Der Magistrat

Nicht falsch verstehen: Der Literaturherbst ist eine tolle Idee!

Ein lyrisch angehauchtes kommunales Zwischenspiel zur gedeihlichen Vorbereitung auf den Schwarzenbeker Literaturherbst 2011

Das Leben scheint den Alten zu entweichen,
doch Ehrgeiz nagt zu sehr an ihren Knochen.
Den Spezis und sich selbst hat man versprochen:
Noch wird man diesen Stab nicht weiter reichen.

Zu vieles haben sie nicht durchgesetzt,
als dass sie ausgerechnet jenem Ollen
das Staffelhölzchen überlassen wollen,
der ihre Eitelkeit so oft verletzt.

Man duzt sich zwar, im Umgang durchaus ländlich,
doch wird der Kerl im Vorbehalt gehasst
und ist zudem kaum jünger, na ja, fast
(gefühltes Alter, selbstverständlich).

Den wirklich jüngeren, der Jugend gar
das Feld zu überlassen, kommt in Reden vor.
Sonst nicht. Die sind zu grün am Ohr,
die Felle zu verteilen. Ist doch wahr!

Man dient der Wirtschaft, Wachstum und Profit.
Als Steuerzahler anerkennen diese Herrn
nur das Gewerbe. Das macht gern
im einen oder andern Ausschuss mit.

Dort fällt zu Lasten des papierenen Budgets
verlässlich während allerlei Geschwafel
mehr als ein kleiner Krume von der Tafel.
Die ist so reich gedeckt, das tut nicht weh.

Und wenn man den nicht selbst sogleich verzehrt,
wird er verteilt. Wer immer nach ihm schnappt,
dankt den spendablen Herren. Und dann klappt
das garantiert auch mit der Wiederkehr.

Und vor den abgestumpften Bürgern prahlen
die kommunalen Umverteiler: Bei der
Kreditbank geht noch etwas! – Leider
muss, auch wer die nie wählte, Zinsen zahlen.

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