Wenn ich Bürgermeisterin würde

Dazu müsste ich mich im Vorwege mit der Organisationsuntersuchung der Verwaltung der Fa. Kienbaum auseinandersetzen.

Organisationsuntersuchung

Link zum Bericht

Ich würde feststellen, dass mich der Bericht erschlägt. Ich war zwar 13 Jahre Stadtverordnete, aber ich könnte nicht behaupten, dass ich diese umfassende Analyse durchdringe. Obwohl ich jahrelang mit der Verwaltung zusammengearbeitet habe. Ich behaupte gut, denn ich fühlte mich immer durch die Mitarbeiter*innen unterstützt.

Auf mich käme eine große Herausforderung zu: die Umstrukturierung der Verwaltung. Aus meiner Sicht lief doch alles gut. Jetzt müsste ich die aktuellen Verwaltungsprozesse durchdringen, um den Organisationsbericht zu verstehen. Damit ich sähe, wo Veränderungen notwendig seien. Ich benötigte dann ein Projektmanagement zur Prozesssteuerung. Gleichzeitig müsste ich die 121 Mitarbeiter*innen motivieren, um sie in diesem Prozess nicht zu verlieren. Aber wie sollte ich das bewerkstelligen, ohne Leitungserfahrung und Verwaltungskenntnisse? Könnte ich diese Frage mit kommunalpolitischer Erfahrung beantworten? Da kämen schon die nächsten Fragen.

Würden die Mitarbeiter*innen es akzeptieren und mich unterstützen, wenn ich dieses Amt bekleide, weil ich mich auf meine kommunalpolitische Erfahrung beriefe? Hätte ich einen Anfängerbonus?

Tafel

Heute sonnt sich die Politik gerne in der Erfolgsgeschichte der Schwarzenbeker Tafel. Damals hat sie die Investition in den Ursprungs-Container abgelehnt. Hätte ich nicht die Gesamtkosten unter 5.000 € verhandelt bekommen, hätte sich der damalige Bürgermeister die Anschaffung nicht zueigen machen können (Link zum Jubiläumsartikel in der Bergedorfer Zeitung)

Ich könnte diese Fragen auch wegwischen, denn die Bürgermeisterin wäre ja gewählt. Also müsste die Verwaltung mit mir leben. Trotzdem würde ich sehr viel Zeit benötigen, um mich in meine Position einzuarbeiten, auch wenn ich eine schnelle Auffassungsgabe habe. Man darf nicht vergessen, ein Auszubildender zum Verwaltungsfachangestellten benötigt 3 Jahre. Ich könnte nicht einmal damit aufwarten. Ich hätte nur den kommunalpolitischen Blick auf die Verwaltung.

Nach meinem Verständnis zeigt der Organisationsbericht, dass die Verwaltung noch nicht an die veränderten Rahmenbedingungen der heutigen Zeit angepasst ist. Die aktuelle Spitze, die selbst aus der Verwaltung gekommen ist, ist diese Anpassung schuldig geblieben. Und nun sollte ich diese hohe Latte überwinden? Typisch Frau, macht sich wieder mal Gedanken! Weg damit!

Gut, nächste Herausforderung. Die Kommunalpolitik. Feierabendpolitiker, deren Blick nicht nur auf Sachzusammenhänge gerichtet ist, sondern allzu häufig auch auf Selbstdarstellung und Eigeninteressen. Wie könnte ich Verwaltung und Politik in Einklang bringen? Ich wäre doch abhängig von den Entscheidungen der Stadtvertreter. Also wie könnte ich ein vertrauensvolles Miteinander zum Wohle von Schwarzenbek erreichen? Könnte mir da mein Blick von außen, d.h. mein Blick von kommunalpolitischer Seite, helfen? Auch hier wäre es notwendig, ein Konzept parat zu haben, um nicht unvorbereitet diese Aufgabe zu übernehmen.

Holzhaus

Das Holzhaus an der Verbandsschule Nord-Ost. In dem Artikel der Bergedorfer Zeitung über den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wird die Initiatorin freundlicherweise genannt.

Um den Bogen zu schließen, gibt es die dritte Herausforderung. Der Bürgerservice. Laut Organisationsbericht habe dieser die höchste Priorität in der Verwaltung.

Da kommen schon wieder diese Fragen. Wie sieht es mit der online-Bearbeitung der Bürgeranliegen aus? Ist die online-Übertragung der Ausschusssitzungen und Stadtvertreterversammlungen möglich?

Fragen über Fragen. Mir wird schon ganz schwindlig. So komme ich zu der entscheidenden Frage: Bin ich diesen umfangreichen Herausforderungen gewachsen?

Mein Fazit: Schuster bleib bei deinen Leisten!

Ich konnte als kommunalpolitisches Mitglied die Umsetzung der Schwarzenbeker Tafel sowie den Neubau des Holzhauses Nord-Ost als Jugendprojekt erreichen. Hierbei hatte ich die Unterstützung der Verwaltung und konnte etwas für Schwarzenbek tun.

Gut, dass es nur ein Gedankenspiel war!

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