Vom Silberstreif zur Sternschnuppe?

Es ist ja nicht so, dass Kassandra unbedingt Recht behalten wollte!

Bei allem Spaß, den wir hier ja gemeinsam haben (also ich habe ihn trotz alledem), wollen wir nicht vergessen, dass es aber doch um ernste Sachverhalte geht. Wenn ich also gestern spitzzüngig andeutete, dass der Artikel der Bergedorfer Zeitung über die Gründung der Stadtmarketing GmbH wie vom Geschäftsführer persönlich abgeschrieben wirkte, dann dürfte bei aller Ironie wohl klar sein, dass ich inständig hoffte, es möge wirklich nur so scheinen! Was aber soll ich davon halten, wenn heute in den Lübecker Nachrichten ein deutlich kritischerer Artikel des Holger Marohn erscheint, der nicht nur meine Sorge teilt, dass hier potentiell Provisionen gezahlt werden, sondern noch dazu die Frage aufwirft, ob Andreas Thiede u.a. etwa auch noch Gehälter und/oder sonstige Leistungen für Arbeiten erhalten, die ohnehin zu ihren Aufgaben zählen?

Handelt es sich um die Taktik gleichen Namens?

Bin nur ich so paranoid, dass sich mir nun umso bohrender die Frage stellt, ob der Reisebegleiter Jürgensen und sein nicht minder Harmonie bedürftiger Kollege Huhndorf flugs einbestellt wurden, nachdem Herr Marohn recherchierend im Rathaus vorstellig wurde, um möglichst noch vor der LN einen Gute-Laune-Artikel zu platzieren? Oder verhält es sich so, dass die Stadt von sich aus Informationen verteilte und die Zeitungen reagieren nur unterschiedlich darauf? Und wenn das so ist, wie kommt die Stadt 4 Monate nach der Gründung der Stadtmarketing GmbH darauf, ausgerechnet jetzt diese Informationen zu verteilen? Und was soll das eigentlich heißen, dass man diese Firma „nach einem Hinweis der Kommunalaufsicht“ gegründet habe? Welcher Art war dieser Hinweis? „He, Leute, ihr könnt Bestechungsgelder doch nicht über die Bücher laufen lassen!“ Soll man sich das so vorstellen, wie ich es gestern satirisch überspitzte?

Wie blind kann man sich stellen bzw. für wie lange?

Wie auch immer, was in so einem kleinen Privatblog steht, mag kaum kümmern. Wenn aber jetzt in der ansonsten ja nicht als linkem Kampfblatt bekannten LN auch noch unter dem Teppich hervor gekehrt wird, dann muss schon mehr her, als die ebenso pampige, wie unverschämte Kraftmeierei eines Herrn Moldenhauer, dass man den Müll des Herrn Marohn ohnehin nicht mehr lese. Sonst könnte sehr bald mit den lauenburgischen Ambitionen des Andreas Thiede ebenso schnell Schluss sein, wie mit den chinesischen Höhenflügen des Frank Ruppert. Nachdem Herr Delfs nun bereits auf Normalmaß gestutzt wurde, scheint momentan ohnehin die Zeit der Götterdämmerung gekommen. „Frau Francke, übernehmen Sie“, könnte man frohlocken, hätte die nicht bereits angekündigt, notfalls mit Delfs & Co. als einer Art Betonschuh im Sumpf untergehen zu wollen.

Wenn sie aber doch klüger ist, als die letzten Tage vermuten lassen, dann überlegt sie es sich noch einmal, ob die Kamarilla dieser gierigen Macher ihre Zukunft nicht längst hinter sich hat. Wenn Herr Thiede, laut Lübecker Nachrichten der Silberstreif am Horizont des Schwarzen(beker) Loches, nun doch als Sternschnuppe verglühen sollte und außer Wünschen nichts bleibt, dann ändert sich vielleicht die Windrichtung, nach der Frau Francke ihr Fähnchen richtet. Warten wir einfach ab, welche Ungetüme dieser Sumpf noch gebiert.

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