auch mit der Stimme von Frau Francke – über genau diesen nichtexistenten Verkaufserlös verfügte, hätte auffallen können. Drei Mal musste zum Beispiel Herr Schröder in der Sitzung vom vergangenen Freitag den Bürgermeister fragen: „Ist die Finanzierung tatsächlich und rechtlich gesichert?“, bevor der Angesprochene antwortete, die Höhe der Kostenpositionen nicht zusichern zu können. Aus heutiger Sicht ergebe sich nach der Rechnung der Verwaltung aber sogar ein Plus von 32.000€, da dem Verkaufserlös von 350.000€ lediglich Kosten von 312.000€ gegenüberstünden. Ich fürchte, die Frage bezog sich eher auf die Sportart Fuß ohne Ball, sprich: Finanzierung ohne Geld (Verkaufserlös), aber ich mag mich täuschen. Übrigens stimmte auch der frühere Finanzverweser Moldenhauer für den Umzug, der „aus heutiger Sicht“ 42.000€ mehr kostet, als er jemals dafür zu zahlen bereit war.

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„Augen zu und durch“?

Bald Geschichte, so oder so

Kiefaber und kein Ende. Das Thema Innenstadtgestaltung ist in Schwarzenbek auch ohne den nunmehr seit zwei Jahren gärenden Verkauf der Gebäude am Markt 6 und 8 eine unendliche Geschichte. Man darf gar nicht darüber nachdenken, wie viele Planungen hier schon erstellt, bezahlt und wieder verworfen wurden. Die jüngste Farce um den Verkauf an den Investor Kiefaber begann, als CDU und FWS zwar nicht gemeinsam, aber vom Ergebnis her ziemlich gleichlautend den Abriss der alten Gebäude favorisierten, die man zuvor für teures Geld wieder erstanden hatte. Über den Kaufpreis, den die Stadt bezahlt hatte, kursierten die unterschiedlichsten Zahlen und die Frage des Blogbetreibers nach der konkreten Zahl wurde vom damals angeblich zuständigen Herrn Thiede mehrfach vertröstet. Offenbar darf sich jeder einen Preis ausdenken. Die Untergrenze der Kaufsumme liegt nach letzter Recherche des Blogs bei 1.500.000 DM und damit mindestens beim Doppelten des zuletzt kolportierten Angebotes des Herrn Kiefaber.

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Das Fell des Bären

Um diese Rechengenies geht es

Dass die Schwarzenbeker Milchmädchen Meister der kühnen Kalkulationen sind, wissen wir ja nicht erst seit heute. Das Mahnmal kommunaler Kontoführung, das Europagymnasium, wird die Kassenlage einer kompletten Generation verhunzen. Und das liegt keineswegs an globalen Krisen und Steuereinbrüchen, sondern schlicht an mangelnder Vor(aus)sicht in Verbindung mit Großmannssucht und verfehlter Planung. Und wenn ich heute in den Lübecker Nachrichten lese, dass weder der Umzug des Vereins Füreinander-Miteinander, noch der des Jugendtreffs aus dem Ensemble Am Markt 6-8 in irgend einer Form sicher gestellt ist, obwohl dort am 31. Juli mit den Bauarbeiten begonnen werden soll, dann ist das ein erneuter Beleg für ein Verwaltungschaos erster Rangordnung.

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