Harndrang und Erfolgsdruck

Viele Verantwortliche bedeutet letztlich kein Verantwortlicher

Am nächsten Morgen hoffe sie bereits ein Schreiben vorzufinden, zeigte sich die Bürgermeisterin in der Einwohnerversammlung vom vorvergangenenen Donnerstag zuversichtlich, was die Lösung der Frage des Fahrkartenverkaufs am Bahnhof angeht. Die Situation sei schwierig, weil so viele Stellen innerhalb des Deutsche-Bahn-Konzerns zustimmen müssten. Nachdem sie aber „sofort die Bahn angerufen“ habe, als sie hörte, der Verkauf sei eingestellt worden, sollte diese „unzufriedenstellende“ Situation doch bald behoben sein. Wer nun am vergangenen Donnerstag die Homestory des Hofberichterstatters Huhndorf las, stolperte über die exakt gleiche Formulierung „wegen der unterschiedlichen Besitzverhältnisse innerhalb des Konzerns“ und wurde erneut von der Bürgermeisterin auf den nächsten Freitag vertröstet. Dann habe sie angeblich „ein Gespräch mit allen Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG für den Bahnhof“.

Mehr von diesem Beitrag lesen

„Ich kann keinen Fehler erkennen“

Um Missverständnisse auszuräumen, seien hier zwei Dinge korrigiert: Die Einwohnerversammlung hat bereits am vergangenen Donnerstag stattgefunden und nicht am Freitag, wie hier zu lesen war. Der Blogger war seiner Zeit voraus (honi soit qui mal y pense!). Auch dauerte die Veranstaltung nicht nur eine Viertelstunde, sondern eine gute ganze. Von der vorbereiteten Information der Stadtverwaltung dauerte sie nur eine Viertelstunde, so war das gemeint. Hätte es nicht wenigstens ein paar Einwohner mit Fragen gegeben, wäre die Veranstaltung tatsächlich als legendär (kurz) zu benennen, wie ein Kommentar im blackbekblog es tat. So aber war sie nur als läppisch zu bezeichnen.

Aber wir waren bei der Frage, welche Themen die Bergedorfer Zeitung aus den tatsächlich vorgekommenen auswählte und daher soll die Aufzählung im blackbekblog auch komplettiert werden, denn diesem Anspruch will der Blogger (mindestens) gerecht werden.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Zivilcourage gegen Asoziale

Es bleibt auch nach Jahren der Aufklärungsarbeit dabei: Wer nur einen verkürzten und eingefärbten Blick sowie eine ebenso willkürliche wie manipulative Auswahl auf die Geschehnisse in der Stadt haben möchte, der lese die Bergedorfer Zeitung. Wer mehr wissen möchte, gehe selber hin!

hundekot-und-asoziale

Mehr von diesem Beitrag lesen

Wie kurz sind die Beine der Kämmerin?

Um diese Werbeanzeige aus der Lauenburger Online Zeitung geht es: Carstensen ist nur eine Handpuppe des profilneurotischenBürgervorstehers, die anderen Parteien nur nützliche Idioten und der blackbekblogger ist wahlweise der (Un-)Geist, der über allem schwebt oder das höhere Wesen, das alles denkt und lenkt. Letzteres ist ja gar keine Karikatur, sondern schlicht Tatsache.

Um diese Werbeanzeige aus der Lauenburger Online Zeitung geht es: Carstensen ist nur eine Handpuppe des profilneurotischenBürgervorstehers, die anderen Parteien nur nützliche Idioten und der blackbekblogger ist wahlweise der (Un-)Geist, der über allem schwebt oder das höhere Wesen, das alles denkt und lenkt. Letzteres wäre natürlich gar keine Karikatur, sondern schlicht Tatsache.

„Können Sie diesen Sachverhalt noch einmal aufklären?“, fragte Redakteur Jan Schubert in der Bergedorfer Zeitung vom Dienstag nach der Stichwahl die Wahlsiegerin und tat dabei so, als ginge es hierbei um die ebenso redundante, wie müßige Aufklärung eines längst geklärten Umstandes. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Und der Klärungsbedarf besteht nach dem Interview sogar dringlicher, als zuvor. Denn Ute Borchers-Seelig bestand nun darauf, mit der Karikatur nichts zu tun zu haben: „Ich habe diese Karikatur weder in Auftrag gegeben, noch annonciert.“ Interessanterweise wurde die Thematik bis zu diesem Tag ausschließlich im blackbekblog problematisiert. Neben dieser Anzeige hat es diverse Tiefschläge aus dem Lager der Kämmerin gegeben. Besonderer Tiefpunkt war wohl der Vorwurf der Verleumdung, einer mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bewehrten Straftat, den Borchers-Seelig erhob, jedoch weder konkretisierte, noch gar belegte. Dazu vom blackbekblog befragt, lehnte die zur Wahrheit verpflichtete Beamtin jede Stellungnahme ab.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Saure-Gurken-Zeit einmal anders

BeZettDie unmittelbar nach der Stichwahl einsetzende Kritik vieler UBS-Unterstützer, die Parteien mögen doch bitte (endlich) das Wahlergebnis akzeptieren, hatte schon skurrile Züge, denn erstens hat ja ernsthaft niemand das Ergebnis in Zweifel gezogen, wenn auch die Lübecker Nachrichten von dementen WählerInnen zu berichten wusste. Zweitens hat „die Politik“ das Ergebnis sogar schneller kompensiert, als die meisten anderen. Während die gewählte Kämmerin noch am Verdauen war, hatten Kommunalpolitikerinnen aller Parteien, wenige Tage zuvor noch im Verbund für Carstensen trommelnd, unmittelbar nach der Wahlentscheidung per Pressemitteilung vom 18. Juni ihren Willen zur Zusammenarbeit unterstrichen. Gestern, am 24. Juni hat dann auch die Tagespresse darauf reagiert und es ist interessant, wie unterschiedlich ein und dieselbe Mitteilung dargestellt werden kann.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Schröder schäumt und schlägt um sich

LOZNur „an sich“ hält sie es für eine gute Idee, dass Politiker unabhängig sein sollen, kommentiert die Lauenburger Online Zeitung – ansonsten eher spezialisiert auf das ebenso blitzschnelle wie unkritische Veröffentlichen von Pressemitteilungen – das „Überlaufen“ des Heinz-Werner Rose von den Freien (sic!) Wählern Schwarzenbek zu den Sozialdemokraten. Allzu frei soll ein Abgeordneter über sein Mandat aber nicht verfügen sollen, meint Wolfgang Reichenbächer und spricht dem imperativen Mandat das Wort. Gar „das ganze Gefüge innerhalb einer Stadtvertretung“ sieht er potentiell gefährdet, wenn eine ganze Fraktion die Partei wechselte, „womöglich in ein radikales Lager“. Geradezu unverschämt findet der Kopf hinter der LOZ, wenn diese Politiker dann immer noch behaupten wollten, von den Bürgern gewählt worden zu sein.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Ein ergebnisorientierter Beamter weniger

Hans-Jürgen Stribrny verlässt nach fast 37 Jahren das Schwarzenbeker Rathaus

Hans-Jürgen Stribrny verlässt nach fast 37 Jahren das Schwarzenbeker Rathaus

Über 36 Jahre hat Hans-Jürgen Stribrny als Verwaltungsangestellter die Schwarzenbeker Geschicke begleitet und bisweilen nicht unwesentlich gestaltet. Hauptsächlich als Leiter des Ordnungsamtes war er jedoch auch in vielen anderen Bereichen tätig, als guter Beamter eben an der Stelle, an der man ihn einsetzte. Nun geht er in Pension und die Bergedorfer Zeitung widmet ihm einen langen Artikel und würdigt auf diese Art sicher angemessen seine Tätigkeit. Doch es wäre nicht die Bergedorfer Zeitung, wenn sich darin nicht auch ein Fitzelchen sachfremde Politikmache versteckte, und es wäre nicht der blackbekblog, wenn er es nicht aufspießte. In Sachen Holzhaus Nordost, bekanntlich eine Einrichtung der Stadtjugendpflege Schwarzenbek in der Cesenaticostraße, erlebte Stribrny seinen „beruflichen Tiefpunkt“, als es „heftige Kritik aus den Reihen der Politik“ gegeben habe. Ersteres ein Zitat von Stribrny, letzteres eine Wertung der Zeitung.

Mehr von diesem Beitrag lesen