Bislang wagt Liebe nicht, was irgend Liebe kann

Wohl wahr, ich rede von Träumen, Kindern eines müßgen Hirns, von nichts als eitler Phantasie erzeugt. (Jörg Rudat)

Bauausschuss gibt der E.ON einen Korb

Bei Frank Ruppert und Jörg Rudat mag es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, den Bauausschuss umwarb der Projektleiter der E.ON Hanse vorgestern vergeblich. Dorthin hatten die Stadtverordneten das Ansinnen vertagt, nachdem der Hauptausschuss am 18.09. noch seine Empfehlung ausgesprochen hatte. Der Stromkonzern ist gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) auf der Suche nach einem repräsentativen Städtchen in Schleswig-Holstein und nachdem man sich schon ein paar Absagen eingefangen hat, glaubt man in Schwarzenbek den richtigen Partner gefunden zu haben. Hier sei man bereits darin erfahren, etwas Neues auszuprobieren, sei flexibel und mutig genug und tauge daher als „Leuchtturm“. Den Schmeicheleien erlagen am Ende aber nur der Ausschussvorsitzende Hilger und ein weiterer Genosse. Vier Mitglieder lehnten dankend ab, drei enthielten sich der Stimme und nun darf man gespannt sein, ob der Bürgermeister nach diesem Korb noch weiter freit. Dann dürfte es wahre Liebe sein.

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Der blackbekblog hat in der Vergangenheit nie angestanden, um auch die kommunale Presse mit Hingabe zu kritisieren, nämlich immer dann, wenn Meinung und Bericht nicht sauber getrennt oder letzterer derart verzerrte, dass die Wirklichkeit nicht mehr erkennbar war. Nun wäre ich ja der letzte, der etwas gegen Meinung hätte, allerdings muss man dann entweder – so wie der blackbekblog das ausführlich tut! – die Gegenseite wenigstens zu Wort kommen lassen, oder eben keinen Zweifel daran lassen, dass es sich um MEINUNG und eben nicht um BERICHT handelt. Ganz besonders hinterfotzig wird es doch, wenn eine klare Tendenz als vermeintlich vollständige und distanzierte Berichterstattung getarnt wird. Wenn Sie sich aber bitte heute sowohl die Lübecker Nachrichten, als auch die Lauenburgische Landeszeitung kaufen wollen, werden Sie zwei hervorragende Exemplare journalistischer Arbeit vorfinden. Dabei kann nicht verwundern, dass beide Redakteure auch eine Meinung haben, das lässt sich bei klugen Köpfen selten verhindern, aber das ist auch völlig in Ordnung, wenn Bericht und Meinung getrennt werden, wie das heute in beiden Zeitungen löblich der Fall ist. Auch die Berichte selbst, hie von Marcus Jürgensen und hüben von Martin Stein sind exzellent. Das ist nicht bei allen Redakteuren so. Und diejenigen (also fast alle von uns), die eben nicht bei den Sitzungen anwesend sind, dürfen ja wohl den Anspruch haben, diese so dargestellt zu bekommen, wie sie auch wirklich waren. Das ist heute der Fall und beiden Redakteuren gebührt Anerkennung, das auf relativ kleinem Raum ohne Verzerrung und im Grunde vollständig verdichtet zu haben. Nun müssen die Zeitungen aber auch verkauft werden und wenn die Informationen auf diese Weise gebracht werden, dann sind sie den Kaufpreis auch wert!

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