Die Dreisten Drei der Dyskalkulie

G.Moldenhauer

High Noon in Blackbek! In den Tagen zuvor war Gerhard „Gary“ Moldenhauer noch von Ausschuss zu Ausschuss gelaufen, um sich Unterstützung für die bevorstehende Auseinandersetzung sowohl mit der Hydra des Haushalts, als auch mit der eigenen Hybris zu holen. Am Ende musste der Held aber doch allein mit seinen Hilfssheriffs den Rotstift zücken.

Obwohl es an guten Ratschlägen nicht mangelte! Der beste Vorschlag kam offenbar von Jürgen Heitmann, der dazu riet, „am besten auch gleich die Ausschüsse“ zu streichen. Aber Gary „The Mould“ Moldenhauer wäre nicht der, für den wir ihn halten, um die Weitsicht dieses Angebotes zu begreifen. Nicht nur könnten die Ausschüsse keine Ausgaben beschließen, auch fielen sie selbst als Kostenfaktor weg! Ohne dass jemandem sonderlich etwas fehlte, wären gut und gerne 50.000 € eingespart!

Was hat der Mann geraucht?

Stattdessen streicht er mannhaft (i.S. von blindwütig und ohne Rücksicht auf Verluste) noch die kleinsten Positionen, so zum Beispiel die 300 € für den VHS-Chor „Sing Sang Song“. Wir lassen uns also von dem Mann, in dessen Verantwortung nicht  nur der nicht mehr anders als historisch zu nennende 50-Millionen-Schulden-Berg, sondern auch der Jahrzehnte währende PPP-Knebelvertrag zu Wucherpreisen liegt, noch das letzte Taschengeld aus der kulturellen Portokasse klauen! Oder die 1.500 € für die Schuldnerberatung. Nur weil Herr Moldenhauer fahrlässig versäumt, diese in Anspruch zu nehmen, heißt das ja nicht, dass sie nicht dringend gebraucht würde. Er streicht die 10.000 € für Alkohol- und Drogenberatung, sagt uns aber nicht, wie man das Schwarzenbeker Politpossenspiel ohne Drogen ertragen soll.

Und damit nicht genug? Zu allem Überfluss darf der öffentliche Bankrotteur auch noch den vollmundigen Miesen-Marshall mimen? Nein, da ist sogar die Bergedorfer Zeitung vor. Statt ihn wie allgemein üblich einen Sparkommissar zu nennen, mithin einen Beauftragten in Sachen Sparen, titulieren sie ihn als „Schuldenkommissar“. Ebenso berechtigt wie gewieft unterstreichen sie damit, was Herrn Moldenhauer als Finanzausschussvorsitzenden auszeichnete: Schulden machen. Das kann er. Ja, ja, natürlich nicht allein. Selbstverständlich gehören die Herren Ruppert und Delfs mit in die Troika des Tiefstands, die Fraktion des Fehlbetrags, die Clique des Crashes, aber der Vorsitzende des Finanzausschusses ist doch der Erste, der aufgerufen wäre, solche Hasardspieler zu stoppen!

Ein echter Kassenschlager?

Die Aufforderung der Schlagzeile der Bergedorfer Zeitung gehört daher umformuliert. Nicht „alles“ sollte Herr Moldenhauer streichen, sondern zuallererst sich selbst. Und wenn es irgend geht, die Herren Ruppert und Delfs gleich mit. Ich erinnere sehr genau, wie letzterer mich einmal anmaulte, dass, wenn es nach den Bedenkenträgern ginge,  hätte Schwarzenbek heute noch 8.000 Einwohner und nicht einmal die Brücke über die Eisenbahntrasse. Ja, mag sein, Herr Delfs. Aber Schwarzenbek hätte auch 50 mal weniger Schulden! Und nun erklären Sie mir doch, zusammen mit Ihrem weltläufigen Bürgermeister und Ihrem Finanzgenie von Schuldenkomplementär, warum wir dennoch besser dran sein sollen! Und dann fangen Sie wieder an zu jammern, dass Sie doch alles gut gemeint hätten und auch immer die Mehrheit mitgemacht habe.

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