Realpolitik für die Realschule: „Es wird nicht großartig vorangehen“

Es war zu erwarten, dass aus den Reihen der Bürgerinnen die Frage nach der Zukunft der Realschule gestellt würde. Stellvertretend für wohl die meisten interessierten Einwohnerinnen fragten der ehemalige Wehrführer Thorsten Bettin und Renate Grunert (Die Grünen) beim Stelldichein in der letzten Woche, was denn „nun endlich“ damit werden solle. „Die steht doch leer“, sprach Frau Grunert die Bürgermeisterkandidaten an, „da könnte man doch ein Bürgertreff einbauen!“ Sie warb dafür, Räumlichkeiten interessierten Bürgerinnen unentgeltlich in die Verantwortung zu übergeben. Sie unterschreibe auch gerne für einen Schlüssel: „Man muss einfach mal den Mut haben und die Bürger machen lassen!“

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„Das muss man offen tun!“

Bürgermeisterkandidat Christian Carstensen im Kurzinterview

"Wir haben viel Wert auf einen fairen Wahlkampf gelegt."

„Wir haben viel Wert auf einen fairen Wahlkampf gelegt.“

Nach den inszenierten Wahlkampfauftritten der letzten beiden Tage, hie die starken Frauen der Kommunalpolitik für Carstensen, dort der Bürgermeister mit starken Zahlen für Borchers-Seelig, wollte der blackbekblog beiden KandidatInnen Gelegenheit geben, unverfälscht und unkommentiert auf gleichartige Fragen zu antworten, die sich auf den Schlussspurt im Wahlkampf beziehen. Während der Kandidat der Parteien sofort dazu bereit war, wollte die unabhängige Kandidatin kein Interview geben. Man hatte offensichtlich kein Vertrauen in die Zusage des blackbekblog, Fragen und Antworten unkommentiert zu veröffentlichen. Dass man auf Seiten der Kämmerin nicht fröhlich über die Kommentierung des eigenen Wahlkampfes ist, kann nicht überraschen. Aber das mussten schon ganz andere verkraften. Wenn man sich vor Augen führt, wie schonungslos beispielsweise der amtierende Bürgermeister Frank Ruppert oder auch der frühere Hauptausschussvorsitzende Hans-Joachim Delfs hier im blackbekblog seziert wurden, beide aber immer die Kraft und Souveränität hatten, dem Blogger offen und sogar freundlich zu begegnen, enttäuscht die Entscheidung von Ute Borchers-Seelig doch ein wenig. Sie hätte die Möglichkeit gehabt, die Leserinnen des blackbekblog im O-Ton von sich zu überzeugen. Die Chance hat sie verstreichen lassen. Hier nun also das Interview mit Christian Carstensen vom frühen Morgen des 7. Juni 2014 am Wahlkampfstand der SPD im Lupus-Park:

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