Wie kurz sind die Beine der Kämmerin?

Um diese Werbeanzeige aus der Lauenburger Online Zeitung geht es: Carstensen ist nur eine Handpuppe des profilneurotischenBürgervorstehers, die anderen Parteien nur nützliche Idioten und der blackbekblogger ist wahlweise der (Un-)Geist, der über allem schwebt oder das höhere Wesen, das alles denkt und lenkt. Letzteres ist ja gar keine Karikatur, sondern schlicht Tatsache.

Um diese Werbeanzeige aus der Lauenburger Online Zeitung geht es: Carstensen ist nur eine Handpuppe des profilneurotischenBürgervorstehers, die anderen Parteien nur nützliche Idioten und der blackbekblogger ist wahlweise der (Un-)Geist, der über allem schwebt oder das höhere Wesen, das alles denkt und lenkt. Letzteres wäre natürlich gar keine Karikatur, sondern schlicht Tatsache.

„Können Sie diesen Sachverhalt noch einmal aufklären?“, fragte Redakteur Jan Schubert in der Bergedorfer Zeitung vom Dienstag nach der Stichwahl die Wahlsiegerin und tat dabei so, als ginge es hierbei um die ebenso redundante, wie müßige Aufklärung eines längst geklärten Umstandes. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Und der Klärungsbedarf besteht nach dem Interview sogar dringlicher, als zuvor. Denn Ute Borchers-Seelig bestand nun darauf, mit der Karikatur nichts zu tun zu haben: „Ich habe diese Karikatur weder in Auftrag gegeben, noch annonciert.“ Interessanterweise wurde die Thematik bis zu diesem Tag ausschließlich im blackbekblog problematisiert. Neben dieser Anzeige hat es diverse Tiefschläge aus dem Lager der Kämmerin gegeben. Besonderer Tiefpunkt war wohl der Vorwurf der Verleumdung, einer mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bewehrten Straftat, den Borchers-Seelig erhob, jedoch weder konkretisierte, noch gar belegte. Dazu vom blackbekblog befragt, lehnte die zur Wahrheit verpflichtete Beamtin jede Stellungnahme ab.

Mehr von diesem Beitrag lesen

40 Fakten…

Die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ (Per Anhalter durch die Galaxis)

Die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ (Per Anhalter durch die Galaxis)

Nein, in keinem Bereich müsse sie sich mehr fit machen, antwortete die frisch gewählte Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig auf die Frage der Bergedorfer Zeitung. Verwaltungstechnisch mag das bis auf die Kämmerei zutreffen, da fehlen in Schwarzenbek die Erfahrungswerte. Aber Bürgermeisterin ist auch in Schleswig-Holstein zweifellos ein politisches Amt. Entweder bedarf es nach Meinung der Kämmerin dort keiner Erfahrung oder sie hält sich in diesem Bereich für ein Naturtalent. „Politisch hat sich die 54-Jährige nie engagiert, steht damit quasi vor ihrer ’Feuertaufe’“, schreibt das Wochenblatt aus Stelle und die gemeinsame Ablehnung aller Parteien im Wahlkampf scheint auch eher darauf zu deuten, dass Borchers-Seelig in diesem Bereich noch ein wenig fitter werden könnte.

Die Mutter der Hilflosigkeit

Oh weia, das habe ich alles geschrieben?

Oh weia, das soll ich alles versprochen haben?

Kaum einen Tag ist sie gewählt und schon offenbart sich nicht nur das ganze Wahlkampfgetöse als heiße Luft, sondern zeigt sich auch das tiefe Missverständnis der neuen Bürgermeisterkämmerin vom Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung. Dem falschen Eindruck, den Sie bei den Wählerinnen erzeugte, als bestimme die Bürgermeisterin quasi die Richtlinien wie die Kanzlerin es für das Kabinett tut, unterliegt sie offenbar selbst. „Auf Kurs“ wolle sie die Politik bringen, führt die selbsternannte Süßwasserkapitänin im heutigen Interview der Bergedorfer Zeitung aus. Trotz ihrer gegenteiligen Angaben im Wahlkampf hat sie aber ganz offensichtlich nicht den blassesten Schimmer, welcher das sein könnte. Vielmehr zeigt sich ihre komplette Hilflosigkeit in ihrem sinnigerweise erst jetzt veröffentlichten Masterplan: Einen runden Tisch, die Mutter aller Hilflosigkeit, will sie einberufen und verkündet das als „Strategie“.

Mehr von diesem Beitrag lesen

40 Fakten…

41An der Mobilisierung wird es wohl gelegen haben. 2.322 Wählerinnen hatten Christian Carstensen am 25. Mai ihre Stimme gegeben und mit dieser Zahl hätte er gestern knapp gewonnen.. Ute Borchers-Seelig hatte im ersten Durchgang 2.056 Stimmen und damit fast 250 Stimmen weniger erhalten. Diese Zahl konnte sie jedoch zur Stichwahl fast komplett aufholen, während Carstensen Stimmen verloren gingen. Klar, die Wahlbeteiligung war deutlich geringer, fast 2.000 Bürgerinnen weniger sind zur Wahl gegangen. Und das müssen mehrheitlich Carstensen-Wähler gewesen sein, die dann offenbar die Wahl als bereits gelaufen angesehen haben. Was für ein Irrtum!

Kämmerin beerbt ihren Stellvertreter

Ubs, das muss ich jetzt auch mit Leben füllen?

Ubs, das muss ich jetzt auch mit Leben füllen?

Das war wohl, was man eine faustdicke Überraschung nennt. Ute Borchers-Seelig gewann zum nicht geringen Entsetzen der überwiegenden Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Schwarzenbek. Selbst die Mienen der angereisten, lokalen Politprominenz sprachen Bände. Damit hatte so recht niemand gerechnet, selbst die Kämmerin hatte das nicht wirklich erwartet, wie sie gegenüber der Presse einräumte. Ihre Masche der unabhängigen Kandidatin – in Wahrheit ist jetzt niemand von der Politik abhängiger als sie – die sich einer „Front“ (Bergedorfer Zeitung) aller Parteien und angeblichen Schlammschlacht derselben erwehren musste, hat ganz offensichtlich gezogen. Die Wahlhilfe von Amts wegen, als der amtierende Bürgermeister gut eine Woche vor der Stichwahl der Kämmerin auf einer Pressekonferenz erlaubte, sich mit vermeintlich großartigen Haushaltszahlen als Architektin der Konsolidierung zu präsentieren, dürfte ein Übriges getan haben.

Mehr von diesem Beitrag lesen

40 Fakten…

Endergebnis

40 Fakten…

39Die Finanzen bleiben „Chefsache“, verspricht die Kandidatin. Das kann man auf zwei Arten deuten:

  1. Sie waren auch bisher Chefsache, dann sind die von ihr reklamierten Erfolge in Wahrheit die ihres Stellvertreters (vulgo: Bürgermeister).
  2. Sie will Kämmerin bleiben, nur eben mit dem Dienstgrad und dem Gehalt und der späteren Pension einer Bürgermeisterin.