Wie geht es in Schwarzenbek weiter?

Ein offener Brief des FDP-Fraktionsvorsitzenden Helmut Stolze an Bürgermeister Frank Ruppert, der hier unverändert und unkommentiert veröffentlicht wird. Der Brief wurde an die lokale Presse gegeben. Der blackbekblog hat ein Exemplar auf Nachfrage erhalten.

Wie geht es in Schwarzenbek weiter ?


In
der FDP-Fraktion Schwarzenbek stellt sich die Frage, ob Herr Bürgermeister Ruppert sich mit der Aufgabe seiner bisherigen Parteiunabhängigkeit zu Gunsten von Bündnis 90/ Die Grünen mittelfristig schon aus Schwarzenbek verabschiedet hat.

Hat seine bisherige, in der Öffentlichkeit immer mal wieder kritisch gesehene Amtsführung ihn zu diesem Schritt bewogen?

Seine Begründung, dieses aus innerer Überzeugung vollzogen zu haben, ist aus unserer Sicht nur bedingt nachvollziehbar.

Ist er noch in der Lage, die sehr schlechte Haushaltssituation in Schwarzenbek wieder in den Griff zu bekommen?

Oder ist die Entscheidung sich den Grünen anzuschließen im Zusammenhang mit den anstehenden Landtagswahlen zu sehen, um sich jetzt schon einen Posten nach seiner hiesigen Amtszeit zu sichern?

Ist es im Rahmen seiner weiterhin zugesagten überparteilichen, neutralen Tätigkeit als Verwaltungschef zu vertreten, dass er sich auf dem Marktstand von Bündnis 90/Die Grünen persönlich und parteipolitisch engagiert, wie geschehen am 21.05.2011 auf dem Wochenmarkt in Schwarzenbek?

Das alles ist ein Teil von vielen Fragen, an deren Beantwortung aus FDP-Sicht die Schwarzenbeker Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse hat.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Stolze
FDP-Fraktion
Vorsitzender

2 Responses to Wie geht es in Schwarzenbek weiter?

  1. Bekannnt says:

    Sehr geehrter Herr Stolze,
    endlich hat die FDP den Mut gehabt, etwas in der Öffentlichkeit anzuprangern. Ich hoffe, daß die anderen Parteien auch den Mut haben, so etwas zu machen, denn so kann es doch wirklich nicht weiter gehen. Ich möchte nicht wissen, was noch auf uns Schwarzenbeker-innen zukommt. Ich hoffe ganz fest darauf, daß Herr Ruppert in der Öffenlichkeit sich dazu äußert, oder wird eventuell gar nichts gesagt?

  2. Blogfan Nr. 1 says:

    Ich sehe das ein wenig anders als mein Vorschreiber – dieser Brief ist kontraproduktiv und bringt absolut NICHTS!

    Die kritische Frage, ob Bürgermeister Ruppert seinen Parteibeitritt tatsächlich aus moralischen Gründen vollzogen hat, oder sich vielmehr (wovon ich ausgehe) für die Zeit nach 2012 ein festes Karrierefundament außerhalb von Schwarzenbek aufbauen will, ist absolut berechtigt und wird sicherlich in naher Zukunft beantwortet werden.

    Das hat aber nichts damit zu tun, dass die FDP hier Forderungen stellt, zu denen sie zumindest
    kommunalpolitisch gesehen kein Recht hat. Erst einmal darf sich der Verwaltungschef ungefragt politisch orientieren und muss sich für diesen Schritt nicht öffentlich rechtfertigen.

    Bedenklich finde ich aber vor allem die Form des Leserbriefs. Abgesehen davon, dass rhetorische Fragen auf politischem Terrain einfach formulierten Mist darstellen, liest sich das Ganze mehr wie eine juristische Anklage. Und der mehrfache Verweis auf Bündnis 90 / Die Grünen könnte von der Gegenseite so gedeutet werden, dass die Hauptangst der FDP-Fraktion eher darin besteht, auch in Schwarzenbek zum Auslaufmodell und einem überflüssigen „fünften Rad am Wagen“ zu werden.

    Dass wir uns nicht falsch verstehen: Es kotzt mich jedes Mal an, wenn ich sehe, wenn BM Ruppert kritische Fragen mit einem süffisanten Lächeln aussitzt, aber das bedeutet nicht, dass schlechter Stil mit gleichen Waffen bekämpft werden muss.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: