Kleiner Mann – ganz doof

Endlich war mal wieder etwas zum Lachen in der Zeitung! Die „kleinen Parteien“ in der Schwarzenbeker Wackeldackelversammlung haben sich zusammengetan, um endlich etwas Großes zu bewirken. Nun will man „mehr Einfluss im Parlament“ bekommen! Und daher haben Eberhardt Schröder, Helmut Stolze und Matthias Schirmacher sich zusammengerauft und stellen eine waghalsige, eine verblüffende, eine geradezu revolutionäre Forderung, über die man in Schwarzenbek bestimmt noch lange lachen würde, wenn es nicht so abgrundtief traurig wäre:

Sie fordern „die Schaffung einer Arbeitsgruppe Innenstadt“! Jetzt endlich und nach nicht einmal drei Jahrzehnten der beständigen Planung, Überplanung, Verwerfung der Pläne, Neuplanung, Gegenplanung und endgültigen Planierung aller Pläne mangels Masse (Kohle, Schotter, Pinke-Pinke) fordern die unerschrockenen Herren eine Arbeitsgruppe zwecks Erstellung eines – aufgemerkt! – Gesamtkonzeptes, in das dann alle Unter-, Neben, Seiten- und sonstigen Pläne „mit einbezogen werden“. Respekt, Herr Architekt! Als ich das las, wusste ich wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte und mir ging ständig der alte Evergreen durch den Kopf: „Und wenn ich mal nicht weiter weiß, dann gründ’ ich einen Arbeitskreis“.

„Schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein wenn es heißt: sollten oder sollten wir nicht...“

Auf der nun also doch stattfindenden Stadtverordnetenversammlung am 3. Dezember soll der kühne Antrag dann durchgeboxt werden, um bis Ende Januar – wir erinnern uns, dass spätestens dann die diversen Umzüge und das Compe-Bildungs-Zentrum entschieden werden – eine möglichst kostenlose Gesamtlösung zu entwickeln. Was für eine Farce ist das denn? Selbstverständlich wird dieser Irrsinn abgelehnt werden! Ich gehe davon aus, dass die Herren das auch wissen und nur darauf aus sind, hinterher sagen zu können, sie hätten ja etwas anderes gewollt. Vielleicht gehen sie auch nur davon aus, dass so eine Arbeitsgruppe vielfach tagen muss und auf diese Weise noch das ein oder andere Sitzungsgeld anfällt. Jedenfalls kann man nur hoffen, dass niemand so einen Unfug allen Ernstes vorschlägt. Mehr kann man dazu nicht sagen.

Dem Herrn Huhndorf von der Bergedorfer sei noch gesteckt, dass es sich bei der Fraktion „Die Grünen“ gerade nicht um die Partei Bündnis 90/Die Grünen handelt, denn das wäre nun wirklich unzulässig. Schließlich hatten die an der Kommunalwahl nicht teilgenommen. Die durch die Herren Schirmacher und Thiel entwendete Fraktion gehörte der Wählervereinigung Bürger für Bürger. Die waren 2008 gewählt worden und gegen deren Ziele und Beschlüsse hat der Herr Schirmacher verstoßen, so dass er dort ausgeschlossen wurde. Seine neue Fraktion hat er pfiffigerweise „Die Grünen“ genannt, aber arbeitet nur eng mit der gleichnamigen Partei zusammen, ist nicht identisch. Selbstverständlich nimmt die Öffentlichkeit diese Fraktion aber als Fraktion der Bündnisgrünen wahr und Herr Huhndorf tut seinen Teil dazu. Etwas mehr Genauigkeit wäre aber zu wünschen, damit so ein dreister Wahlbetrug nicht auch noch belohnt wird.

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