Die große rote Plasmaleitung

Ein Kleinstadtmärchen

Das Kleinhirn, gleichsam die Stadtverordnetenversammlung im Rathaus unseres Kopfes, koordiniert die Bewegungen und sorgt für das Gleichgewicht. Das Großhirn sitzt etwas weiter oben im Rathaus und hört auf den Namen Frank. Frank hat viele Nervenenden, aber nicht alle sind gleich empfindlich. Ganz besonders sensibel sind die Sinnesorgane, welche Gefahr verkünden und damit sind weniger die Gefahren gemeint, die den Frank umgebenden Körper bedrohen, als vielmehr die unmittelbar mit ihm zusammenhängenden Konsequenzen. Als eines Tages im Juni der Nervus Schroeder meldete, die automatische Nivellierung der großen roten Plasmaleitung müsse schon wieder repariert werden und wenn die endgültig versage, trage Frank persönlich die Verantwortung, war das Hirn in der Zwickmühle. Durch pausenlosen Aderlass hatte es den Körper bereits in die Situation gebracht, aktuell mit 600.000 Sauerstoffatomen weniger auskommen zu müssen. Und nun sollte – Ironie der Geschichte – dieselbe Summe noch einmal abfließen!? Wie sollte Frank sich aus der Affäre ziehen, einem denkenden Wesen erklären zu müssen, dass es auf die zu seiner Versorgung überlebenswichtigen Sauerstoffatome verzichten und noch schneller als ohnehin befürchtet ausbluten muss, um für den Fall plötzlichen Blutverlustes vorübergehend gerettet zu werden? Aber, Moment mal, einem denkenden Wesen? Das konnte die Lösung sein…

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Ins Aus gedrehleitert

Man durfte sich schon wundern, dass ausgerechnet Josefin Francke (SPD) die Verlegung des Tagesordnungspunktes „Feuerwehrangelegenheiten“ vom nicht-öffentlichen in den öffentlichen Teil der gestrigen gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Finanzausschusses beantragte. Immerhin sollte an diesem Abend die Firma KUBUS den geplanten Verlauf  der europaweiten Ausschreibung vorstellen und gemeinhin macht man sich doch nur zu gern in die Hose, wenn es um „Vertragsangelegenheiten“ geht. Schließlich sollte es jetzt um die Durchführung des im Hauptausschuss wie selbstverständlich klammheimlich, nämlich natürlich nicht-öffentlich entschiedenen Ankaufs gehen. Und wir reden hier immerhin von einer Neuanschaffung im oberen sechsstelligen Bereich. Konnte es sein, dass die von dem prominenten Neumitglied der SPD, dem in den letzten Tagen viel beachteten ehemaligen Chef der Polizeigewerkschaft, am 29.07.2012 in den Lübecker Nachrichten geäußerte Einschätzung eine Rolle spielte?

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