„Ganz hohes Wiederholungspotential“

In den vergangenen Wochen erlangte ein Kriminalfall aus dem Jahr 2008 überregionale Beachtung. Damals war eine 39-jährige Frau von einem Unbekannten, der sich als Paketbote ausgab, überfallen und vergewaltigt worden. Trotz intensiver Ermittlungen konnte ein Täter bis heute nicht ermittelt werden, weshalb es jetzt zu einer DNA-Reihenuntersuchung kam, der zweiten in Schwarzenbek nach 2002. Diese Massengentests sind sehr umstritten, da die Freiwilligkeit der Teilnahme durch die polizeilichen Maßnahmen schnell relativiert werden kann, wenn aus Unverdächtigen aus der schlichten Weigerung, der Polizei auf Zuruf ihr Erbgut anzuvertrauen, Beschuldigte einer schweren Straftat werden, die dann in einer Umkehr der Unschuldsvermutung ihre Unschuld beweisen müssen. Zuständig für den Fall ist der Kripochef in Geesthacht.

Bei aller Entspanntheit, zeigte sich Alfke konzentriert und sprach druckreif.

Jürgen Alfke (54) ist seit 2009 der Leiter der dortigen Kripo-Außenstelle. Der Kriminalist hat in der Vergangenheit sowohl an spektakulären Mordfällen, als auch an konzeptionellen Aufgaben gearbeitet und im Laufe seiner Karriere für das BKA in Nordrhein-Westfalen, bei einem Auslandseinsatz für das Auswärtige Amt in Chile, in der Bezirkskriminalinspektion Lübeck und als Reinbeker Kripo-Chef viel Erfahrung gesammelt. Mit einem Team einer Mordkommission in Lübeck stellte er als Leiter vor knapp 20 Jahren einen mehrfachen Frauenmörder. Alfke zeigt sich im Gespräch unaufgeregt und macht insgesamt den Eindruck eines besonnenen Profis, der Wert auf die Feststellung legt, dass die Polizei sich in den Grenzen des Rechtsstaates bewegt. Er stand dem blackbekblog spontan für ein Gespräch zur Verfügung und zeigte sich geduldig und im Rahmen des Möglichen auskunftsfreudig.

blackbekblog: Herr Alfke, die Kripo Geesthacht ist grundsätzlich auch für Schwarzenbek zuständig. Vor einiger Zeit hatten wir den Fall mit dem ermordeten türkischen Jungen, da scheint aber Lübeck zuständig zu sein?

Jürgen Alfke: Das hängt von den Delikten ab. Für bestimmte Delikte gibt es eine gesonderte Zuständigkeit, die bezirksübergreifend ist und die liegt bei der Bezirkskriminalinspektion (BKI). Dort ist z.B. das K1 angesiedelt, landläufig Mordkommission genannt. Die Kollegen bearbeiten im Wesentlichen die Tötungsdelikte. Manchmal machen wir das hier auch, wie auch andere Außenstellen, aber dem Grunde nach ist die BKI in Lübeck für besondere Delikte, insbesondere spezielle Kapitaldelikte, zuständig.

blackbekblog: Für den Fall der Vergewaltigung aus 2008 sind aber Sie zuständig. Wie kommt es nach vier Jahren zu dem Einsatz einer ebenso aufwändigen wie umstrittenen Maßnahme? In 2002 wurde anderthalb Jahre nach dem Doppelmord zum Massentest gegriffen und das auch nur deshalb erst dann, weil die Spur erst so spät isoliert werden konnte.

Jürgen Alfke: Richtig.

blackbekblog: Was ist heute die Erklärung?

Jürgen Alfke: Wir haben ein anderes Delikt in diesem Fall. Dort ging es um ein mehrfaches Tötungsdelikt, hier haben wir eine Vergewaltigung. Immerhin auch eine erheblich schwere, ganz bedeutende Straftat, aber doch eine, in der der persönliche Kontakt mit dem Täter zumindest überlebt wurde, der für uns also ganz anders bearbeitbar ist. Daraus resultieren Ermittlungsansätze, denn das Opfer konnte von der Tat berichten. Daraus ergaben sich eine Fülle von Ermittlungsrichtungen und Spuren, eben nicht nur kriminaltechnische, sondern auch Ermittlungsspuren. Denen sind wir im Laufe der Zeit nachgegangen. Es gab auch eine ganze Reihe von Hinweisen auf mögliche Täter und diese Ermittlungen zur Verifizierung eines Täters sind wahrlich nicht einfach. Wenn die Person z.B. nicht da ist, wenn sie auf einmal verschwunden ist, dann richtet sich der ganze Jagdeifer gerne auf solche Personen.

„Wir hatten nur noch die Wahl, aufzugeben oder das letzte Mittel anzuwenden.“

Nichtsdestotrotz sind alle diese Ansätze, die wir bisher hatten, im Sande verlaufen bzw. führten dazu, dass diese Personen aus den verschiedensten Gründen nicht Täter sein konnten. Am Ende standen die Ermittler vor einer auch kriminaltechnischen Spurenlage, die nur dann noch sinnvoll zu verfolgen war, wenn man noch weitere, zusätzliche Hinweise bekam. Dann kam letzten Endes die operative Fallanalyse ins Spiel, die beim Landeskriminalamt ansässig ist. Die kam nach einer relativ zeitaufwändigen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass diese Spuren auf einen ganz bestimmten Täter hinweisen. Das hat uns also Erkenntnisse dahingehend gebracht, wie wir die Spuren interpretieren und in welchem Kontext wir weiterführende Ermittlungen aufbauen können. Dazu gehörte dann in der Umsetzung dieser Hinweise und Anregungen die Beantragung von weiteren Beschlüssen. Man ist da ganz schnell im Bereich der Rasterfahndung, weil man Massendaten überprüft und gegenlaufen lässt. All das geht nur unter rechtsstaatlicher Kontrolle, also letzten Endes mit einem richterlichen Beschluss.

Und dann muss das auch noch umgesetzt werden. Das geht über verschiedenste Stufen, Daten müssen erlangt, qualitätsgesichert, überprüft und mit anderen Datensätzen verglichen werden. Anschließend wird das Ergebnis wieder über den Staatsanwalt einem Richter vorgelegt, der dann wieder neue Anforderungen hat, eben weil das Thema Massenuntersuchung nicht unumstritten ist, so dass wir dann gehalten waren, die Liste, die wir zunächst angeboten hatten, noch einmal zu reduzieren. Bis dann schließlich der Richter sagte: So, jetzt ist das so weit extrahiert, so weit konzentriert, dass wir einen solchen Beschluss bekommen können. Das dauert halt seine Zeit. Und es ist in diesem Fall wirklich das letzte Mittel. Wir hatten jetzt nur noch die Wahl aufzugeben oder das letzte Mittel anzuwenden, um die Straftat aufzuklären.

blackbekblog: Muss man nicht fürchten, dass es jetzt zu einer regelmäßigen Anwendung kommt?

Jürgen Alfke: Nein, überhaupt nicht. Man muss einfach sehen, dass wir keine Fachdienststelle für Vergewaltigungsdelikte sind. Wir bearbeiten einen ganzen Strauß von Delikten. Wir können nicht alle Dinge gleichzeitig zum großen Schwerpunkt machen, wir müssen uns einzelne Delikte herauspicken. Immer dann, wenn wir genügend gute Hinweise bekommen oder auch die sonstige Spurenüberprüfung es als sehr wahrscheinlich erscheinen lässt, dass eine solche Maßnahme Sinn hat, befassen wir uns mit der Möglichkeit einer DNA-Reihenuntersuchung. Da muss einiges zusammenkommen und die Erfolgswahrscheinlichkeit muss in einem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand stehen. In diesem Fall ist es zwar ein ganz schwieriges Verhältnis, aber auch in solchen Zweifelsfällen ist es unser Auftrag diesen Täter, der immerhin ein nicht unerheblich traumatisiertes Opfer hinterlassen hat, zu bekommen und ihm die Tat auch nachweisen zu können. Immerhin besteht bei solchen Taten im Bereich der Sexualdelikte latente Wiederholungsgefahr.

Ob bekannt oder unbekannt: Traurige Tatsache bleibt, dass die höchsten Gefährdungsmomente für Frauen eindeutig bei den Sexualdelikten liegen.

blackbekblog: Wie viele ungeklärte Vergewaltigungsfälle mit unbekanntem Täter liegen denn auf Ihrem Schreibtisch? Vergewaltigungen durch vollkommen Fremde sind doch laut Kriminalstatistik eher die Ausnahme.

Jürgen Alfke: Ganz richtig. Ich kann das an dieser Stelle zahlenmäßig nicht genau belegen, aber in der Tat ist es so, dass überfallartige Vergewaltigungen von vollkommen Unbekannten sehr, sehr selten sind. Aber umso schwerwiegender sind sie dann auch, weil wir hier Täter haben, bei denen die in diesem Bereich vorhandenen kriminalistischen Erfahrungen sagen, dass ein ganz hohes Wiederholungspotential besteht. Und leider lernt man auch aus der Kriminologie, dass solche Täter eine ganz hohe Neigung haben, zu eskalieren. Wenn das jetzt noch einen vergleichsweise glimpflichen Ausgang hatte, soweit man das überhaupt so nennen darf, nur weil das Opfer überlebte und nicht auch noch körperlich schwer verletzt wurde, müssen wir doch befürchten, dass die nächsten Opfer geschlagen, gewürgt und auch getötet werden könnten.

blackbekblog: Was dürfen Sie der Öffentlichkeit über die gefundene Spur sagen? Handelt es sich um eine Mischspur, eine Kontaktspur?

Jürgen Alfke: Es handelt sich um eine Spur, die wir am Ende der langwierigen Untersuchungen als Täterspur qualifiziert haben.

blackbekblog: Wie teuer war die Maßnahme bislang, was kostet eine DNA-Analyse und haben Sie ein Budget für ihre Ermittlungen?

Jürgen Alfke: Nein, wir haben kein Budget. Solche Kosten werden aus dem Landeshaushalt bezahlt und wenn wir auf solche Ideen kommen, ist der Haushälter immer furchtbar begeistert, weil er es aus dem laufenden Haushalt heraus finanzieren muss. Und wenn man zwei, drei Jahre vorausplanen muss, kann man so etwas nicht vorhersehen. Es handelt sich also regelmäßig um eine überplanmäßige Ausgabe. Die genauen Zahlen kann ich Ihnen aber nicht nennen.

blackbekblog: Die Teilnahme an der Reihenuntersuchung ist freiwillig. Warum werden die Männer, die nicht daran teilnehmen dennoch „Verweigerer“ genannt?

Jürgen Alfke: Weil sie verweigern. Das ist ja nur eine Beschreibung eines faktischen Umstandes.

blackbekblog: Wenn jemand nicht spendet, nennt man ihn auch nicht Spendenverweigerer. Die Formulierung hat schon eine gewisse Wertung.

„Er verweigert, uns bei dieser Arbeit zu helfen.“

Jürgen Alfke: Das mögen Sie so sehen. Für uns bedeutet das einfach nur eine Beschreibung unserer Arbeitsabläufe, eine Zustandsbeschreibung. In unserem Verfahren ist es so, dass wir eine ganze Vielzahl von Personen gebeten haben, an der Untersuchung teilzunehmen, weil nach unserer Überzeugung die operative Fallanalyse ergeben hat, dass sich der Täter innerhalb dieser Gruppe befindet. Deswegen wird ja nicht jeder Einzelne zum Tatverdächtigen, sondern wir wissen nur, er ist irgendwo da drin. Und von einer Person, die wir grundsätzlich erst einmal als unverdächtig anschauen, hoffen wir, dass sie sich unserer Bitte nicht verschließt. Jeder Teilnehmer ist einer, der aktiv dazu beiträgt, dass wir den Personenkreis reduzieren können und damit der richtigen Person immer näher kommen. Insofern ist es wirklich nur eine Beschreibung von jemandem, der an dieser Stelle verweigert, uns bei dieser Arbeit zu helfen.

blackbekblog: In der Bild-Zeitung vom 9. Februar wird die Polizei wörtlich zitiert, dass weder weitergehend ermittelt werden dürfe, noch dass die Verweigerer automatisch zu Beschuldigten würden. In der lokalen Presse steht nun aber, dass Sie „den Verweigerern auf die Pelle rücken“ werden.

Jürgen Alfke: Na ja, also diese Formulierung ist nicht von mir.

blackbekblog: Auf welcher rechtlichen Grundlage geschehen diese weitergehenden Ermittlungen und muss einem Verdächtigten nicht mitgeteilt werden, wenn gegen ihn ermittelt wird?

Jürgen Alfke: Ja, wenn er denn den Status eines Verdächtigen hat. Aber was glauben Sie, wie unsere polizeiliche Arbeit ansonsten aussieht?

blackbekblog: Das wäre jetzt die nächste Frage: Wie hat man sich die weitergehenden Ermittlungen vorzustellen?

BILD klärt alle Fragen

Jürgen Alfke: Wir haben ja auch vorher bereits durch die klassische Ermittlung seit 2008 jede Menge Hinweise, auch Täterhinweise gehabt. Der Täter sollte mal dieses, mal jenes sein und immer kamen mehr oder weniger große Personenkreise in unseren Fokus. Die haben wir dann beleuchtet und sind dann auch so weit gegangen, dass wir mit den Möglichkeiten, die uns die Rechtsordnung gibt, Hintergrundinformationen eingeholt haben. Dann haben wir geschaut, wie sieht der aus, wo gehört der hin, was macht der so? Deswegen sind das noch lange keine Tatverdächtigen im rechtlichen Sinn, sondern wir prüfen innerhalb eines Hinweises, ob es diese Person überhaupt sein kann. Das ist so eine Art Vorermittlung. Erst wenn zureichende Anhaltspunkte, Tatsachen vorhanden sind, die einen einfachen Tatverdacht begründen, wären wir in einem rechtlichen Status, der den Beschuldigtenstatus rechtfertigte. An dieser Stelle sind wir das noch nicht.

Diese sehr lockere Formulierung (Anm.: er meint die Überschrift in der LN) ist wieder etwas, dass man im Volksmund sicher so sehen würde. Die Polizei kommt jetzt zwar wirklich näher, das merkt man aber nicht. Wir rücken noch niemandem im Wortsinne auf die Pelle, sondern prüfen drum herum. Wir haben dann einen reduzierten Personenkreis, dazu dient das Ganze ja, und damit sind wir in einer sehr viel effektiveren Weise in der Lage, die Raster, die wir aus unseren Erkenntnissen heraus anlegen mussten, zu überprüfen. Das sind alles noch keine Maßnahmen, die sich gegen die Person richten, schon gar nicht im direkten Kontakt. Und selbst wenn jemand zum Beschuldigten wird, heißt das ja noch nicht, dass er deswegen Täter ist. Der einfache Tatverdacht wird ohnehin in den meisten Fällen wieder ausgeräumt.

blackbekblog: Wer nicht teilnimmt, muss angeblich ein Alibi nachweisen. Die Unschuldsvermutung wurde gerade in diesen Tagen durch den Mordfall in Emden thematisiert. Stellt man den Rechtsstaat nicht auf den Kopf, wenn man den Eindruck erweckt, vollständig Unverdächtige müssten auf das Geratewohl dem Staat ihre Unschuld beweisen?

Jürgen Alfke: Nein, das ist ja auch nicht so, das müssen sie nicht.

blackbekblog: Man muss kein Alibi nachweisen?

„Jeder der da nicht hingeht, der muss Dreck am Stecken haben.“

Jürgen Alfke: Man muss das überhaupt gar nicht, da gelten die normalen Regeln unseres Strafverfahrens. Trotzdem mag der Eindruck entstehen und am eindrucksvollsten hat man das erlebt bei der ersten DNA-Großmaßnahme der Bundesrepublik in Cloppenburg im Fall Ronny Rieken. Damals hat es in der sehr ländlich strukturierten Gegend mit sehr gut funktionierenden sozialen Strukturen einen erheblichen sozialen Druck gegeben und logischerweise hat es sich dann im Laufe der Zeit, wie wahrscheinlich auch in Schwarzenbek, irgendwann ergeben, dass die Leute gesagt haben, jeder der da nicht hingeht, der muss Dreck am Stecken haben.

blackbekblog: Genau.

Jürgen Alfke: Das sind letzen Endes aus dem Zusammenleben begründete Wertungen und soziale Vorgänge. Natürlich ist das für uns hilfreich. Wir würden also nicht sagen, damit können wir nun gar nicht mehr leben. Das macht das Ganze letzen Endes allgemein gesellschaftspolitisch und rechtspolitisch natürlich auch zu dem kritischen Instrument. Ich will kurz daran erinnern, dass in den Anfangszeiten diese Massenuntersuchungen ohne gesonderten Beschluss veranlasst werden konnten.  Erst im Laufe der Zeit hat es sich ergeben, dass ein entsprechender Paragraph mit Richtervorbehalt in die Strafprozessordnung eingefügt wurde.

blackbekblog: Sie meinen den Paragraphen 81 h der Strafprozessordnung.

Rechtstheorie und Wirklichkeit?

Jürgen Alfke: Ja. Und im Laufe der Zeit hat sich eine Rechtspraxis entwickelt, in der Rechtsprechung und Rechtsfindung über die Einführung des Paragraphen hinaus weiterentwickelt werden. Das zeigen auch die hohen Anforderungen, die wie erst einmal erfüllen mussten, um überhaupt einen solchen Beschluss zu bekommen. Aber wenn wir eine so bedeutsame Tat haben, wenn es das letzte Mittel ist, wenn wir den infrage kommenden Personenkreis filtern,  dann ist am Ende der Richter irgendwann so weit, dass er das Verhältnis der staatlichen Aufklärungspflicht gegenüber dem Schutz der Persönlichkeitsrechte als gewahrt betrachtet. Das ist jedes Mal eine schwierige Abwägung, weil dabei natürlich immer auch die Gefahr besteht, dass der Täter herausgefiltert wird.

blackbekblog: Ich kann das nachvollziehen, dass das aus Ihrer Sicht eine andere Herangehensweise ist, aber wenn es in der erwähnten Bild-Zeitung heißt, dem Täter wäre es möglich, sich hinter 2.500 anderen zu verstecken, dann wirkt die Nichtteilnahme fast schon wie eine Begünstigung des Täters. Der soziale Status eines Verweigerers ist dann nur noch knapp über dem des Täters. Wie weit darf die Polizei den sozialen Druck erhöhen, bis, wie es z.B. der lawblog formuliert, der Tatbestand der versuchten Nötigung erreicht ist?

Jürgen Alfke: Das ist interessant, aber an rechtsdogmatischen oder rechtstheoretischen Diskussionen werde ich mich als Polizist nicht beteiligen. Ich kenne diese Ansätze und habe dazu auch eine persönliche Meinung. Aber als Polizisten handeln wir nach derzeitigem Recht und Gesetz. Wenn sich das ändert, ändern sich auch die Maßnahmen. So wie wir das heute machen, hätten wir das möglicherweise vor fünf Jahren anders gemacht und werden es in 10 Jahren vermutlich anders machen müssen.

–  Der zweite Teil des Interviews folgt in Kürze –

One Response to „Ganz hohes Wiederholungspotential“

  1. Stefan says:

    „Sollte dann noch immer kein Hinweis auf den Vergewaltiger gefunden sein, beginnt für die Fahnder eine aufwendige Arbeit:“

    Mal ehrlich, das ist aber auch ein wenig zuviel erwartet das die Polizei ermittelnd eingreifen soll.
    viel einfacher ist es doch Hunderte Männer in Generalverdacht zu nehmen und zu hoffen das der Täter dabei ist, oder zumindest nervös wird.
    Offensichtlich hat die Polizei nicht wirklich Lust auf Ermittlungsarbeit, warum vereinfachen wir das Prozedere nicht?
    Wir könnten doch, nachdem wir uns freiwillig den Staatstrojaner auf den Rechner installiert haben, neben dem Fingerabdruck gleich eine Speichelprobe auf dem Personalausweis einschweißen?
    Wir haben doch nichts zu verbergen!
    Aber erst nach Abgabe der Urinprobe bei der Polizeiwache unseres Vertrauens am Montag Morgen, das Wochenende war lang, man weiß ja nie..ein Bierchen zuviel…das lassen wir mal lieber feststellen, dann müssen die im Zweifel nicht mit der Kelle draußen in der Kälte stehen.

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