Schwarzenbeker Sonntagsfrage

Anlässlich der konservativen Chaostage würde ich gerne das Vorbild der CDU nachahmen und eine absolut nicht-repräsentative Umfrage starten, an der sich bitte ausschließlich in Schwarzenbek berechtigte Wählerinnen und Wähler beteiligen mögen. Vielleicht erinnern Sie sich, wie die CDUAnfang 2009  in der Frage der Umgestaltung bzw. des Verkaufs der Gebäude Markt 6 und 8 zur Online-Umfrage aufrief, ob die Baukörper erhalten bleiben sollten. Die Online-Umfrage der CDU ergab eine Mehrheit für Abriss, die gleichzeitig laufende persönliche Umfrage der Bergedorfer Zeitung eine Mehrheit dagegen. So viel zur Verlässlichkeit solcher Umfragen.

Zum 3. Dezember würde ich nun aber gerne eine Umfrage präsentieren, die vielleicht einen Rückschluss auf den derzeitigen Stand des Wählerwillens zulässt. Nachdem auch die Bergedorfer Zeitung mit einem großen Foto der Stadtverordnetenversammlung und lustigen Sprechblasen auf die Veränderungen seit Mitte 2008 hinwies, kann man doch mal als Zwischenfazit eine virtuelle Wahl abhalten.  Kleine Randbemerkung für die BZ: Matthias Schirmacher  hatte sich nicht von der Wählergruppe Bürger für Bürger getrennt, sondern die Wählergruppe von ihm, woraufhin er mit Unterstützung durch die Stadt und im Widerspruch zur Gemeindeordnung noch wochenlang  als Fraktionsvorsitzender seine Truppen sammeln und schließlich mit diesen von der Fahne gehen konnte.  Zur Erreichung seiner Ziele verstieß er nicht nur gegen Ziele und Beschlüsse der Wählergruppe, sondern hielt auch irreguläre, geheime Fraktionssitzungen ab und belog die Stadtverordnetenversammlung. Ich muss das immer wiederholen, damit  wenigstens nicht über jede Sauerei Gras wächst und irgendwann grün erstrahlt.

In der oben stehenden Grafik habe ich das Ergebnis der Wahl 2008 auf die heutige Situation projiziert, d.h. die Anteil der Bürger für Bürger ist um die Stimmen gekürzt, welche die beiden Grünen errangen und die CDU wurde um die BUB verringert. Aber nun gehen Sie bitte fröhlich ans Werk und geben Ihre Stimme ab. Nur zu, sie ist ohnehin nicht mehr viel wert.

2 Responses to Schwarzenbeker Sonntagsfrage

  1. Warum other, blackbekblog?
    Erstmal wäre es eh ungültig da Wahlmöllner,
    „nur“ geborener Schwarzenbeker.
    Zum anderen gebe ich die Hoffnung nicht auf, das es eben doch
    denkende Bürger gibt.
    Und die gibts, wie auch die Lesermeinungen hier zeigen.
    Bleibt also nur noch eine Strategie auszuarbeiten, vielleicht nicht
    hinter verschlossenen Türen?!
    Ein Coup kommt immer gut.
    Als Wahlaufmacher vielleicht „Investor aus Alaska möchte Forellenzucht
    aufmachen“ als Grundstück bietet sich ein Gelände Nähe Fette an.
    Klotzen wir, 2000 Forellenschlachter gesucht!
    Allerdings müßte jemand von uns noch nen Maklerschein machen,
    wegen der Provision….
    Sind aber Peanuts.
    2000 Arge-Vermittlungsscheine sind Gold wert.
    Da die dann nur einen euro kosten also vermutlich weniger als ein
    chinesischer Wanderarbeiter stehen wir wirtschaftlich gut da,
    nicht zu vergessen das wir die Hartz4 Empfänger die eh nur bei
    Penny stehen und Bier saufen und chinesische Touristen vergraulen von der Straße holen.
    Image wird also auch klasse.
    Worauf warten wir?
    Der Name vielleicht:
    Die Grünen Schwarzenbeks.
    Ist ja nicht geschützt. Macht ja jeder irgendwie.
    Warum ständig meckern?
    Laßt uns selbst abkassieren!

    • Matthias Borchelt says:

      Ein absolut angemessener Kommentar, will mir scheinen. 😉 In 2008 wurden nur 5.260 Stimmen für eine der 5 angetretenen Vereinigungen abgegeben. Rechnerisch benötigte man mithin 263 Stimmen für ein Mandat. Nach d’Hondt bekamen es die Großen schon für etwas über 200 Stimmen, wohingegen die Kleinen um 300 Stimmen pro Mandat benötigten. Die Anspielung auf die Grünen ist übrigens missverständlich: Die Benennung als „Grüne“ erfolgte sehr wohl mit Einverständnis und Wohlwollen der Bündnisgrünen. Man legte ja auch Wert auf die Erklärung, dass man eng zusammen arbeite. Noch lieber hätte man die Fraktion sicher Bündnis 90/Die Grünen genannt, aber das verbietet die Gemeindeordnung. Da wäre dann der Wahlbetrug sogar justitiabel geworden.

      Also nennt man sich „Grüne“ und in der Öffentlichkeit verkörpert man eh die Grünen und wird nicht getrennt betrachtet. Mithin sind die Grünen faktisch als Fraktion in der Schwarzenbeker Stadtverordnetenversammlung, obwohl sie 2008 gar nicht zur Wahl angetreten sind. Natürlich haben die verbliebenen „Bürger für Bürger“ protestiert, aber selbst die Zeitungen schreiben doch heute munter von den Grünen als Grünen und helfen so eifrig mit, dass am Ende die Bündnisgrünen mit den Mandaten der Bürger für Bürger den Wiedereinzug in das nächste Parlament sicherstellen. Denn das ist doch klar, dass es spätestens dann auch zur offiziellen Vereinigung kommt.

      Übrigens hatte der Vorsitzende der grünen Partei, als ich ihn auf den bevorstehenden Wahlbetrug des Schirmacher ansprach, mir geantwortet: „Mach dir keine Sorgen, wir wollen den gar nicht haben!“ Hinterher wollte man dann offenbar doch so ein ganz kleines Bisschen…

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