Zur Situation der SPD – Eine Pressemitteilung

Pressemitteilungen und Presseerklärungen sind seit jeher ein Instrument, um die eigene Position möglichst ungeprüft und unwidersprochen unter die Leute zu bringen. Nicht umsonst gehen die Medien für gewöhnlich sehr vorsichtig damit um und veröffentlichen diese meist nur in gekürzter und interpretierter, mindestens kommentierter Form. Kleinere Oppositionsparteien und erst recht die außerparlamentarische Opposition wissen davon ein Lied zu singen. Das soll hier aber beileibe keine Kritik an dieser Praxis sein. Einerseits ist kritische Distanz geboten, andererseits kann nicht jede Pressemitteilung Auftrag für umfangreiche Recherchen bedeuten. Wenn sich der blackbekblog heute dazu entschließt, eine Pressemitteilung vom späten Nachmittag im Wortlaut zu veröffentlichen, dann geschieht das aus zwei Gründen.

Die SPD: Scherben- oder doch eher Frei-berg?

Einerseits wirkt der heutige Artikel in der Bergedorfer Zeitung über den Scherbenberg innerhalb der SPD wie eine Pressemitteilung der bisherigen SPD-Spitze und andererseits ist eine Tatsache, dass hinter der aktuellen Mitteilung der –  ja, wie wollen wir sie vorläufig nennen? – „SPD von unten“ ein nicht unwesentlicher Teil der SPD-Fraktion steht, auch wenn die Mitteilung lediglich vom sozialdemokratischen Entrepreneur unterzeichnet ist, der bislang kein Amt und keine Funktion innerhalb der SPD ausfüllt. Es versteht sich von selbst, dass der blackbekblog diese Erklärung wertfrei veröffentlicht und den weiteren Verlauf kritisch distanziert begleiten wird. Die scheidende Ortsvereinsvorsitzende war per E-Mail leider nicht zu erreichen, aber in den nächsten Wochen wird sich sicher Gelegenheit ergeben, beide Seiten auskömmlich zu Wort kommen zu lassen. Zunächst hat also Konrad Freiberg und mit ihm vermutlich sogar die Fraktionsmehrheit der SPD das Wort. Anders wäre das Selbstbewusstsein, das aus dieser Mitteilung spricht, auch kaum zu erklären.

Fotos:
Scherbenberg – Author: Stefan-Xp – This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported-Lizenz.

7 Responses to Zur Situation der SPD – Eine Pressemitteilung

  1. Mona says:

    Nun wissen wir auch, warum Pressemitteilungen niemand gern abdruckt: Weil so viel Geschwafel einfach unerträglich zu lesen ist. Diese hier von Herrn Freiberg besteht doch größtenteils nur aus Worthülsen und Blabla, ein einziges Geblubber. Wir brauchen mehr Gemeinsinn, Transparenz, Bürgerbeteiligung…..Das wissen wir doch. Daher brauchen wir niemanden, der uns das nochmal richtig vorschwafelt. Sind Sie eine Führungspersönlichkeit oder nur ein Sabbelkopp, Herr Freiberg? Und woher nehmen Sie eigentlich die Arroganz, einer Frau wie Josefine Francke, die wirklich in Schwarzenbek gekämpft hat, zu danken ? Das steht Ihnen nicht zu!

    • Margret Jennrich says:

      Gegenfrage:
      Woher nehmen Sie die Arroganz Herrn Freiberg als Sabbelkopp zu bezeichnen.
      Kennen Sie Herrn Freiberg um so ein Urteil über ihn zu fällen? Recht hat Herr Freiberg wenn er mehr Transparenz fordert. Die fordert er nicht zu Unrecht!!
      Zu lange hat man (fast) alles im stillen Kämmerlein entschieden und das muss ein Ende haben!!!

      • Mona says:

        Warum haben Sie denn nicht für Transparenz gesorgt?

      • Matthias Borchelt says:

        Ja, das hätte ich auch gerne erlebt, wenn Stadtverordnete begonnen hätten, mir von den Inhalten der nicht-öffentlichen Sitzungen zu erzählen. Dieses Privileg scheinen aber nur ganz gewisse Journalisten in der Stadt zu genießen.

  2. Margret Jennrich says:

    @ Herrn Freiberg,
    leider kommen Sie 4 Jahre zu spät.
    Wahrscheinlich würde sich Schwarzenbek nicht in dieser prekären Situation befinden und es ist fraglich ob die Stadt jemals wieder Schuldenfrei wird.

    Margret Jennrich

  3. Blogfan Nr. 1 says:

    @Mona, in einem Punkt gebe ich Ihnen sogar noch recht: Josefin (ohne e) Francke HAT einmal für Schwarzenbek gekämpft…bis sie sich selbst, ihre Ideale und ihren Ortsverein meistbietend an die Delf´sche CDU verhökert hat. Und wofür? Für den Anschein von Macht, das nicht vorhandene Privileg, einmal auf gleicher Augenhöhe mit Charly zu stehen, und, wie sie beim SPD-Stammtisch endlich offiziell bestätigt hat, für den persönlichen Stadtkassen-Klingelbeutel.

    Wenn sie jetzt nur noch einen Funken Anstand besitzt, gibt sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt sämtliche Ämter auf und zieht sich komplett aus der Politik zurück. Ihre Kommunalkarriere ist so oder so zerstört.

  4. Mona says:

    Herr Borchelt, ich wünsche mir nicht solche „Transparenz“, dass Stadtverordnete aus nichtöffentlichen Sitzungen ausplaudern. Transparenz ist meines Erachtens etwas ganz anderes, nämlich dass die Schwarzenbeker ständig über zu treffende Entscheidungen und getroffene Entscheidungen der Stadtverordneten informiert werden. Und zwar so, dass sie diese nachvollziehen können und sich beteiligen können. Leider betreibt das Rathaus in dieser Hinsicht absolut keine nachhaltige und aktuelle Öffentlichkeitsarbeit, der Bürgermeister schon mal gar nicht, auch der Bürgervorsteher nicht und die Ausschussvorsitzenden auch nicht. Das ist ein absoutes Desaster wie ich es noch in keiner Stadt, in der ich gewohnt habe, erleben musste. Und ich gehe noch weiter: Das ist nicht Demokratie !

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