Tiefkühldackel

Nun hatte man bereits begonnen, die Hinterbänkler aufzutauen, damit sie am 26. November den Nickmann zum Verwaltungsvorschlag des „Compe-Bildungs-Zentrums“ (4 Institutionen unter dem Dach der Compe-Schule) machen, nun werden sie doch wieder eingefroren. Offenbar will man sich nicht erneute Blöße geben und einen einmal abgelehnten Vorschlag kurz darauf doch annehmen. Da nun über den im Triple-Ausschuss laut Bergedorfer Zeitung „durchgefallenen“ Verwaltungsvorschlag am 26.11. nun nicht wie offenbar beabsichtigt beschlossen werden kann, hat man diese Sitzung ebenso schnell wieder abberaumt, wie sie anberaumt wurde. Die BZ schreibt, der Umzug wäre der einzige Tagesordnungspunkt gewesen. Tja, kann man nichts machen.

Immer hübsch ein Umfaller nach dem anderen

Die Sitzung vom 3. Dezember hat man offenbar gleich mit abgesagt, denn die Zeitung berichtet, dass man nun erst Ende Januar beschließen möchte. Und bis dahin soll Hauptamtsleister Björn Warmer die betroffenen Einrichtungen und Fraktionen weich kneten, damit sie am Ende doch alle in ein Haus passen. Aha, am 3. Dezember wollte man offenbar den geplanten Beschluss vom 26.11. in die Haushaltsberatungen einbringen und den Sack zuschnüren. Das geht nun natürlich nicht, da man das geplante (und insgeheim beschlossene?) Ergebnis ja noch nicht hat. Eines folgt dem anderen, das ist doch klar.

Entscheidend scheint mir der Satz am Ende des Artikels von Herrn Huhndorf und es ist schon ganz pfiffig, wie er das macht. Offenbar muss er ja auch schreiben, wie man es von ihm erwartet und so arbeitet er vielleicht, wie weiland die DDR-Kabarettisten: Er schreibt zwischen den Zeilen. Und so schreibt er:

„Spätestens wenn der Verkauf des Jugendtreffs unter Dach und Fach ist, besteht ein Handlungsdruck.“

Und was lesen wir daraus? Der im zweiten Anlauf beschlossene Verkauf ist offenbar noch nicht geschehen! Wie jetzt? Erst war auch hier Druck im Kessel und nun nicht mehr? Hat Kiefaber kalte Füße oder keinen Kredit bekommen? War Schwarzenbek zu sehr mit China beschäftigt? Wie dem auch sei, wir lesen auch, wie es jetzt weiter gehen könnte: Während Masseur Warmer die Glatzen der Beteiligten streichelt, lösen sich deren und Kiefabers Verklemmungen hoffentlich auf. Dann „spätestens“ besteht Handlungsdruck und wenn man nicht will, dass der Jugendtreff auf der Straße steht, stimmt man dem CBZ (Compe-Bildungs-Zentrum) zu. Ende Januar sollte das so weit sein.

Nach dem Schwanz zu urteilen, könnte es eine Katze sein, aber...

Wie man hört, kommt die nahe liegende Lösung, dass alle vier Institutionen in das größere Gebäude an der Berliner Straße umziehen, nicht in Frage, da der Jugendtreff das für sachlich falsch hält. Wir lernen, es gibt auch Sachzwänge, die akzeptiert werden, wenn es denn nur in den Kram passt. Der Sachzwang, dass die zusammen gehörenden Schulen auch räumlich zusammengeführt gehören, zählt offenbar nicht. Es wirkt fast so, als hätte man mit dem Gebäude an der Berliner Straße etwas anderes vor und vielleicht entwickelt sich das ja bis Ende Januar? Dann wäre die Frage endgültig gelöst. Welche Interessenten für die Immobilie gibt es denn? Ich als Bürger darf das natürlich nicht erfahren, wie immer ist alles geheim, bis es in Sack und Tüten ist. Und die bleiben auch danach verschlossen, wäre ja noch schöner! Daher zählt es auch nicht, dass es neben diesem Umzug sehr wohl auch noch andere Themen gäbe, die man am 26. November und/oder 3. Dezember besprechen könnte.

Schließlich verändert sich Schwarzenbek doch angeblich fundamental. Wann wollte man denn endlich einmal in großer Runde und öffentlich darüber debattieren, wer das will und wer eventuell nicht? Gehört die Stadt den Herren Ruppert & Co. und die restlichen Einwohner dürfen immer nur lange Gesichter machen? Soll das immer so weiter gehen, dass die entsprechenden Fragen, Anregungen und Zweifel der Einwohner gar nicht erst zugelassen werden, damit man hinterher sagen kann, man habe das nicht ahnen können? Wie wäre es denn, man nutzte die Zeit und ließe die Einwohnerfragestunde auch mal länger als eine halbe Stunde dauern. Wie es scheint, haben die Bürgerinnen und Bürger sehr viel mehr Fragen, als die Tiefkühldackel sich vorstellen können und nicht nur zum China-Geschäft.

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