Heute schreiben wir an Frau Nowacki

Allerdings möchte ich voranstellen, dass sich das Gelbe Blatt, welches hier ja auch entsprechend schlecht weggekommen ist, erstaunlich gemausert hat und nicht zuletzt dank Frau Nowacki zwar noch nicht, wie es sich selbst bewirbt, zu einer Alternative zu den Tageszeitungen geworden ist, aber doch zu einer unverzichtbaren Ergänzung. Natürlich erfolgen die Artikel immer noch selektiv und scheint auch Frau Nowacki nicht frei von Zwängen zu sein, aber im Gegensatz zu den Wohlfühlartikeln der Bergedorfer Zeitung besticht sie meist durch einen detailgetreuen und durchaus kritischen Blick. Kurz und krumm: Wenn ich heute meinen Fisch in das Blättchen wickele, habe ich es mindestens vorher gelesen und der Fisch verdirbt auch nicht mehr.

Der ehemals tote Fisch zappelt wieder

Mehr von diesem Beitrag lesen

Wie eine Bombe…

Die Bombe der LL

…schlug laut Bergedorfer Zeitung die Nachricht ein, dass Kiefaber nun doch bauen darf. Selbst der unbedarfte Leser stutzt und denkt: „Zement mal, damit hatten wir doch jetzt gerechnet!?“ Tatsächlich ist es doch unschöne Übung, dass eine Abstimmung einfach so oft wiederholt wird, bis man das gewünschte Ergebnis hat. Nachdem sich am 9. Juli die vier traurigen Helden der CDU in bewährter konservativer Tradition verdünnisierten, als es gefährlich wurde, war man doch allgemein davon ausgegangen, dass Admiral Delfs seine Süßwassermatrosen dieses Mal an Bord behalten würde. Der eigentliche Skandal, die Wiederholung ein- und derselben Abstimmung, kam in den Zeitungen kaum oder eigentlich gar nicht vor. Warum also diese Bombe, Herr Huhndorf?

Mehr von diesem Beitrag lesen

Augsburger Puppenkiste für Erwachsene

Ich fürchte, genau so läuft das in der Kommunalpolitik: Die Günstlingswirtschaft blüht und gedeiht. Man nehme einen versierten Politprofi, der sich nicht nur mit den örtlichen Gegebenheiten, sondern auch mit Kungelei, Mauschelei, Durchstecherei und Nepotismus bestens auskennt. Dieser versammele um sich eine Schar mehr oder weniger erleuchteter Vasallen, die vor allem eines wollen: einen Posten. Solcher garantiert nicht nur ein nettes, steuerfreies Nebeneinkommen von bis zu 7.000 € jährlich, sondern auch eine gewisse Wichtigkeit im Staate Protz.

Wer erinnert sich nicht der Tränen, die ein ganzes Schwimmbad füllten?

Mehr von diesem Beitrag lesen

War da was?

Ich schrieb einen Leserbrief an den Schwarzenbeker Anzeiger (Gelbes Blatt), in dem ich u.a. der FWS ein gemeinsames Anliegen mit dem Herrn Delfs von der CDU unterstellte, nämlich den Parkplatzbau am Alten Markt. In der neuesten Ausgabe antwortete nun der Vorsitzende der FWS und verwahrte sich dagegen, bevor die FWS etwa zum Sündenbock gestempelt würde. Man kenne das ja, irgend etwas bleibe immer hängen nach dem Motto „Da wird schon was dran gewesen sein“ beziehungsweise „da war doch was…“. Und ? War da nix?

Mehr von diesem Beitrag lesen

Feigheit, Lügen und Schmierentheater

Das Ergebnis der namentlichen Abstimmung liegt mir jetzt vor. Nachdem sich genügend Stadtverordnete öffentlich erklärten, kann das Ergebnis nur wie folgt lauten:

Mehr von diesem Beitrag lesen

Wer drei Mal lügt…

War da was?

Hmm?

oder:  …schön blöd, wenn man die Wahrheit spricht?

Nachdem der Fraktionsvorsitzende der Grünen die Stadtverordneten im August 2009 über angebliche Rücktritte von Ausschussmitgliedern belogen hatte, um anschließend eine Entscheidung in seinem Sinne herbeizuführen, erklärte er solches Vorgehen als übliches Verfahren. In einer späteren Sitzung dahingehend befragt, schwiegen die Stadtverordneten. Was hatte dieses Schweigen zu bedeuten?

Mehr von diesem Beitrag lesen

Augen zu und durch!?

Ob ich nun Zeitung lese oder nicht, macht kaum einen Unterschied. Das Einzige, was ich erfahre, ist das Offensichtliche: Am 9. Juli ist der „eigentlich“ schon beschlossene Deal mit Kiefaber geplatzt, was die Verantwortlichen so sehr überraschte und bestürzte, das

  • der Bürgermeister die Politik in einer Podiumsdiskussion vorführte und abwatschte;
  • der Bürgervorsteher noch kopf- und hilfloser war als zuvor;
  • der Fraktionsvorsitzende der CDU argwöhnte, in seiner eigenen Fraktion würde nicht mit offenen Karten gespielt;
  • die heimliche Fraktionsvorsitzende der SPD den Rücktritt der gesamten CDU-Fraktion forderte.

Mehr von diesem Beitrag lesen