Fiat Pecuniam! – Teil 3

Von Rupert Talia

Teil 3: Der Kern der Krise ist mangelndes Vertrauen

Das Ganze macht jedenfalls  sofort klar, was den eigentlichen Atomkern einer Finanzkrise ausmacht: massiver allseitiger Vertrauensverlust. Die Banker wissen selbst ja sehr genau, dass ihr Geschäft im Kern darin besteht, zum möglichst großen eigenen Nutzen Schulden in die Welt zu setzen. Das ist nun einmal ihr Hauptgeschäftsmodell. Wenn sich niemand verschuldete, bräuchte es nämlich keine Banken mehr, denn alle hätten dann ja schon alles was sie brauchen, um ihre real notwendigen Dinge zu erledigen. Man muss sich das ganz nüchtern klar machen: Banken müssen die aggressivsten Lobbyisten des Schuldenmachens sein, denn davon leben sie, darauf baut ihr ganzes Geschäft auf, nur mit neuen Schulden können sie neues Geld erschaffen. Banken fördern die Verschuldung, Banken machen mit der Verschuldung ihrer Kunden Profit, Banken leben von Schulden.

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Fiat Pecuniam! – Es werde Geld!

Von Rupert Talia

Einleitung

Der Herr hat's gegeben...?

Fast alles braucht Geld, weil fast alles Geld kostet. Und nicht selten mehr, als wir haben. Dann leihen wir uns etwas, d.h. wir finanzieren, wir beschaffen uns das nötige Geld über einen Kredit. Aber wo kommt dieses Geld her, wie entsteht es? Leider lernen wir ausgerechnet darüber nichts in der Schule, obwohl es uns alle zeitlebens betrifft.

Diese Artikelserie will in 5 Teilen versuchen, die tatsächlich komplexen Strukturen auf das Prinzip zu reduzieren. Dadurch vereinfacht sie, verfälscht jedoch keineswegs. Die so genannte Expertensprache dient häufig nur dem Zweck, einfache Vorgänge möglichst undurchsichtig zu machen. Dieser Text ist hoffentlich geeignet, den Nicht-Experten a) die Angst zu nehmen, sich auf das Thema einzulassen und b) eine Grundlage zu liefern, sich eingehender damit zu befassen. Am Ende werden die Leserinnen und Leser hoffentlich feststellen, dass man kein Genie sein muss, um die Geldwerdung und ihre Tücken zu verstehen. Ein bisschen kompliziert ist es schon, aber die Grundlagen kann man (überspitzt) auch sehr einfach formulieren.

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Obacht, er kommt!

Papst Benedikt (Foto: eürodäna)

Von Rupert Talia

Der Papst besucht Berlin. Und darf im Bundestag eine Rede schwingen, oder gar predigen? Worüber denn? Über Nächstenliebe? Immerhin, manche glauben, er wird zumindest die unmenschlich entfesselte Finanzwirtschaft geißeln.

„Angemessene Löhne, Würde am Arbeitsplatz, kein Profit ohne Moral – wenn es um die Reform der instabilen Marktwirtschaft geht, ist die katholische Kirche führend, wo New Labour Angst hat, sich zu bewegen. (…) Es gibt eine Milliarde Katholiken weltweit; keine belanglose Kraft für Veränderungen, wenn sie mobilisiert werden können. Wir Interessenvertreter, Gläubige in die soziale Gerechtigkeit und gute Arbeit, machen gemeinsame Sache mit allen. die wir finden können. Und ich freue mich, dass der Papst einer von denen ist.“ (Will Hutton, The Observer: Wie ich dem Papst sagte, wie der Kapitalismus in Form zu bringen ist, 01.06.2008)

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Schweine schlachten: Burn, Euro, burn!

Von Rupert Talia

Viele Möglichkeiten gibt es zur Rettung des Euro derzeit nicht, denn vor allem deutsche Politiker, insbesondere der CSU-Waigel, aber ebenso Kohl und dann Schröder/Fischer haben

  • (a) den Euro konstitutionell halbfertig und institutionell unvollständig aus der Taufe gestemmt und dann anschließend
  • (b) die Finanzmärkte ordentlich dereguliert und ihnen so das Feld überlassen (daran beteiligt war allen voran der komplett unkomische Fips Asmussen der deutschen Finanzpolitik).

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Gewissensfragen

Von Rupert Talia

Ich sage mit Karlheinz Deschner: „Ich denke, also bin ich ‐ kein Christ“. Bevor aber nun alle Christen sich sogleich entrüsten sage ich auch: „Mir sind alle Menschen gleich lieb ‐ egal ob Christen, Juden, Muslime, Buddhisten, Andersgläubige oder Atheisten ‐ solange sie der wichtigsten Richtschnur jeder Ethik folgen: Was du nicht willst, das man Dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu“.

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Der Weltfinanzkrieg und seine (letzte?) große Schlacht

Von Rupert Talia

Sparen auf Teufel komm raus oder untergehen. So der Schlachtruf. Aber wenn Sie hinsehen, was vorgeht, dann erkennen Sie die Lüge. Was Sie sehen ist dies: Sparen auf Teufel komm raus und untergehen – denn dieser Tage zeigt Er sich wirklich – und seine Fratze. Es wird auch Zeit – die Heuschrecken haben die vielen kleinen Felder schon verwüstet, dort wächst nichts mehr oder viel zu langsam, nun muss es den Kornkammerverwaltern richtig an den Kragen gehen.

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