Die veröffentlichte Meinung

Wer es nicht im Briefkasten hatte, findet die Ausgabe auch im Internet

Wer es nicht im Briefkasten hatte, findet die Ausgabe auch im Internet

Presseartikel bieten keinen Ersatz für das eigene Erleben

„Mit einem forschen Auftritt“, schreibt das gestrige Gelbe Blatt, „machte die jetzige Kämmerin Ute Borchers-Seelig ihre Ambitionen deutlich“. Und wieder muss man festhalten, dass man das so ausdrücken kann. Aber trifft es das Geschehen wirklich? Bereits im Wochenend-Anzeiger fand man eine eher euphemistische Vokabel für den Auftritt der Kandidatin: „Zurückhaltend“ nannte Susanne Nowacki den unsicheren, kurzatmigen und sichtlich nervösen Auftritt der obersten Buchhalterin der Stadt, die nicht einmal in ihrem ureigenen Metier die Fakten kannte.

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Zeitung lesen!

Der blackbekblog hat in der Vergangenheit nie angestanden, um auch die kommunale Presse mit Hingabe zu kritisieren, nämlich immer dann, wenn Meinung und Bericht nicht sauber getrennt oder letzterer derart verzerrte, dass die Wirklichkeit nicht mehr erkennbar war. Nun wäre ich ja der letzte, der etwas gegen Meinung hätte, allerdings muss man dann entweder – so wie der blackbekblog das ausführlich tut! – die Gegenseite wenigstens zu Wort kommen lassen, oder eben keinen Zweifel daran lassen, dass es sich um MEINUNG und eben nicht um BERICHT handelt. Ganz besonders hinterfotzig wird es doch, wenn eine klare Tendenz als vermeintlich vollständige und distanzierte Berichterstattung getarnt wird. Wenn Sie sich aber bitte heute sowohl die Lübecker Nachrichten, als auch die Lauenburgische Landeszeitung kaufen wollen, werden Sie zwei hervorragende Exemplare journalistischer Arbeit vorfinden. Dabei kann nicht verwundern, dass beide Redakteure auch eine Meinung haben, das lässt sich bei klugen Köpfen selten verhindern, aber das ist auch völlig in Ordnung, wenn Bericht und Meinung getrennt werden, wie das heute in beiden Zeitungen löblich der Fall ist. Auch die Berichte selbst, hie von Marcus Jürgensen und hüben von Martin Stein sind exzellent. Das ist nicht bei allen Redakteuren so. Und diejenigen (also fast alle von uns), die eben nicht bei den Sitzungen anwesend sind, dürfen ja wohl den Anspruch haben, diese so dargestellt zu bekommen, wie sie auch wirklich waren. Das ist heute der Fall und beiden Redakteuren gebührt Anerkennung, das auf relativ kleinem Raum ohne Verzerrung und im Grunde vollständig verdichtet zu haben. Nun müssen die Zeitungen aber auch verkauft werden und wenn die Informationen auf diese Weise gebracht werden, dann sind sie den Kaufpreis auch wert!

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Ehrenkodex

Die gute Nachricht vorneweg: Die Feuerwehr Schwarzenbek liest den blackbekblog. Die schlechte Seite der Medaille: Sie steht ihm nicht für Informationen zur Verfügung. Der Wehrführer findet zwar Zeit für die Lektüre und auch für Mails an die Redaktion, aber darin beschäftigt er sich nicht etwa mit den vielen, seit über einem Monat unbeantworteten Fragen, sondern verwahrt sich z.B. gegen den Vorwurf der Lüge. Vermutlich hat er doch nicht so viel Zeit – oder liest nicht genau genug – denn der Vorwurf wurde hier nicht erhoben. Der blackbekblog hatte vielmehr die Frage gestellt, wie die folgende – jetzt auch noch einmal ggü. dem blackbekblog wiederholte – Aussage des Wehrführers einzuordnen ist:

„Die Drehleiter konnte mit dem Defekt am Korb aus Sicherheitsgründen nicht in Grove eingesetzt werden.“

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Lügen haben kurze Beine – und lange Drehleitern

Unterstützt die Feuerwehr bei welcher Arbeit auch immer: Timo Jann

Auf einmal wird alles wieder gut. „Ungewohnt einig“ seien sich die Stadtvertreter im Hauptausschuss gewesen, befanden die Lübecker Nachrichten am 21. September und die Kollegen der Bergedorfer Zeitung hatten bereits Tags zuvor vermeldet, die Politiker stünden nach erneuten Beratungen zu dem bereits gefassten Beschluss. Dazu passte, dass die Beschlussvorlage für den 19. September gar keinen Beschluss vorsah, sondern nur wortreich die widersprüchlichen Aussagen der vergangenen Wochen zu korrigieren suchte. Wie bestellt, wurde das Ganze flankiert von Berichten in beiden Blättern am 18. September über den Brand an der Grover Biogasanlage. Nun wollen wir nicht so weit gehen, dass der Brand etwa inszeniert wurde, aber schamlos instrumentalisiert wird er vom Wehrführer offenbar doch. „Wir haben unsere Drehleiter hier nicht eingesetzt, um wegen der wiederholten technischen Ausfälle nicht unnötig die Besatzung in Gefahr zu bringen“, lässt sich Martin Schröder gleichlautend in beiden Zeitungen zitieren, was nicht weiter überraschend ist, da beide Artikel aus der Feder des Feuerwehrreporters Timo Jann stammen. Überraschend mag für den einen oder anderen sein, dass nach hier vorliegenden Informationen, die Drehleiter an diesem Tag gar nicht hätte eingesetzt werden können, da sie genau zu diesem Zeitpunkt repariert wurde! Wie würden Sie also die Aussage des Wehrführers nennen? Taktisch klug? Oder doch einfach nur – selbstverständlich im Interesse der Sache! – gelogen?

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„Tendenziöse, selektive Berichterstattung“

Der musste auf manche Presseartikler keine Rücksicht nehmen, weil er genügend andere als Verbündete hatte. Das kann nicht jeder von sich behaupten.

Geben Sie es ruhig zu: Solche Töne überraschen Sie hier nicht wirklich. In der politischen Auseinandersetzung kommen sie allerdings nicht ganz so häufig vor und dass eine Partei derart gegen die Presse holzt, kannte man eigentlich auch nur zu Franz-Josef Strauss’ Zeiten. Der konnte sich in Bayern seiner Sache sicher sein und daher waren die Ausfälle gegen die „linke Kampfpresse“ eher die Regel, denn eine Seltenheit. Dass nun aber in Schwarzenbek jemand in dieser Weise auf die Lauenburgische Landeszeitung einschlägt, geschieht der zwar grundsätzlich recht, stellt aber doch ein erhebliches Wagnis dar. Schlimm genug, dass man so etwas denken muss, wo Journalisten doch gehalten sind, ohne Ansehen der Person wahrheitsgemäß und distanziert zu berichten. Tatsächlich läuft das aber anders und ist auch täglich  zu beobachten.

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Die Pinocchio-Verschwörung

SPD und CDU wollen in Sachen Sparsamkeit nun „mit gutem Beispiel vorangehen“, sagen voller Ernst deren beiden Ortsvereinsvorsitzende. So werden sie zumindest heute in den Lübecker Nachrichten zitiert. Der Artikel stammt nicht wie üblich von Silke Geercken, sondern von einem Martin Stein. Hatte Frau Geercken sich für diese Aufgabe disqualifiziert, nachdem sie den „Retter der SPD“ (Zitat: Nils Hilger), den offensichtlichen Gegenspieler Franckes, Konrad Freiberger zu gut hatte aussehen lassen? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass der blackbekblog nicht nur nicht eingeladen war, sondern auch keine Kenntnis von dem Termin hatte. Wir wissen nicht, ob Rückfragen bei dem PR-Termin zugelassen waren. Wir wissen aber, dass keine gestellt wurden, denn anders kann man doch wohl kaum erklären, warum Francke-Schmeil mit dieser lächerlichen Verzerrung der Wirklichkeit durchkamen, zumindest bei den Hofberichterstattern der kommunalen Presse.

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Glaubensfrage

Ob das der korrekte Dienstweg ist: Erst zur Zeitung, dann zum Chef?

„Dass uns die Drehleiter uneingeschränkt zur Verfügung steht, glaube ich nicht“, wird der Wehrführer in der heutigen Lauenburgischen Landeszeitung zitiert und es lohnt sich, auch seine restlichen Äußerungen in diesem Artikel genau anzuschauen. So hebt er auch darauf ab, dass nach aktueller Beschlusslage es „jetzt wohl drei oder mehr Jahre dauern“ wird, ehe man ein neues Fahrzeug bekomme. Tatsächlich ist das so und dürfte auch keinerlei Überraschung für den Wehrführer bedeuten, denn das steht seit 2010 fest und war in den letzten zweieinhalb Jahren kein Grund, derartige Erpressungsversuche zu starten. „Die Leiter ist und bleibt alt und anfällig“, so Schröder, aber das ist sie eben schon länger und war in der jüngeren Vergangenheit auch kein Grund, an dem Prinzip zu rütteln, dass die Geräte bis kurz vor der nächsten Inspektion genutzt werden. Denn das ist auch spannend an diesem Artikel bzw. am Kommentar des Marcus Jürgensen. Die einzigen, die am Prinzip rütteln, sind diejenigen, die jetzt partout vorfristig eine Ersatzbeschaffung bereits VOR Ablauf der aktuellen Inspektionsperiode verlangen. Diese Leute müssten „ein anderes Konzept erarbeiten“, wenn sie der Meinung sind, dass eine gewisse Reparaturanfälligkeit bereits in dem abgesprochenen Nutzungszeitraum eine Ersatzbeschaffung auslösen soll!

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