CDU verpasst 5-%-Hürde!

Nun ist es entschieden. Wenn am kommenden Sonntag Kommunalwahl wäre, dann hieße es für Herrn Delfs: Ich muss leider draußen bleiben! Mit 2,8 % der Stimmen verfehlte die CDU deutlich die 5-Prozent-Hürde und wäre künftig nicht mehr mit dabei, wenn in den Hinterzimmern der Macht ordentlich gemauschelt würde. Eindeutiger Wahlgewinner: Das Bündnis Unabhängiger Bürger, mit 22.2 % zwar gleichauf mit der SPD, aber von den 2 aus Frust geborenen Mandaten wäre man auf 7 Mandate hochgeschnellt. Ihr Ergebnis halten konnte die SPD, was ein echter Wermutstropfen ist. Schließlich ist es der SPD zu verdanken, dass sich so gut wie niemals etwas an der Alleinherrschaft des Herrn Delfs änderte und fast ist es ein wenig ungerecht, wenn der ganz allein die Suppe auslöffeln müsste.

Amtliches Endergebnis der Schwarzenbeker Sonntagsfrage

SPD und BUB jeweils 22,2 % , Grüne 11,1 % , FWS und FDP jeweils 8,3 % , BfB 5,6 % , CDU 2,8 %

Offensichtlich vom Bundestrend profitierend, denn auf eigenen Leistungen kann es nicht beruhen, die 11,1 % der sich grün nennenden Grünen. Die FWS zahlt den Preis für ihr unscharfes Profil, die BfB profitieren ganz offensichtlich von der Wahlwerbung durch diesen Blog und die mit gerade einmal 19,5 % überraschend schwache Partei der Nichtwähler kann nur dadurch erklärt werden, dass sich viel zu viele Idealisten an der Umfrage beteiligt haben. Welche Sitzverteilung würde nun aus einem solchen Ergebnis resultieren?

 

Was würde sich ändern?

Im Grunde würde sich nichts verändern, so leid es mir auch tut. Nun will ich der BUB gewiss nicht zu nahe treten, aber die SPD würde sich selbstverständlich wieder an den größten Partner schmiegen und der hätte vermutlich größte Mühe, dieser Verlockung zu widerstehen. Nicht wegen inhaltlicher Nähe, die scheint kommunal sowieso keine große Rolle zu spielen, sondern weil es so hübsch bequem wäre. Warum mühsam die Klinken putzen, wenn man mit nur einem Gespräch die Dinge regeln kann? Und was hier ja nur ein Spielchen ist, wäre in der Realität ein noch schlimmeres Ergebnis, denn in Wirklichkeit gehen ja mehr als die Hälfte der Bürger erst gar nicht zur Wahl. In der Realität regeln bestenfalls 60 % von 50 % der Wähler/innen die Dinge unter sich und das entpricht nicht einmal einem Drittel.

Was lernen wir daraus? Es kommt einzig und allein darauf an, wer in den jeweiligen Gruppierungen das Sagen hat, welche Personen in der Gemeindevertretung sitzen. Sollten also zum Beispiel die beiden CDU-Aussteiger Jennrich und Kranacher auch nach einem solchen Ergebnis noch für Transparenz und Mitbestimmung sein, dann wäre es ein prima Ergebnis! Würden für BUB und SPD aber nur Abziehbilder von Delfs und Francke stehen, dann wäre nichts gewonnen. Eines aber darf man allen ins Stammbuch schreiben: Gäbe es auch nur eine einzige Fraktion, was sage ich, eine/n einzige/n Stadtverordnete/n, die/der auch innerhalb dieses Gremiums immer dann Stunk machte, wenn gemauschelt werden soll, dann würde sich schon ein ganz anderes Bild ergeben.

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