Verbrüderung unter Vorbehalt

Die Urkunde von 1961

Die Urkunde von 1961

„Nicht fair“ sei das gegenüber den anderen Institutionen, meinte der Vorsitzende des Finanzausschusses in dessen Sitzung am 2. Juni. Gemeint war die Beschlussvorlage zum TOP 15, wonach für das Verbrüderungstreffen „Jumelage“ in 2015 in Schwarzenbek statt der ursprünglich angesetzten 30.000 EUR nun ein erhöhter Ansatz von 80.000 EUR zum Zuge kommen sollte. Und das könne schließlich noch mehr werden, sorgte sich Frank Schmeil (CDU). Die Einführung in den Tagesordnungspunkt machte das Missverständnis bereits deutlich: Bei der Ausrichtung dieses Festes geht es nicht etwa darum, einen Verein und dessen spezielles Interesse zu unterstützen. Entweder bekennt sich die Europastadt auch weiterhin zu dem Gedanken der Verbrüderung, füllt das mit Leben und lässt es sich dann natürlich auch etwas kosten oder Europa und das Jumelage gehören eben nicht zur Identität der Stadt.

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Eine Frage der Persönlichkeit

In der Pressekonferenz vom vergangenen Freitag wurde nicht nur die Unterstützung nunmehr aller Parteien für den Kandidaten Christian Carstensen, sondern auch eine tiefe Entfremdung zwischen der Politik und der Spitze der Verwaltung deutlich. Der Bergedorfer Zeitung hat es gefallen, das als „Front für Carstensen“ zu bezeichnen. Das ist insofern ein seltsamer Sprachgebrauch, als es wenn schon, dann eher eine Front gegen Borchers-Seelig wäre. Im Artikel selbst taucht dann die eigenwillige Interpretation auf, als ob Union und Grüne ihre Entscheidung für Carstensen nicht als Entscheidung gegen Borchers-Seelig verstanden wissen wollten. Allerdings drehte sich die halbe Pressekonferenz um den unsauberen Wahlkampf und die aus Sicht der Parteien fehlende Qualifikation der Kämmerin.

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40 Fakten…

15Wer auch immer als Erster auf den Slogan gekommen ist, dass Schwarzenbek eine lebens- und liebenswerte Stadt sei, hat sich offenbar von dem Reim verleiten lassen. Eine liebenswerte Stadt ist eindeutig positiv konnotiert, aber lebenswert bedeutet ja wohl eher ein mit deutlichen Erschwernissen beladenes Dasein, was aber noch so gerade lebenswert ist: zu gut zum Sterben eben. So eine Stadt verfügt über keine Mittel mehr und bedarf daher dringend des ehrenamtlichen Einsatzes, wenn sie nicht sterben soll. Da kann man nur hoffen, dass sie liebenswert ist, denn sonst wird sich wohl bald niemand mehr finden.

…wird fortgesetzt

In die Mitte der Gesellschaft

Das traditionelle Geschenk wird dem Hausherren Norbert Lütjens von Susanne Heyer-Borchelt überreicht.

Die Aufregung war dem Stadtjugendpfleger ins Gesicht geschrieben, als er am vergangenen Donnerstag knapp 100 Gäste zur offiziellen Eröffnung des neuen Jugendtreffs in der Hans-Böckler-Straße empfing. Obwohl er die Räumlichkeiten nun schon zum wiederholten Mal präsentiere, sagte Norbert Lütjens, sei die Jugendarbeit eben nicht nur Beruf, sondern auch Herzenssache und insofern bat er, seine Kurzatmigkeit zu verzeihen. Wenn in die Aufregung auch die Sorge mit einspielte, dass die späteren Auftritte  der Jugendlichen und Jungerwachsenen ungeprüft und ungeprobt ablaufen sollten, so war diese unbegründet. Im Gegensatz zur Verwaltung und Politik hatte man bei den Veranstaltern nie das Gefühl, dass etwa improvisiert werden musste. Frank Ruppert, an und für sich ein guter Redner, hatte für diesen Abend nur ein paar Floskeln, den allfälligen Dank an die Unterstützer und eine recht flapsige Bemerkung über die Finanzierung übrig. Kein Wunder, dass Lütjens den Bürgermeister zu früh von der Bühne holen wollte, so wenig strukturiert war dessen Beitrag. Die Politik hatte offenbar gar nichts vorbereitet. Der Bürgervorsteher war wenigstens anwesend, der Vorsitzende des Sozial- und Kulturausschusses jedoch nicht und hatte auch keinen Vertreter entsandt. Susanne Heyer-Borchelt sprach dann zwar als Ausschussmitglied im Namen der Politik und überreichte dem Jugendpfleger Brot, Salz und Glückscent, aber das war offensichtlich eine Eigeninitiative der früheren Sozialausschussvorsitzenden.

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Alarmierung wird angepasst

5 Wochen nachdem der blackbekblog der Feuerwehr über deren eigenes Kontaktformular ein paar Fragen gestellt hat, erreichte ihn heute Mittag eine Mail aus dem Rathaus. Björn Warmer, der Mann für alle Fälle musste offenbar einmal mehr herhalten, um Fragen zu beantworten, die er gar nicht beantworten kann. Er brachte das Kunststück dennoch fertig und präsentierte nun eine Darstellung, die einem Respekt abnötigt und die, wenn sie denn von vorneherein als Sprachregelung verabredet worden wäre, wohl kaum so viel Misstrauen hätte erzeugen können. Zu einem so späten Zeitpunkt jedoch, wenige Stunden vor der zu erwartenden Rücknahme der ablehnenden Beschlüsse des Bau- und des Finanzausschusses, wirken sie, zumal vor dem Hintergrund der widersprüchlichen Aussagen der Wehrführung und der ganzen widerlichen Kommentare in den örtlichen Medien sowie den ungewöhnlich offenherzigen Aussagen des Hauptausschussvorsitzenden, wie der Versuch, zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

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Ehrenkodex

Die gute Nachricht vorneweg: Die Feuerwehr Schwarzenbek liest den blackbekblog. Die schlechte Seite der Medaille: Sie steht ihm nicht für Informationen zur Verfügung. Der Wehrführer findet zwar Zeit für die Lektüre und auch für Mails an die Redaktion, aber darin beschäftigt er sich nicht etwa mit den vielen, seit über einem Monat unbeantworteten Fragen, sondern verwahrt sich z.B. gegen den Vorwurf der Lüge. Vermutlich hat er doch nicht so viel Zeit – oder liest nicht genau genug – denn der Vorwurf wurde hier nicht erhoben. Der blackbekblog hatte vielmehr die Frage gestellt, wie die folgende – jetzt auch noch einmal ggü. dem blackbekblog wiederholte – Aussage des Wehrführers einzuordnen ist:

„Die Drehleiter konnte mit dem Defekt am Korb aus Sicherheitsgründen nicht in Grove eingesetzt werden.“

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