Die Könige und der Prinz

Ständiger, aber nicht gern gesehener Gast in der Einwohnerfragestunde: Eugen Prinz

Eugen Prinz (73) ist ein regelmäßiger Gast der Stadtverordnetenversammlung und es vergeht so gut wie keine Einwohnerfragestunde, ohne dass der pensionierte Gymnasiallehrer nicht zum Mikrofon gegangen wäre, um seine „bohrenden Fragen“ (Zitat: Lauenburgische Landeszeitung) zu stellen. Auch der blackbekblog hat sich bereits mehrfach mit Prinz beschäftigt und ein ums andere Mal beklagt, wie man in dieser Stadt mit unbequemen Bürgern umspringt. Auch während der letzten Sitzung musste man dem nolens-volens zusehen und zuhören und auch wenn Martin Stein in den Lübecker Nachrichten zurecht anmerkt, dass Einwohner keine Fragen stellen sollten, deren Antworten sie bereits kennen – hierbei machte Prinz tatsächlich keine gute Figur – sollten auch und gerade Pressevertreter nicht hörbar seufzend murren und die Arbeit einstellen, nur weil erneut Herr Prinz einen Gutteil der Fragestunde bestreitet. Hiermit meine ich ausdrücklich nicht  Martin Stein, denn der ließ sich gar nichts anmerken und schrieb Fragen und Antworten mit.

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Viel Gegackere, wenig Eier

Im Gelben Blatt vom gestrigen Dienstag ist endlich auch einmal in der Presse vom „unwilligen Umgang mit Fragestellern“ zu lesen. Überhaupt ist diese Ausgabe sehr zu empfehlen und Susanne Nowacki profiliert sich einmal mehr als kritische Stimme und das – nota bene! – in einem Anzeigenblatt. Á la bonne heure! Diese Unwilligkeit bekamen neben den Elternvertreterinnen auch zwei erprobte Verwaltungskritiker zu spüren, die allerdings bereits ein zu dickes Fell besitzen dürften, als dass sie das noch sonderlich kratzte. Besser wird es dadurch natürlich nicht.

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„Wo sind wir hier eigentlich?“

Manche merken noch etwas: H.Stolze, FDP

An keiner Stelle in Schwarzenbek wird das gestörte Verhältnis zwischen den Volksvertretern und dem Volk deutlicher, als in den Einwohnerfragestunden, welche die Stadtverordnetenversammlungen regelmäßig eröffnen. Symptomatisch zeigt sich dort regelmäßig sowohl die ängstliche Wagenburgmentalität, als auch die abgehobene Arroganz vieler Fraktionen. Der fast körperlich zu spürende Unwillen der meisten Politiker, die fragenden Einwohner als ihren Souverän anzuerkennen, ist dabei nicht auf bestimmte, als besonders penetrante Fragesteller bekannte Personen begrenzt, sondern führt beständig zu Peinlichkeiten. Das Mauern der Vorredner führte am vergangenen Freitag dazu, dass dem Fraktionsvorsitzenden der FDP der Kragen platzte. „Wo sind wir hier eigentlich, dass wir nicht einmal mehr ganz einfache Fragen beantworten wollen?“, empörte sich Helmut Stolze.

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Hier könnten die LeserInnen des Blogs helfen!

Gesucht: Ein junger Prinz (gerne auch Prinzessin)

Ich erhalte diese Pressemitteilung der Stadt Schwarzenbek, in welcher die Durchführung einer Einwohnerfragestunde vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung noch einmal gesondert angekündigt wird. Das ist selbstverständlich die normale und regelmäßige Übung, aber wir wollen das zum Anlass nehmen, unter dieser kleinen Info in Form von Kommentaren Fragen zu sammeln, die man dort stellen könnte, vielleicht auch sollte. Es wäre doch schön, wenn wir den Umstand kompensieren könnten, dass einer der mehr oder weniger regelmäßigen Frager von der Fahne gegangen ist und jetzt lieber den Pressefuzzi spielt. Denken Sie bitte daran, dass Herr Prinz auch nicht jünger wird! Wir benötigen dringend kritischen Nachwuchs am Mikrofon! Da könnten Sie helfen!

Und jetzt stellen Sie bitte Ihre Fragen, wenigstens hier!

Von Fast-Beleidigungen und Quasi-Unterstellungen

Wenn das Gelbe Blatt in der aktuellen Ausgabe darauf hinweist, es müsse sich „auch Matthias Borchelt vorhalten lassen, dass seine Art der Fragestellung oftmals nicht der Geschäftsordnung entspricht“, dann nehme ich das zur Kenntnis. Wenn man sich noch einmal meine Fragen vom 25. März anschauen möchte, dann wird man feststellen, dass es kaum noch kürzer und sachlicher geht. Das ist auch ein wenig Geschmackssache, daher ist das ja auch eine Soll-Bestimmung in der Geschäftsordnung. Aber lassen wir das! Wenn man mir allerdings „Fast-Beleidigungen oder Quasi-Unterstellung von Straftaten“ nachsagt, dann verwahre ich mich dagegen.

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Wer schreit, hat Unrecht

Wenn man so mit der Kirche umspringt, muss man sich über die "Rache des Papstes" nicht wundern?

Wie oft ich mich über diesen dummen Satz schon aufregte, kann ich nicht mehr zählen. Man darf offenbar in ruhigem Ton die schlimmsten Dinge sagen, nur aufregen darf man sich nicht. Immer ganz ruhig bleiben, dann bleibt nämlich auch alles ganz unbemerkt. Wie bringt man aber die Presse dazu, über einen Missstand zu berichten? Wie oft muss ein Bürgervorsteher gegen die Gemeindeordnung verstoßen, damit die Journalisten begreifen, dass sie es nicht unkommentiert lassen sollten, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Fragen in der Einwohnerfragestunde grob missachtet wird? Seit Jahren werde nicht nur aber immer wieder ich in eben dieser Fragestunde missachtet. Und dabei war das keineswegs von Beginn an so, dass ich scharf formulierte oder gar in diesem Blog schrieb. Es verhält sich auch nicht so, dass mir etwa aus dem Wald entgegen schallte, was ich dort hineinrief. Ich habe lediglich Fragen gestellt. Die aber wurden fast ausschließlich nicht beantwortet, weswegen gelegentlich mein Ton schärfer wurde, das gebe ich gerne zu. Und seit ein paar Monaten ist es so, dass ich kaum noch meine Fragen stellen kann, sondern immer wieder unterbrochen werde. Antworten gibt es sowieso keine. Und zuletzt wurde mir eben auch noch das Wort entzogen. Nun darf ich noch nicht einmal mehr die Fragen stellen. Das war schon im März so peinlich, dass wenigstens das örtliche Anzeigenblatt erwähnte, dass man nun aber auf die Antworten am 13. Mai gespannt wäre. Gab es Antworten? Was für eine Frage!

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Schimmel

Und immer rein in die Tastatur!

Ende Dezember war ich ein wenig blogmüde, jedoch fest entschlossen, spätestens in der Vorbereitung zur Stadtverordnetenversammlung vom 04.02.2011 wieder in die Tasten zu hauen. Allerdings war ich auch sicher, dass ich bis dahin längst Antwort von der Kommunalaufsicht haben würde. Ich habe mich ja mittlerweile daran gewöhnt, dass die bemühten Politikerdarsteller der Schwarzenbeker Selbstverwaltung sich anscheinend gemeinsam verschworen haben, mir nicht mehr zu antworten und dass die Verwaltung in der Einwohnerfragestunde verstärkt darauf hinweist, dort nicht antworten zu müssen. Nachdem mir jedoch bereits im Dezember 2010 vom Kreis mitgeteilt worden war, dass man in Schwarzenbek nachgefragt habe, war ich doch sicher, dass der Kommunalaufsicht deutlich schneller und auch inhaltlich geantwortet würde. Meine Erkrankung und meine Enttäuschung über diese Fehleinschätzung, führte nicht nur zu einer längeren Unterbrechung im Blog, sondern auch zum Fortbleiben von der Versammlung vom 4. Februar.

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