40 Fakten…

Catch 22Nicht einmal orientieren muss sich Ute Borchers-Seelig nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin, denn sie hat nicht nur die Ausbildung zur Bürgermeisterin durchlaufen, sondern offenbar auch schon jede Menge Erfahrung als Bürgermeisterin und zwar nicht nur grundsätzlich, sondern in Schwarzenbek selbst. Überraschen würde das nicht, weil der amtierende Bürgermeister tatsächlich seit einiger Zeit so wirkt, als hätte er die Amtsgeschäfte bereits übertragen.

Man sieht, dass man es mit der Angeberei auch übertreiben kann, denn selbst eine tatsächlich erfahrene Bürgermeisterin müsste sich an einem neuen Schreibtisch erst einmal orientieren. Wenn sogar Wolverine von den X-Men, also der Darsteller Hugh Jackman sagt, er könne niemandem vertrauen, der vor nichts Angst hat, dann sollte die Kämmerin sich das eine Lehre sein lassen: Alleskönner und Alleswisser, die sich alles zutrauen, neigen dazu, den größten Scheiß zu bauen, da sie von Natur aus beratungsresistent sind. Wer außer Gott sollte auch infragekommen?

Gleich nach Ihrer Wahl stehe sie dem Bürgermeister zur Seite, schreibt sie und man wundert sich, was sie bisher tat. Stand sie ihm als Kämmerin nicht zur Seite? Will sie ab dem 15.06. bis zur Amtseinführung etwa nicht mehr ihrem eigentlichen Job nachgehen? Wie soll man sich das vorstellen, wo sie doch für den Wahlkampf bereits ihren Urlaub verbraucht? Ja, Zeit ist wertvoll, da hat sie recht. Sie für Orientierung zu nutzen, bevor man den Weg einschlägt, scheint gar keine schlechte Idee zu sein und tatsächlich sagte die Kämmerin das bei der Kandidatenvorstellung im Gymnasium auch selbst:

„Mein Handlungs- und Strategiekonzept sieht folgenden Ablauf vor: Erstens Bestandsaufnahme, dann Planung und dann kommen die Bürger dazu.“

Wie es scheint, weiß die Kämmerin entweder nicht mehr, was sie sagt oder sie sagt einfach alles, damit alles gesagt ist, wenn sie ausgesprochen hat und niemand denkt, sie hätte nicht alles gesagt. Oder das Gegenteil davon.

3 Responses to 40 Fakten…

  1. Timo Rietbrok says:

    Ich bin nach Bekanntwerden der Stichwahl auf diesen Blog aufmerksam geworden und möchte auf diese Weise etwas dazu beitragen.So wie es aussieht, trauen Sie ihren mündigen Lesern nicht zu, sich eine eigene Meinung zu bilden.
    Es ist doch erstaunlich, wie viel Zeit und Kraft Sie in das Beleidigen und Lächerlichmachen von Frau Borchers-Seelig investieren, Herr Borchelt. Vor allem als Vater von vier Kindern ist es bewundernswert, dass dafür noch so viel Zeit bleibt!
    Es zeigt mir aber auch, dass Sie Frau Borchers-Seelig doch als eine würdige Gegnerin sehen, für die sich der ganze Zirkus hier lohnt.
    Ich denke, jeder kann den Kanditaten wählen, den er für richtig hält. Wenn Sie Frau Borchers-Seelig so schrecklich finden, wählen Sie sie einfach nicht, aber hören Sie auf, sie derart in den Dreck zu ziehen. Frau Borchers-Seelig mag nicht perfekt sein ,aber dass Ihr in den Himmel gelobte Herr Carstensen auch eine Menge Fehler während seines Wahlkampfes gemacht hat, ignorieren Sie völlig.
    Wollen wir einen Bürgermeister haben, der Menschen öffentlich als „Vollpfosten“ beleidigt oder ihnen an öffentlichen Orten unterstellt, sie hätten keine Ahnung von Demokratie? So redet keiner, der sich auf das Amt des Bürgermeisters bewirbt. Auch dass er Kaffee an Kinder ausgeschenkt hat, lässt mich an seiner Menschenkenntnis doch sehr zweifeln.
    Zuletzt noch einen Link für eine Internetseite über das korrekte Zitieren, Herr Borchelt. Da haben Sie, gelinde gesagt, noch Nachholbedarf.;-) Wussten Sie zum Beispiel, dass man sich „Fakten“ nicht einfach so ausdenken darf? http://www.arbeitschreiben.de/kap11.htm

    • Matthias Borchelt says:

      Hallo Herr Rietbrok,

      vielen Dank, dass Sie den Blog gelesen haben und sich beteiligen. Wie Sie allerdings darauf kommen, dass ich meinen Leserinnen nicht zutraue, sich eine eigene Meinung zu bilden, bleibt Ihr Geheimnis. Ich fordere sie ja gerade dazu auf und auch dazu, den Blog bitte nur als Meinung zu verstehen und nicht als Verkündung der Wahrheit! Das ist alles hier nachzulesen. Bitte beachten Sie insofern die Bedienungsanleitung!

      Wo ich Frau Borchers-Seelig beleidigt hätte, sagen Sie nicht. Sie unterstellen mir das lediglich. Lächerlich macht sie sich höchstens selbst, das können Sie mir schwerlich anlasten. Sie ist übrigens nicht meine Gegnerin, sondern die des Herrn Carstensen. Mit dem habe ich nicht mehr zu tun, als dass ich Bürger einer Stadt bin, deren Bürgermeister er werden möchte. Und ja, jetzt wo Frau Wladow und Herr Piossek ausgeschieden sind, kann ich mir gut vorstellen, ihn zu wählen. Aber das tut ja gar nichts zur Sache. Auch lobe ich ihn weder in den Himmel, noch ziehe ich Frau Borchers-Seelig in den Dreck. Ich beschreibe, was ich sehe und höre und lese und kommentiere das dann. Diese Kommentare mögen Ihnen nicht gefallen, entsprechen aber meiner Meinung und ich hoffe, das ist Ihnen ebenso heilig wie mir, dass jede/r die äußern darf.

      Ich ignoriere keine Fehlleistungen, die ich als solche erlebe. Das mit den Vollpfosten hatte ich gelesen. Dabei handelte es sich um Neonazis. Wie soll man die Ihrer Meinung nach bezeichnen? Ich empfinde Vollpfosten noch als geradezu liebevoll, weil es die Möglichkeit zulässt, diese Leute wären nur dumm und verblendet.

      Mit den „öffentlichen Orten“ meinen Sie hoffentlich so etwas wie Facebook. Das ist öffentlich, richtig, aber ich habe nicht gesehen, dass Herr Carstensen dort irgendjemandem irgendeine Ahnung abgesprochen hätte. Insofern hätte ich dafür gerne einen Beleg, sonst müsste ich Ihren Kommentar auch dahingehend redigieren, denn unwahre Tatsachenbehauptungen über andere Personen darf man nicht aufstellen. Der Kaffee für Kinder gehört in dieselbe Rubrik. Ich habe dafür keinen Beleg und Sie geben mir auch keinen.

      Aber Sie geben mir einen Link für das richtige Zitieren. Danke, ich kannte das bereits. Habe ich etwas falsch zitiert? Sagen Sie mir doch einfach wo und ich überprüfe das gern und korrigiere es auch gegebenenfalls. Allerdings irren Sie sich, was Fakten angeht. Die darf man sich ausdenken. Da steht kein Gesetz dagegen. Wo ich mir allerdings welche ausgedacht hätte, sagen Sie mir auch nicht. Schade.

      Beste Grüße
      Matthias Borchelt

  2. Gernot says:

    Wenn ich mich mal einmischen darf, ich sehe hier nicht eine einzige Beleidung gegenüber der Frau Ute Borchers-Seelig, sondern lediglich eine kritische Auseinandersetzung mit den Parolen, die sie so um sich wirft. Und das muss ja wohl noch erlaubt sein, ein Hinterfragen, im Grunde auch Aufklärung (z.B. das Dingens mit der Drehleiter oder den Kinderspielplätzen). Ich amüsiere mich jedenfalls köstlich und werde durch das Lesen des Blogs auch wacher für politische Reden und deren Inhalte. Danke also dafür und weiter so.

    P.S. Private Angelegenheiten wie die Erwähnung der Kinder etc. sind in meinen Augen völlig unangebracht, Herr Borchelt wird schon wissen, wie er seine Zeit einzuteilen hat.

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